AP = apothekenpflichtig BUSCOPAN PLUS
Artikel-Nr.: 2483617
Anbieter: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co.KG
Inhalt: 20 St / N1
Darr.: Filmtabletten
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Buscopan plus Filmtabletten


Die Buscopan plus Filmtabletten werden zur Behandlung von krampfartigen Schmerzen im Magen-Darm Bereich, sowie Regelschmerzen angewendet. Zu krampfartigen Bauchschmerzen kann es unter anderem kommen, wenn die Verdauung aus dem Gleichgewicht geraten ist. Gründe für Störungen des Verdauungssystems sind zum Beispiel Lebensmittelunverträglichkeiten, eine ungesunde Ernährung oder Stress und Hektik. Durch diese verschiedenen Faktoren kann es zu Verspannungen der Magen-Darm Muskulatur kommen. Häufige Begleiterscheinungen bei Magenkrämpfen sind Durchfall, Verstopfung oder Blähungen. Bei häufig wiederkehrenden Bauchschmerzen ohne organische Gründe spricht man von funktionellen Bauchbeschwerden. Zu Regelschmerzen kommt es während der Periode, wenn der Körper hormonähnliche Schmerzbotenstoffe freisetzt. Eine optimal funktionierende Verdauung ist wichtig für das körperliche Wohlbefinden. Die komplexen Verdauungsvorgänge werden von einem Nervensystem unabhängig vom Gehirn geregelt.

Die Wirkstoffe Butylscopolamin und Paracetamol


Die Buscopan plus Filmtabletten enthalten eine Kombination der beiden Wirkstoffe Butylscopolamin und Paracetamol. Beim Butylscopolamin handelt es sich um einen Abkömmling aus einem Inhaltsstoff des Stechapfels. Durch den Wirkstoff kommt es zu einer Unterdrückung der Wirkung des körpereigenen Botenstoffes Acetylcholin. Das Butylscopolamin wirkt dabei nicht im Gehirn, sondern direkt an der glatten Muskulatur der Hohlorgane, wie zum Beispiel Magen, Darm, Galle, Harnblase und Gebärmutter. Der Wirkstoff verfügt über stark krampflösende Eigenschaften. Das Paracetamol verfügt über fiebersenkende und schmerzstillende Eigenschaften. Dieser Wirkstoff sorgt für eine Hemmung der körpereigenen Herstellung der Prostaglandine im Gehirn. Zusätzlich wird der Effekt von körpereigenen Fieberstoffen im Kleinhirn behindert. Die Kombination der beiden Wirkstoffe sorgt für eine Entspannung der der inneren Organe, wodurch die durch Verkrampfungen hervorgerufenen Schmerzen gelindert werden.

Wirkungsweise der Buscopan plus Filmtabletten


Die Buscopan plus Filmtabletten eignen sich besonders zur schnellen und gezielten Linderung von Bauchschmerzen und –krämpfen. Sofort nach der Einnahme kommt es zu einer Unterbindung der Überaktivität der Magen- und Darmmuskulatur, wodurch sich die natürlichen Bewegungsabläufe wieder einstellen. Besonders Bauchkrämpfe haben die unangenehme Eigenschaft sich immer mehr zu verstärken. Aus diesem Grund enthalten diese Filmtabletten eine Kombination aus einem krampflösenden und einem schmerzstillenden Wirkstoff. So werden nicht nur die Schmerzen an sich gelindert, sondern auch der Auslöser für die Schmerzen wird bekämpft, so dass der Teufelskreis der Beschwerden gleichzeitig an zwei Stellen unterbrochen wird. Die Buscopan plus Filmtabletten bringen eine schnelle Erleichterung bei allen Schmerzen im Bereich des Bauches.

Zusammensetzung:

Wie wird das Produkt angewendet?
  • Die Filmtabletten sollen unzerkaut mit Flüssigkeit geschluckt werden.

Gesamtdosis des Produkts:
  • Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
    AlterEinmaldosisMaximaldosis
    pro Tag (24 Stunden)
    Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren1 – 2 Tabletten6 Tabletten
    Die Maximaldosis pro Tag (24 Stunden) darf keinesfalls überschritten werden, und der zeitliche Abstand bis zur Anwendung der nächsten Filmtablette(n) (sofern dies notwendig ist) muss mindestens 8 Stunden betragen.
    Behandlungsdauer:
    Nehmen Sie das Arzneimittel ohne ärztlichen Rat nicht länger als 3 – 4 Tage ein.
    Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.
    Überdosierung:
    Bei Überdosierung können anfangs (1. Tag) Übelkeit, Erbrechen, Schwitzen, Schläfrigkeit und allgemeines Krankheitsgefühl sowie Sehstörungen, Beschleunigung des Herzschlages, Mundtrockenheit und Hautrötung auftreten. Trotz Besserung des subjektiven Allgemeinbefindens am 2. Tag kann es zu einer fortschreitenden Schädigung der Leber kommen bis hin zum Leberkoma am 3. Tag.
    Bei Verdacht auf eine Überdosierung ist sofort
  • auch bei vorübergehend nachlassenden Beschwerden
  • ein Arzt zu benachrichtigen.
    vergessene Einnahme:
    Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis, wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels vergessen haben.

Einnahmezeitpunkt des Produkts:
  • im Abstand von mindestens 8 Stunden

Wofür wird das Produkt angewendet?
  • Das Arzneimittel ist ein Spasmoanalgetikum (Kombination von schmerzstillenden und krampflösenden Wirkstoffen).
    - Das Arzneimittel wird angewendet bei krampfartigen Schmerzen bei Erkrankungen des Magens und des Darmes, krampfartigen Schmerzen und Funktionsstörungen im Bereich der Gallenwege, der ableitenden Harnwege sowie der weiblichen Geschlechtsorgane (z. B. schmerzhafte Regelblutungen).

In welchen Fällen darf das Produkt nicht angewendet werden?
  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
    - wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Butylscopolaminiumbromid, Paracetamol oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind.
    - bei mechanischen Verengungen (Stenosen) im Magen-Darm Trakt (z. B. wegen einer Geschwulst oder durch eine Darmabknickung)
    - bei einer krankhaften Aufweitung des Dickdarms (Megakolon)
    - bei Harnverhaltung durch mechanische Verengung der Harnwege (z. B. Vergrößerung der Vorsteherdrüse)
    - bei Grünem Star (Engwinkelglaukom)
    - bei krankhaft beschleunigtem Herzschlag, Herzrasen und unregelmäßigem Herzschlag
    - bei einer besonderen Form krankhafter Muskelschwäche (Myasthenia gravis)
    - bei schweren Leberfunktionsstörungen
    Geben Sie das Arzneimittel nicht an Jugendliche unter 12 Jahren, da bisher keine ausreichenden Erfahrungen für diese Altersgruppe vorliegen.

Welche Nebenwirkungen können im Einzelfall auftreten?
  • Wie alle Arzneimittel kann dieses Präparat Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
    Viele der bekannten unerwünschten Wirkungen sind auf die anticholinergen Eigenschaften des Arzneimittels zurückzuführen. Diese anticholinergen Effekte sind im Allgemeinen mild und vorübergehend.
    Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
    Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
    Häufig:  1 bis 10 Behandelte von 100
    Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
    Selten:  1 bis 10 Behandelte von 10.000
    Snhrselten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
    Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abbschätzbar
    Immunsystem
    - Gelegentlich: Hautreaktionen, z.B. Nesselsucht, (Urtilbaria), Juckreiz
    - Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen, z. B. Hautrötung
    - Sehr selten: Ausschlag (Exanthem),Quincke-Önem, Schweißausbruch, Verengung der Atemwege (Analgetika-Asthma)
    - Nicht bekannt: Atemnot (Dyspnoe), schwere Überempfindlichkeitsreaktionen bis zum anaphylaktiächen Schock mit Blutdruckabfall und Hitzegefühl (Flush)
    Leber und Galleerkrankungen
    - Selten: Anstieg der Leberwerte (Lebertransaminasen)
    Blut- und lymphatisches System
    - Sehr selten: verringerte Anzahl von Blutplättchen (Thrombozytopenie), starke Verminderung der weißen Blutkörperchen (Agranulozytose, Leukopenie, Panzytopenie)
    Herz-Kreislauf-System
    - Gelegentlich: Steigerung der Herzfrequenz, Schwindel, Müdigkeit
    Augen
    - Sehr selten: Störungen des „Nah-Sehen" (Akkommodationsstörungen), starke Augenschmerzen bei Grünem Star (Glaukomanfall)
    Magen-Darm-System
    - Gelegentlich: Hemmung der Speichelsekretion, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Magenbeschwerden
    Haut
    - Gelegentlich: Hemmung der Schweißsekretion
    Nieren- und Harnausscheidungssystem
    - Selten: Störungen beim Urinieren wie z.B. Harnverhaltung, Nachtröpfeln, verminderter Harnstrahl
    Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.

Welche Wechselwirkungen können auftreten?
  • Bitte informieren Sie ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden oder vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
    Die anticholinergen Effekte können verstärkt auftreten, wenn das Arzneimittel gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln angewendet wird, die selbst solche Effekte hervorrufen können wie z. B. andere Anticholinergika (z. B. Tiotropium, Ipratropium), Amantadin, trizyklische Antidepressiva, Chinidin, Disopyramid und Antihistaminika. Die gleichzeitige Therapie mit Dopaminantagonisten, z. B. Metoclopramid, kann zu einer gegenseitigen Abschwächung der Wirkung auf die Muskulatur des Magen-Darm Trakts führen. Das Arzneimittel kann die beschleunigende Wirkung von ß-Sympathomimetika auf den Herzschlag verstärken.
    Bedingt durch den im Arzneimittel enthaltenen Paracetamol-Anteil sind weitere Wechselwirkungen mit folgenden Arzneimitteln möglich:
    - Arzneimittel gegen Gicht wie Probenecid: Bei gleichzeitiger Einnahme von Probenecid sollte die Dosis des Arzneimittels verringert werden, da der Abbau von Paracetamol verlangsamt sein kann.
    - Schlafmittel wie Phenobarbital,
    - Mittel gegen Epilepsie wie Phenytoin, Carbamazepin
    - Mittel gegen Tuberkulose (Rifampicin)
    - Andere möglicherweise die Leber schädigende Arzneimittel; unter Umständen kann es bei gleichzeitiger Einnahme zu Leberschäden kommen.
    - Mittel zur Senkung erhöhter Blutfettwerte (Cholestyramin): Diese können die Aufnahme und damit die Wirksamkeit des Arzneimittels verringern.
    - Arzneimittel bei HIV-Infektionen (Zidovudin): Die Neigung zur Verminderung weißer Blutkörperchen (Neutropenie) wird verstärkt. Das Arzneimittel soll daher nur nach ärztlichem Anraten gleichzeitig mit Zidovudin angewendet werden.
    - Mittel gegen Übelkeit (Metoclopramid und Domperidon): Diese können eine Beschleunigung der Aufnahme und des Wirkungseintritts des Arzneimittels bewirken.
    - Bei gleichzeitiger Anwendung von Mitteln, die zu einer Verlangsamung der Magenentleerung führen, können Aufnahme und Wirkungseintritt von Paracetamol verzögert sein.
    - Auswirkungen der Einnahme des Arzneimittels auf Laboruntersuchungen: Die Harnsäurebestimmung, sowie die Blutzuckerbestimmung können beeinflusst werden.
    - Das Arzneimittel darf nicht zusammen mit Alkohol eingenommen oder verabreicht werden.

Was muss zusätzlich beachtet werden?
  • Nehmen Sie das Arzneimittel nur nach Rücksprache mit ihrem Arzt ein
    • wenn Sie chronisch alkoholkrank sind,
    •ߠwenn Sie an einer Beeinträchtigung der Leberfunktion leiden (Leberentzündung, Gilbert-Syndrom)
    •ߠbei vorgeschädigter Niere
    - Wenn sich Ihre Symptome verschlimmern oder nach 3-4 Tagen keine Besserung eintritt müssen Sie einen Arzt aufsuchen.
    - Um das Risiko einer Überdosierung zu verhindern, sollte sichergestellt werden, dass andere Arzneimittel, die gleichzeitig eingenommen werden, kein Paracetamol enthalten.
    - Bei längerem, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen.
    - Ganz allgemein kann die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen.
    - Bei abruptem Absetzen nach längerem hoch dosiertem, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen sowie Müdigkeit, Muskelschmerzen, Nervosität und vegetative Symptome auftreten. Die Absetzsymptomatik klingt innerhalbeweniger Tage ab. Bis dahin soll die Wiedereinnahme von Schmerzmitteln unterbleiben und die erneute Einnahme soll nicht ohne einen ärztlichen Rat erfolgen.
    - Das Arzneimittel nicht über längere Zeit oder in höheren Dosen einnehmen.
    - Bei der Anwendung der für das Arzneimittel vorgesehenen Dosen ist normalerweise keine Beeinträchtigung der Verkehrstüchtigkeit und beim Bedienen von Maschinene zu erwarten. Sollten aber dennoch Symptome wie Müdigkeit, Schwindel oder gestörtes Nah-Sehen auftreten, dann kann die Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden.
    - Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren!

Was ist bei einer Schwangerschaft und in der Stillzeit zu beachten:
  • Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
    Obwohl sich bisher keine Hinweise auf eine fruchtschädigende Wirkung ergeben haben, muss vor Anwendung des Arzneimittels in der Schwangerschaft der Arzt befragt werden.
    Das Arzneimittel sollte in der Stillzeit nur nach strenger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses angewendet werden.





Datum der Produktinformation: 22.04.2012

¹ Zuzahlung + Mehrkosten für gesetzlich Krankenversicherte bei Vorlage eines gültigen Kassenrezeptes
² Mehrkosten für gesetzlich Krankenversicherte mit Zuzahlungsbefreiung bei Vorlage eines gültigen Kassenrezeptes
Haftungsausschluss:

Diese Hinweise zu den Arzneimitteln beruhen auf den vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) anerkannten Fachinformationen der Pharma-Hersteller, geben diese aber nicht vollständig, sondern nur hinsichtlich besonders wichtiger Informationen wieder. Die Hinweise wollen sachlich informieren und stellen keine Empfehlung oder Bewerbung des Medikaments dar.
Für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Hinweise, die wir von Dritten beziehen und zur Anzeige bringen, wird trotz sorgfältigster Bearbeitung keine Haftung übernommen. Die Informationen ersetzen auf keinen Fall die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Zu Risiken und Nebenwirkungen beachten Sie bitte stets die Packungsbeilage (sofern aus arzneimittelrechlichen Gründen vorgeschrieben) und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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