
LACTULOSE RATIOPHARM SIRUP
Informationen zum Produkt
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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Lactulose Ratiopharm Sirup
Der Lactulose Ratiopharm Sirup wird zur natürlichen Behandlung von Verstopfungen und Darmträgheit angewendet. Von einer Verstopfung spricht man im Allgemeinen wenn es seltener als dreimal in der Woche zum Stuhlgang kommt. Bei einer Verstopfung kommt es häufig zu eine harten Stuhlgang, zu Pressen beim Stuhlgang, zum Gefühl einer unvollständigen Entleerung oder zum Gefühl einer Blockierung im Analbereich. Es gibt drei Arten von chronischen Verstopfungen. Zum einen kann es zu einer Verstopfung durch eine mangelhafte Darmentleerung, andererseits durch Veränderungen am Enddarm kommen. Es kann auch vorkommen, dass keine eindeutige körperliche Ursache feststellbar ist. Am häufigsten kommt es zu einer Verstopfung, weil der Darminhalt zu langsam vorwärts bewegt wird, wodurch der Stuhl deutlich härter wird. Der Stuhl verbleibt also länger im Darm, wodurch er immer fester und härter wird.
Der Wirkstoff Lactulose
Der Lactulose Ratiopharm Sirup besteht ausschließlich aus Lactulose. Bei der Lactulose handelt es sich um einen sogenannten Doppelzucker. Dieser Doppelzucker setzt sich aus einem Molekül Schleimzucker und einem Molekül Fruchtzucker zusammen. Durch die Lactulose wird Wasser in den Dickdarm hineingezogen. Durch dieses angezogene Wasser wird der Stuhl deutlich weicher. Im Dickdarm wird die Lactulose zusätzlich durch dort lebende Bakterien zu Milchsäure, Essigsäure, Methan und Wasserstoff zersetzt. Durch die dadurch entstandene Säure wird die Darmaktivität angeregt, wodurch die Ausscheidung zusätzlich gefördert wird. In höheren Dosen kann die Lactulose auch Ammoniak aus dem Arm und den Blut entfernen.
Wirkungsweise des Lactulose Ratiopharm Sirups
Der Lactulose Ratiopharm Sirup eignet sich neben der Behandlung von Verstopfungen auch zur Vorbeugung von Verwirrungszuständen bei Menschen mit schweren Lebererkrankungen. Der Stuhlgang wird in der Regel innerhalb von zwei bis zehn Stunden nach der Einnahme ausgelöst. Der Sirup ist so gut verträglich, dass er auch für Schwangere, Stillende und ältere Menschen sehr gut geeignet ist. Der Sirup ist gleichzeitig in der Lage die Regeneration der Darmflora zu unterstützen, wobei die Resorption von Natrium nicht beeinflusst wird. Da bei einer Erkrankung der Leber der bei der Verdauung entstehende Ammoniak nicht mehr abgebaut werden kann ist es wichtig diesen abzufangen, da er sonst ins Gehirn wandern und dort zu Schäden führen kann. Der Lactulose Ratiopharm Sirup ist in der Lage diesen Ammoniak zu binden und auszuscheiden.
Zusammensetzung:
(Per Klick auf einzelne Bestandteile der Zusammensetzung weitere Produkte ermitteln.)(Die aufgeführte Zusammensetzung bezieht sich auf 5 Milliliter)
Wie wird das Produkt angewendet?
- Dosis wird mit Wasser oder mit warmen Getränken, z. B. Kaffee oder Tee, gemischt oder in Joghurt, Müsli oder Brei eingerührt und zusammen mit diesen Lebensmitteln eingenommen.
Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.
Ist zur erfolgreichen Behandlung einer Verstopfung eine 1-malige Dosis ausreichend, so hat sich eine Einnahme morgens nach dem Frühstück als besonders verträglich erwiesen.
Gesamtdosis des Produkts:
- Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach der Anweisung ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Bedenken Sie auch, dass es nach Einnahme der angegebenen Dosen einer geraumen, oft von Patient zu Patient unterschiedlichen Zeit bedarf, bis sich die erwünschte Wirkung zeigt. So kann die abführende Wirkung bereits nach 2 bis 10 Stunden eintreten, es können aber auch 1 bis 2 Tage bis zum ersten Stuhlgang vergehen, besonders bei noch ungenügender Dosierung.
Dieses Arzneimittel muss je nach Anwendungsgebiet unterschiedlich dosiert werden.
Die hier angegebenen Dosierungen können nur der Orientierung dienen und müssen ggf. verändert werden, um die
gewünschte Wirkung zu erzielen.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
Bei Verstopfung
Erwachsene
1- bis 2-mal täglich 7,5-15 ml (entsprechend 5 bis 10 g Lactulose).
Kinder
1- bis 2-mal täglich 4,5-9 ml (entsprechend 3 bis 6 g Lactulose).
Gerade zu Beginn der Behandlung einer Verstopfung sind häufig größere Dosen dieses Arzneimittels erforderlich.
Im Allgemeinen kann diese etwas höhere Anfangsdosis nach 3 bis 4 Tagen vermindert werden.
Bei portokavaler Encephalopathie, d. h. bei Beeinträchtigung der Hirnfunktion im Rahmen einer Lebererkrankung
Erwachsene
Zu Beginn der Behandlung einer portokavalen Encephalopathie sollten Erwachsene 3- bis 4-mal täglich 7,5-15 ml (entsprechend 5 bis 10 g Lactulose) einnehmen.
Anschließend sollte die Dosis langsam und vorsichtig auf 3- bis 4-mal täglich 30-45 ml (entsprechend 20 bis 30 g) gesteigert werden.
Das Ziel sollte dabei die Entleerung von 2 bis 3 weichen Stühlen pro Tag sein.
Kinder
Für die Anwendung bei Kindern sind keine Angaben vorhanden.
Dauer der Anwendung
Die Behandlungsdauer richtet sich nach der Entwicklung des jeweiligen Krankheitsbildes.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.
Überdosierung
Wurde dieses Arzneimittel in zu großen Mengen eingenommen, können Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle und
Verluste an Wasser und Elektrolyten (vor allem von Kalium und Natrium) auftreten, die gegebenenfalls durch eine medikamentöse Therapie ausgeglichen werden müssen. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn es bei einer Überdosierung zu solchen Beschwerden gekommen ist. Dieser wird dann auch über eventuell einzuleitende Behandlungsmaßnahmen entscheiden.
Vergessene Einnahme
Auch bei richtiger Einnahme der empfohlenen Dosis kann es einige Zeit dauern, bis sich die gewünschte Wirkung einstellt. Sollten Sie zu wenig eingenommen haben, so kann sich die Zeit bis zum Wirkungseintritt verlängern; der Behandlungserfolg kann dann aber auch ganz ausbleiben.
Haben Sie einmal die Einnahme einer Dosis vergessen, fahren Sie bitte mit der Therapie wie empfohlen fort, ohne selbständig die Dosis zu erhöhen! In Zweifelsfällen fragen Sie bitte Ihren Arzt um Rat!
Abbruch der Therapie
Unterbrechen Sie die Behandlung mit diesem Arzneimittel oder beenden Sie die Einnahme vorzeitig, so müssen Sie damit rechnen, dass sich die gewünschte Wirkung nicht einstellt bzw. das Krankheitsbild sich wieder verschlechtert. Nehmen Sie deshalb bitte Rücksprache mit Ihrem Arzt, wenn Sie die Behandlung beenden oder unterbrechen wollen.
Einnahmezeitpunkt des Produkts:
- unabhängig von der Mahlzeit
Wofür wird das Produkt angewendet?
- Dieses Präparat ist ein Abführmittel; Leber- und Darmtherapeutikum.
Es wird angewendet
- bei Verstopfung, die durch ballaststoffreiche Kost und andere allgemeine Maßnahmen nicht ausreichend beeinflusst werden kann
- bei Erkrankungen, die einen erleichterten Stuhlgang erfordern
- zur Vorbeugung und Behandlung bei portokavaler Encephalopathie (d. h. Störungen der Gehirnfunktion infolge chronischer Lebererkrankungen, besonders bei Leberzirrhose)
In welchen Fällen darf das Produkt nicht angewendet werden?
- Dieses Arzneimittel darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Lactulose oder einen der sonstigen Bestandteile sind
- wenn Sie Beschwerden wie Bauchschmerzen, Erbrechen und Fieber haben. Dies können Anzeichen einer ernsten Erkrankung, wie z. B. Darmverschluss (Ileus) oder Entzündungen im Magen-Darm-Bereich sein. Bei solchen Beschwerden sollten Sie unverzüglich ärztlichen Rat suchen.
Welche Nebenwirkungen können im Einzelfall auftreten?
- Wie alle Arzneimittel kann dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
sehr häufig mehr als 1 von 10 Behandelten
häufig weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
gelegentlich weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
selten weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
sehr selten weniger als 1 von 10.000 Behandelten
nicht bekannt Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Stoffwechsel- und Ernährung
Nicht bekannt: Bei langfristiger Einnahme in einer Dosierung, die zu anhaltend dünnen Stühlen führt, muss mit den üblichen, durch Abführmittel bedingten Störungen im Bereich des Wasser- und Elektrolythaushaltes (vermehrte Ausscheidung von Kalium, Natrium und Wasser) sowie deren Folgewirkungen gerechnet werden.
Sehr selten: In der Behandlung von Störungen der Gehirnfunktion infolge chronischer Lebererkrankungen (portokavale Encephalopathie) ist über erhöhte Natriumspiegel im Blut (Hypernatriämie) berichtet worden.
Magen-Darm-Kanal
Sehr häufig: Bei mittlerer Dosierung kommt es zu Beginn der Behandlung zu leichten Bauchschmerzen, Blähsucht und Blähungen. Unter hoher Dosierung können auch Übelkeit, Erbrechen und Durchfall mit Störungen im Elektrolythaushalt auftreten.
Gegenmaßnahmen
Die zu Beginn einer Behandlung mit diesem Arzneimittel möglichen unerwünschten Arzneimittelwirkungen, die sich in leichten Bauchschmerzen und Blähungen zeigen, verschwinden meistens von allein im weiteren Behandlungsverlauf.
Sollte es unter einer - meist hoch dosierten
- Einnahme zu Durchfällen und nachfolgenden Störungen im Wasser- und Elektrolythaushalt kommen, so müssen diese ggf. medikamentös behandelt und ein aufgetretener Mangel an Wasser, Kalium- oder Natriumsalzen ausgeglichen werden. Häufig ist dann auch eine Reduktion der einzunehmenden Menge dieses Arzneimittels erforderlich. Sollten Sie diese unerwünschten Wirkungen bei sich feststellen, informieren Sie bitte Ihren behandelnden Arzt. Dieser wird dann auch entscheiden, ob eine Verringerung oder in seltenen Fällen ein Absetzen der Einnahme erforderlich ist.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.
Welche Wechselwirkungen können auftreten?
- Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Dieses Arzneimittel kann den Kaliumverlust durch andere, gleichzeitig eingenommene Arzneimittel verstärken.
Dazu gehören bestimmte harntreibende Mittel (Diuretika) und Nebennierenrinden-Hormone (Kortikosteroide) und das gegen Pilze eingesetzte Amphotericin B.
Bei Kaliummangel ist die Empfindlichkeit gegenüber herzwirksamen Glykosiden (z. B. Digitoxin) erhöht.
Was muss zusätzlich beachtet werden?
- Bei Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes (Salzverluste) sollte dieses Arzneimittel nicht eingenommen werden.
Leiden Sie bereits längere Zeit unter Verstopfungsbeschwerden, so sollten Sie sich vor Beginn einer Therapie mit diesem Arzneimittel von Ihrem Arzt beraten und untersuchen lassen, denn chronische Störungen bzw. Beeinträchtigungen des Stuhlganges können Anzeichen einer ernsteren Erkrankung sein.
Säuglinge und Kleinkinder
Da bei Säuglingen und Kleinkindern eine vererbte Fructose-Unverträglichkeit möglicherweise noch nicht erkannt wurde, sollten diese Arzneimittel erst nach Rücksprache mit einem Arzt erhalten.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Dieses Arzneimittel hat keine nachteiligen Auswirkungen auf die Wahrnehmung, die Urteilskraft sowie das Reaktionsvermögen.
Lagerungshinweise
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Was ist bei einer Schwangerschaft und in der Stillzeit zu beachten:
- Schädliche Wirkungen bei Einnahme während der Schwangerschaft und Stillzeit sind nicht bekannt. Dieses Arzneimittel kann auch während der Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen werden.
Datum der Produktinformation: 22.04.2012
¹ Zuzahlung + Mehrkosten für gesetzlich Krankenversicherte bei Vorlage eines gültigen Kassenrezeptes
² Mehrkosten für gesetzlich Krankenversicherte mit Zuzahlungsbefreiung bei Vorlage eines gültigen Kassenrezeptes
Haftungsausschluss:
Diese Hinweise zu den Arzneimitteln beruhen auf den vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) anerkannten Fachinformationen der Pharma-Hersteller, geben diese aber nicht vollständig, sondern nur hinsichtlich besonders wichtiger Informationen wieder. Die Hinweise wollen sachlich informieren und stellen keine Empfehlung oder Bewerbung des Medikaments dar.
Für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Hinweise, die wir von Dritten beziehen und zur Anzeige bringen, wird trotz sorgfältigster Bearbeitung keine Haftung übernommen. Die Informationen ersetzen auf keinen Fall die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Zu Risiken und Nebenwirkungen beachten Sie bitte stets die Packungsbeilage (sofern aus arzneimittelrechlichen Gründen vorgeschrieben) und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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Gebrauchsinformation LACTULOSE ratiopharm Sirup