AP = apothekenpflichtig FELIS 650
Informationen zum Produkt
Artikel-Nr.: 0520113
Anbieter: HEXAL AG
Inhalt: 90 St
Darr.: Filmtabletten
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Felis 650 Filmtabletten


Die Felis 650 Filmtabletten werden zur natürlichen Behandlung von Depressionen und Nervosität angewendet. Bei einer Depression handelt es sich um eine psychische Erkrankung, welche sich durch eine starke Niedergeschlagenheit und Schwermütigkeit äußert. Zu den typischen Symptomen einer Depression gehören unter anderem Freudlosigkeit, Interessenverlust, Antriebslosigkeit und ein mangelndes Selbstvertrauen. Häufig kommt es auch zu Schlafstörungen und Konzentrationsstörungen. Es können aber auch körperliche Beschwerden, wie zum Beispiel Kopfschmerzen, Oberbauchbeschwerden oder Herzrasen auftreten. Zu Depressionen kommt es in der Regel durch bestimmte Lebensumstände, wie Tod einer nahestehenden Person, berufliche Misserfolge oder eine länger andauernde psychischen Belastung. Um allerdings durch diese Umstände in eine Depression zu verfallen müssen die betroffenen Personen anfällig für Depressionen sein, was zum Beispiel genetisch bedingt sein kann. Bei Depressionen kommt es auch zu Besonderheiten im Stoffwechsel des Gehirns der Betroffenen.

Der Wirkstoff Johanniskraut


Die Felis 650 Filmtabletten enthalten unter anderem den pflanzlichen Wirkstoff Johanniskraut. Die Blätter des Johanniskrauts beinhalten unter anderem Hypericin, Pseudohypericin und Hyperforin. Diese Inhaltsstoffe des Johanniskrauts verfügen über antidepressive und stimmungsaufhellende Eigenschaften. Durch das Johanniskraut wird die Konzentration von bestimmten Botenstoffen im Gehirn beeinflusst. Bei einer Depression liegt ein Mangel an den Botenstoffen Serotonin und Noradrenalin vor, welche durch eine Reizübermittlung von Gehirnzellen freigesetzt werden. Durch das Johanniskraut wird die Wiederaufnahme der Botenstoffe in die Gehirnzellen gehemmt, wodurch sich die Konzentration an freien Botenstoffen im Gehirn erhöht.

Wirkungsweise der Felis 650 Filmtabletten


Die Felis 650 Filmtabletten eignen sich zur natürlichen und trotzdem effektiven Behandlung von Stimmungsschwankungen. Durch die hohe Wirkstoffmenge pro Tablette reicht eine Einnahme pro Tag aus, um den Bedarf für den ganzen Tag zu decken. Die Wirkung setzt wie bei allen Präparaten nach und nach ein, wodurch eine Einnahme über einen Zeitraum von 10 bis 14 Tagen andauern sollte bis der Körper die innere Balance wiedergefunden hat. Bei einer längerfristigen Einnahme kommt es zu einer Stabilisierung der verbesserten Stimmungslage, so dass mögliche Rückfälle vermieden werden. Die im Johanniskraut enthaltenen Flavonoide sind zusätzlich in der Lage frei Radikale abzufangen. Durch die Einnahme der Felis 650 Filmtabletten kommt es nicht zu einer negativen Beeinträchtigung des Alltages oder des Berufslebens.

Zusammensetzung:

Wie wird das Produkt angewendet?
  • Filmtabletten zum Einnehmen.
    Filmtabletten nicht im Liegen einnehmen.
    Die Filmtabletten sind zum Teilen in zwei Hälften mit einer Bruchrille versehen. Bitte brechen Sie die Filmtablette an der Bruchrille durch und nehmen Sie die ß½ Filmtablette unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (vorzugsweise 1 Glas
    Trinkwasser) zu den Mahlzeiten ein.

Gesamtdosis des Produkts:
  • Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung in dieser Packungsbeilage ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

    Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
    Erwachsene und Heranwachsende über 12 Jahre:
    2-mal täglich ß½ Filmtablette.

    Dauer der Anwendung
    Erfahrungsgemäß ist eine Einnahmedauer von 4-6 Wochen bis zur deutlichen Besserung der Symptome erforderlich; wenn jedoch die Krankheitssymptome länger als 4 Wochen bestehen bleiben oder sich trotz vorschriftsmäßiger Dosierung verstärken, sollte (erneut) ein Arzt aufgesucht werden.

    Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung dieses Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist.

    Bei Überdosierung
    Über akute Vergiftungen durch Johanniskraut Präparate beim Menschen ist bisher nicht berichtet worden.
    Nach Einnahme erheblicher Überdosen sollte die Haut wegen möglicher erhöhter Lichtempfindlichkeit für die Dauer von 1-2 Wochen vor Sonnenlicht und sonstiger UV-Bestrahlung geschützt werden (Aufenthalt im Freien einschränken, Sonnenschutz durch bedeckende Kleidung und Verwendung von Sonnenschutzmitteln mit hohem
    Lichtschutzfaktor, sog. „Sonnenblockern").
    Die beschriebenen Nebenwirkungen können verstärkt auftreten.
    Bei vergessener Einnahme

    Nehmen Sie beim nächsten Mal nicht die doppelte Menge ein, sondern fahren Sie mit der Einnahme, wie von Ihrem Arzt verordnet oder beschrieben, fort.

    Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Wofür wird das Produkt angewendet?
  • Das Arzneimittel ist ein pflanzliches Arzneimittel bei Verstimmungen.
    Das Arzneimittel wird angewendet bei leichten vorübergehenden depressiven Störungen.

In welchen Fällen darf das Produkt nicht angewendet werden?
  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
    - wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Johanniskraut oder einen der sonstigen Bestandteile sind
    - bei bekannter Lichtüberempfindlichkeit der Haut
    - bei schweren vorübergehenden depressiven Störungen.
    Das Arzneimittel darf nicht zusammen mit folgenden Wirkstoffen eingenommen werden:
    - Ciclosporin
    - Tacrolimus
    - Indinavir und andere Proteasehemmstoffe in der Anti-HIV ("AIDS")
  • Behandlung
    - Irinotecan und andere zellwachstumshemmende Medikamente in der Krebsbehandlung
    - andere Antidepressiva (Mittel gegen Depressionen)

Welche Nebenwirkungen können im Einzelfall auftreten?
  • Wie alle Arzneimittel kann das Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
    Die Aufzählung umfasst alle bekannt gewordenen Nebenwirkungen unter der Behandlung mit Johanniskraut-Trockenextrakt, auch solche unter höherer Dosierung oder Langzeittherapie.

    Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
    Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
    Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
    Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
    Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
    Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
    Nicht bekannt Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
    Unter der Anwendung dieses Arzneimittels kann es, insbesondere bei hellhäutigen Personen, durch erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut (Photosensibilisierung) zu sonnenbrandähnlichen Reaktionen der Hautpartien kommen, die starker Sonnenbestrahlung ausgesetzt waren.
    Selten können Magen-Darm-Beschwerden, allergische Reaktionen (z. B. Hautrötung, Hautschwellung, Juckreiz), Müdigkeit oder Unruhe auftreten.

    Gegenmaßnahmen
    Sollten Sie Nebenwirkungen beobachten, so informieren Sie bitte Ihren Arzt, damit er über den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen entscheiden kann.
    Bei den ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion darf dieses Arzneimittel nicht nochmals eingenommen werden.
    Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Welche Wechselwirkungen können auftreten?
  • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
    Wechselwirkungen mit folgenden Arzneimitteln können zu einer Abschwächung der Wirksamkeit dieser Arzneimittel führen:
    - blutgerinnungshemmende Mittel vom Cumarin-Typ (z. B. Phenprocoumon,Warfarin)
    - Ciclosporin
    - Tacrolimus
    - Digoxin
    - Indinavir und andere Proteasehemmstoffe in der Anti-HIV ("AIDS")
  • Behandlung
    - Irinotecan und andere zellwachstumshemmende Medikamente in der Krebsbehandlung
    - Amitriptylin, Nortriptylin
    - Midazolam
    - Theophyllin
    Johanniskraut-haltige Arzneimittel können auch die Verstoffwechselung verschiedener anderer Arzneimittel beeinflussen. Daraus kann sich für die betroffenen Arzneimittel eine verminderte und/oder verkürzte Wirkung ergeben.
    Bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter Wirkstoffe zur Depressionsbehandlung (Nefazodon, Paroxetin, Sertralin) kann deren Wirksamkeit verstärkt sein. In Einzelfällen können unerwünschte Wirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Angst, Ruhelosigkeit, Verwirrtheit verstärkt auftreten.
    Bei Frauen, die hormonelle Empfängnisverhütungsmittel einnehmen bzw. anwenden und gleichzeitig das Arzneimittel einnehmen, können Zwischenblutungen auftreten und die Sicherheit der hormonellen Empfängnisverhütungsmittel ("Pille", Depotspritze, Verhütungspflaster, Verhütungsimplantate, empfängnisverhütender Scheidenring) kann herabgesetzt sein.
    Bei gleichzeitiger Behandlung mit anderen Arzneimitteln, die die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen, ist eine Verstärkung der unerwünschten Wirkungen an der Haut möglich.
    Bei Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken:
    Es sind keine Besonderheiten zu beachten.

Was muss zusätzlich beachtet werden?
  • Vorsichtsmaßnahmen:
    Bei gleichzeitiger Einnahme des Arzneimittels kann die Wirksamkeit von blutgerinnungshemmenden Mitteln vom Cumarin-Typ (Phenprocoumon, Warfarin), Theophyllin und Digoxin abgeschwächt sein. Deshalb kann es notwendig sein, dass die Dosierung dieser Arzneimittel angepasst werden muss.
    Patienten, die das Arzneimittel und gleichzeitig Arzneimittel mit einem dieser Wirkstoffe einnehmen, sollten den Rat ihres behandelnden Arztes einholen.
    Während der Anwendung des Arzneimittels soll eine intensive UV-Bestrahlung (lange Sonnenbäder, Höhensonne, Solarien) vermieden werden.
    Bei Frauen, die hormonelle Empfängnisverhütungsmittel einnehmen bzw. anwenden („Pille", Depotspritze, Verhütungspflaster, Verhütungsimplantate, empfängnisverhütender Scheidenring) und gleichzeitig das Arzneimittel einnehmen, können Zwischenblutungen auftreten und die Sicherheit der "Pille" oder der anderen hormonellen empfängnisverhütenden Maßnahmen kann herabgesetzt sein. Es sollten deshalb zusätzliche empfängnisverhütende Maßnahmen ergriffen werden.
    Kinder
    Zur Anwendung des Arzneimittels bei Kindern liegen keine ausreichenden Untersuchungen vor. Es soll deshalb bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden.
    Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
    Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.
    Aufbewahrung:
    Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Was ist bei einer Schwangerschaft und in der Stillzeit zu beachten:
  • Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
    Das Arzneimittel soll wegen nicht ausreichender Untersuchungen in Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden.





Datum der Produktinformation: 22.04.2012

¹ Zuzahlung + Mehrkosten für gesetzlich Krankenversicherte bei Vorlage eines gültigen Kassenrezeptes
² Mehrkosten für gesetzlich Krankenversicherte mit Zuzahlungsbefreiung bei Vorlage eines gültigen Kassenrezeptes
Haftungsausschluss:

Diese Hinweise zu den Arzneimitteln beruhen auf den vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) anerkannten Fachinformationen der Pharma-Hersteller, geben diese aber nicht vollständig, sondern nur hinsichtlich besonders wichtiger Informationen wieder. Die Hinweise wollen sachlich informieren und stellen keine Empfehlung oder Bewerbung des Medikaments dar.
Für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Hinweise, die wir von Dritten beziehen und zur Anzeige bringen, wird trotz sorgfältigster Bearbeitung keine Haftung übernommen. Die Informationen ersetzen auf keinen Fall die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Zu Risiken und Nebenwirkungen beachten Sie bitte stets die Packungsbeilage (sofern aus arzneimittelrechlichen Gründen vorgeschrieben) und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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