
ALKA SELTZER CLASSIC
Informationen zum Produkt
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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Alka Seltzer Classic Brausetabletten
Die Alka Seltzer Classic Brausetabletten werden zur schnellen und zuverlässigen Behandlung von Schmerzen und Entzündungen angewendet. Bei einer Entzündung handelt es sich um eine Reaktion des Körpers auf einen örtlichen Gewebeschaden. Bei einer Entzündung kommt es meistens zu einer Rötung, Erwärmung und Schwellung der betroffenen Körperstelle. Es gibt verschiedene Formen von Entzündungen, welche sich alle durch verschiedene Symptome bemerkbar machen. Bei jeder Entzündung wird die körpereigene Immunabwehr aktiviert. Es kommt zu einer stärkeren Durchblutung des Gewebes und zu einer Einwanderung von weißen Blutkörperchen in das betroffene Gewebe. Bei jedem auftretenden Schmerz handelt es sich um ein Alarmsignal das etwas im Körper nicht stimmt. Nicht immer haben Schmerzen eine körperliche Ursache, sondern können auch im Laufe einer psychischen Erkrankung auftreten.
Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure
Die Alka Seltzer Classic enthalten unter anderem den Wirkstoff Acetylsalicylsäure. Bei der Acetylsalicylsäure handelt es sich um einen Wirkstoff aus der Gruppe der Antiphlogistika. Durch den Wirkstoff werden zwei körpereigene Enzyme gehemmt, welche die wichtigen Gewebshormone Prostaglandine produzieren. Im Normalfall regelt die Prostaglandinproduktion die Wasserausscheidung über die Nieren, eine Erweiterung der Bronchien und den Schutz der Schleimhaut im Magen und im Darm. Auf anderem Wege verursachen die Prostaglandine die Symptome, wie Rötungen und Schwellungen, reizen die Nervenenden und sind an der Schmerzwahrnehmung beteiligt. In einer geringeren Dosierung ist der Wirkstoff in der Lage einen Herzinfarkt oder Schlaganfall vorzubeugen. Die Acetylsalicylsäure verfügt über entzündungshemmende, schmerzstillende und leicht fiebersenkende Eigenschaften.
Wirkungsweise der Alka Seltzer Classic Brausetabletten
Die Alka Seltzer Classic Brausetabletten sorgen für eine schnelle Linderung von leichten bis mittelstarken Schmerzen. Durch die Darreichungsform der Brausetablette kann das Medikament schnell und unkompliziert auch bei Problemen mit dem Schlucken von Tabletten eingenommen werden. Gleichzeitig kommt es zu einem schnelleren Wirkungseintritt, weil der Wirkstoff direkt fein verteilt im Magen ankommt. Die Tablette wird einfach in einem großen Glas Wasser aufgelöst und dann getrunken. Die Kautabletten verfügen über einen sehr angenehmen Geschmack nach Orangen, wodurch die Einnahme möglichst angenehm gemacht wird. Der zusätzlich in den Tabletten enthaltene Pufferstoff verbessert die Löslichkeit des Wirkstoffes. Durch diese bessere Löslichkeit wird der Magen schnell passiert und der Wirkstoff gelangt schnell in die Blutbahn. Die Alka Seltzer Classic Brausetabletten sind besonders geeignet wenn der Schmerz plötzlich auftritt.
Zusammensetzung:
(Per Klick auf einzelne Bestandteile der Zusammensetzung weitere Produkte ermitteln.)(Die aufgeführte Zusammensetzung bezieht sich auf 1 Stück)
Wie wird das Produkt angewendet?
- Die Einnahme beider Brausetabletten erfolgt aufgelöst in etwas Flüssigkeit.
- Die Tabletten nicht auf nüchternen Magen einnehmen.
Gesamtdosis des Produkts:
- Erwachsene:
- 2 Brausetabletten als Einzeldosis
- Bis zu 8 Tabletten als Tagesdosis
- Die Einzeldosis kann, falls erforderlich, in Abständen von 4 bis 8 Stunden bis zu 4mal täglich eingenommen werden.
Einnahmezeitpunkt des Produkts:
- im Abstand von 4-8 Stunden, zu der Mahlzeit
Wofür wird das Produkt angewendet?
- Leichte bis mäßig starke Schmerzen
- Fieber
In welchen Fällen darf das Produkt nicht angewendet werden?
- Gegen alle Arzneimittel können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten, dann müssen Sie das Medikament sofort absetzen. Wenn schon eine Allergie gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels bekannt ist, darf es nicht angewendet werden.
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei:
- Magen- und Darmgeschwüren
- Krankhaft erhöhter Blutungsneigung.
Das Arzneimittel soll in der Regel nicht oder nur unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden bei:
- Überempfindlichkeit gegen andere Entzündungshemmer/Antirheumatika oder andere allergene Stoffe
- Gleichzeitiger Anwendung von gerinnungshemmenden Arzneimitteln (z.B. Cumarinderivate, Heparin - mit Ausnahme niedrigdosierter Heparin-Therapie)
- Asthma bronchiale
- Chronischen oder wiederkehrenden Magen- oder Zwölffingerdarmbeschwerden
- Vorgeschädigter Niere
- Schweren Leberfunktionsstörungen
- Bei Asthma, Heuschnupfen, Nasenschleimhautschwellungen (Nasenpolypen) oder chronischen Atemwegsinfektionen (besonders gekoppelt mit heuschnupfenartigen Erscheinungen) und bei Überempfindlichkeit gegen Schmerz- und Rheumamittel aller Art kann es bei Anwendung von Acetylsalicylsäure-haltigen Arzneimitteln zu Asthmaanfälle kommen (sog. Analgetika-Intoleranz/Analgetika-Asthma). Es sollten vor Anwendung der Arzt befragt werden.
- Das gleiche gilt auch, wenn auf andere Stoffe allergisch reagiert wird, wie z.B. mit Hautreaktionen, Juckreiz oder Nesselfieber.
- Acetylsalicylsäure-haltige Arzneimittel sollen bei Kindern und Jugendlichen mit fieberhaften Erkrankungen nur auf ärztliche Anweisung und nur dann angewendet werden, wenn andere Maßnahmen nicht wirken. Sollte es bei diesen Erkrankungen zu langanhaltendem Erbrechen kommen, so kann dies ein Zeichen des Reye-Syndroms sein, einer sehr seltenen, aber lebensbedrohlichen Krankheit, die unbedingt sofortiger ärztlicher Behandlung bedarf.
- Bei einer erhöhte Harnsäurekonzentration im Blut ist das Arzneimittel mit Vorsicht anzuwenden, da es bereits in niedriger Dosierung die Harnsäureausscheidung vermindert und dies kann unter Umständen einen Gichtanfall auslösen.
Welche Nebenwirkungen können im Einzelfall auftreten?
- Zahlreiche der folgenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen sind eindeutig dosisabhängig und interindividuell unterschiedlich.
- Patienten, die an Asthma, Heuschnupfen, Nasenpolypen oder chronischen Atemwegsinfektionen (besonders gekoppelt mit heuschnupfenartigen Erscheinungen) leiden, und Patienten mit Überempfindlichkeit gegen Schmerz- und Rheumamittel aller Art sind bei Anwendung von Acetylsalicylsäure durch Asthmaanfälle gefährdet (Schmerzmittel-Asthma).
Das gleiche gilt für Patienten, die auch auf andere Stoffe allergisch reagieren (z.B. mit Hautreaktionen, Juckreiz oder Nesselfieber).
Häufige unerwünschte Wirkungen:
1) allgemein:
- Magen-Darm-Beschwerden wie Magenschmerzen und Mikroblutungen (selten bei kurzfristiger Anwendung);
2) bei Anwendung höherer Dosierungen:
- Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle;
- Kopfschmerzen, Schwindel;
-Magen-Darm-Geschwüre;
- Eisenmange/Blutarmut.
Was muss zusätzlich beachtet werden?
- Das Arzneimittel soll ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nur wenige Tage und nicht in erhöhter Dosis angewendet werden.
Was ist bei einer Schwangerschaft und in der Stillzeit zu beachten:
- Während Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie Medikamente möglichst nur nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker einnehmen!
- Da der Einfluß einer Hemmung der Bildung des Schmerzbotenstoffes (Prostaglandin) auf die Schwangerschaft ungeklärt ist, sollte das Arzneimittel im 1. Und 2. Schwangerschaftsdrittel nicht eingenommen werden.
- Das Arzneimittel darf im letzten Schwangerschaftsdrittel nicht angewendet werden.
- Im letzten Schwangerschaftsdrittel kann die Einnahme von Salicylaten zu einer Verlängerung der Schwangerschaft und zur Wehenhemmung führen.
- Bei Mutter und Kind ist eine gesteigerte Blutungsneigung beobachtet worden.
- Bei Einnahme des Arzneimittels kurz vor der Geburt kann es insbesondere bei Frühgeborenen zu Blutungen in die Schädelhöhle kommen.
- Ein vorzeitiger Verschluß der notwendigen Gefäßumgehung der Lunge (Ductus arteriosus) beim Ungeborenen ist möglich.
- Der Wirkstoff und seine Abbauprodukte gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über. Da nachteilige Wirkungen auf den Säugling bisher nicht bekannt geworden sind, wird bei kurzfristiger Anwendung der empfohlenen Menge eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich sein.
- Bei längerer Anwendung bzw. Einnahme höherer Mengen sollte abgestillt werden.
Sonstiges:
- Das Arzneimittel soll bei Kindern und Jugendlichen mit fieberhaften Erkrankungen wegen des möglichen Auftretens eines Reye-Syndroms nur auf ärztliche Anweisung und nur dann angewendet werden, wenn andere Maßnahmen nicht wirken.
- Bei Leber- oder Nierenfunktionsstörungen muss die Menge vermindert bzw. das Einnahmeintervall verlängert werden.
- In seltenen Fällen kann nach längerer Anwendung eine Blutarmut (Anämie) durch verborgene Magen-Darm-Blutungen auftreten. Bei Auftreten von schwarzem Stuhl (Teerstuhl) ist sofort der Arzt zu benachrichtigen.
- Bei Einnahme vor operativen Einfgriffen ist der Arzt bzw. Zahnarzt zu befragen bzw. zu informieren.
- Schwindel und Ohrenklingen können insbesondere bei Kindern und älteren Patienten Symptome einer Überdosierung sein. In diesen Fällen ist der Arzt zu benachrichtigen.
- In Einzelfällen ist im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung von Schmerzmitteln ohne Cortison eine Verschlechterung infektionsbedingter Entzündungen (z.B. Entwicklung einer nekrotisierenden Fasciitis) beschrieben worden. Dies steht möglicherweise im Zusammenhang mit dem Wirkmechanismus der Schmerzmittel ohne Cortison.
- Wenn während der Anwendung Zeichen einer Infektion neu auftreten oder sich verschlimmern, wird daher empfohlen, unverzüglich den Arzt aufzusuchen.
- Bei Personen mit einer salzarmen Ernährung ist der Salzgehalt des Arzneimittels zu beachten.
- Bei Überschreitung der empfohlenen Dosierung können die Leberwerte (Transaminasen) ansteigen. Deshalb ist die regelmäßige Kontrolle der Transaminasen, insbesondere bei Kindern erforderlich.
- Bei chronischer Einnahme des Aryneimittels können Kopfschmerzen auftreten, die zu erneuter Einnahme und damit wiederum zum Unterhalten der Kopfschmerzen führen können.
- Ganz allgemein kann die langfristige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen.
- In Fällen, in denen eine Dosierung von mehr als 3 g Acetylsalicylsäure pro Tag bei Erwachsenen bzw. eine Überschreitung der entsprechenden Dosis bei Kindern vorgesehen ist, ist zu berücksichtigen, dass einige Säurehemmer die erwünschten hohen, kontinuierlichen Salicylat-Blutspiegel beeinträchtigen können.
Therapieüberwachung/Kontrollmaßnahmen:
- Bei Überschreitung der empfohlenen Dosierung können die Leberwerte (Transaminasen) ansteigen. Deshalb ist die regelmäßige Kontrolle der Transaminasen, insbesondere bei Kindern, erforderlich.
Datum der Produktinformation: 22.04.2012
¹ Zuzahlung + Mehrkosten für gesetzlich Krankenversicherte bei Vorlage eines gültigen Kassenrezeptes
² Mehrkosten für gesetzlich Krankenversicherte mit Zuzahlungsbefreiung bei Vorlage eines gültigen Kassenrezeptes
Haftungsausschluss:
Diese Hinweise zu den Arzneimitteln beruhen auf den vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) anerkannten Fachinformationen der Pharma-Hersteller, geben diese aber nicht vollständig, sondern nur hinsichtlich besonders wichtiger Informationen wieder. Die Hinweise wollen sachlich informieren und stellen keine Empfehlung oder Bewerbung des Medikaments dar.
Für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Hinweise, die wir von Dritten beziehen und zur Anzeige bringen, wird trotz sorgfältigster Bearbeitung keine Haftung übernommen. Die Informationen ersetzen auf keinen Fall die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Zu Risiken und Nebenwirkungen beachten Sie bitte stets die Packungsbeilage (sofern aus arzneimittelrechlichen Gründen vorgeschrieben) und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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Gebrauchsinformation ALKA SELTZER Classic Brausetabletten