
RIOPAN MAGEN GEL STICK PAC
Informationen zum Produkt
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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Riopan Magen Gel Stick Pack
Das Riopan Magen Gel kann zur Behandlung von Sodbrennen und anderen säurebedingten Magenbeschwerden angewendet werden. Zu Sodbrennen kommt es durch den Rückfluss von aggressiver Magensäure aus dem Magen in die Speiseröhre. Durch die wieder hochsteigende Magensäure kann es zum Beispiel zu Gewebeschädigungen oder Geschwüren kommen. Zum Rückfluss der Magensäure kommt es häufig durch eine Funktionsstörung des Schließmuskels, wobei dieser den Rückfluss nicht ausreichend verhindern kann. Zusätzlich können auch eine Überproduktion an Magensäure oder eine verzögerte Magenentleerung zu Sodbrennen führen. Auch während einer Schwangerschaft, wenn das Kind ab einer gewissen Größe den Magen nach oben drückt, kann es zu einem Rückfluss der Magensäure kommen. Die Beschwerden verschlimmern sich häufig im Liegen, bei einer körperlicher Betätigung, durch Rauch oder durch einen vermehrten Kaffeegenuss.
Der Wirkstoff Magaldrat
Das Riopan Magen Gel enthält unter anderem den wirksamen Inhaltsstoff Magaldrat. Dieser Wirkstoff aus der Gruppe der säurebindenden Mittel ist in der Lage die überschüssige Magensäure zu neutralisieren. Das Magaldrat besteht aus Aluminium- und Magnesiumsalzen. Die Bestandteile des Hydrotalcit sind in ein Schichtgitter eingebaut. Diese Bestandtele werden von der Oberfläche her nach und nach aus dem Schichtgitter herausgelöst und können dann die Magensäure neutralisieren. Durch dieses Schichtgitter kann der pH Wert der Magensäure für einige Zeit im optimalen Bereich gehalten werden. Zusätzlich verfügt der Wirkstoff über ein gutes Bindungsvermögen für schädliche Gallensäuren, welche ansonsten vom Darm in den Magen gelangen würden.
Wirkungsweise der Riopan Magen Gel Stick Packs
Das Riopan Magen Gel ist in der Lage die überschüssige Magensäure schnell und langanhaltend zu neutralisieren. Schon wenige Minuten nach der Einnahme ist spürbar, wie das Sodbrennen deutlich gelindert wird. Die Einnahme sollte in der Regel je nach Bedarf zwei- bis viermal pro Tag erfolgen. Die letzte Einnahme sollte kurz vor dem Schlafengehen erfolgen, um eine ungestörte Nachtruhe zu ermöglichen. Gleichzeitig wird die Produktion von schützendem Magenschleim angeregt, der Magen gestärkt und die Selbstheilung gefördert. Da es durch zu viel Magensäure auch zur Bildung von Geschwüren kommen kann, kann das Präparat das Entstehungsrisiko deutlich senken. Das Riopan Magen Gel lindert in den meisten Fällen die unangenehmen Symptome, wie saures Aufstoßen oder Schmerzen wenige Minuten nach der Einnahme.
Zusammensetzung:
(Per Klick auf einzelne Bestandteile der Zusammensetzung weitere Produkte ermitteln.)(Die aufgeführte Zusammensetzung bezieht sich auf 10 Milliliter 1 Beutel)
Wie wird das Produkt angewendet?
- Zum Einnehmen
Gel kann unverdünnt oder mit Flüssigkeit eingenommen werden.
Gesamtdosis des Produkts:
- Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Bei Bedarf mehrmals täglich 1 Beutel (entspr. 1600 mg Magaldrat) einnehmen.
Eine Tagesdosis von 4 Beuteln (entspr. 6400 mg Magaldrat) sollte nicht überschritten werden.
Behandlungsdauer:
Nehmen Sie das Arzneimittel ohne ärztlichen Rat nicht länger als 14 Tage ein.
Überdosierung:
Wenn Sie eine größere Menge des Arzneimittels eingenommen haben, als Sie sollten: Vergiftungen durch das Arzneimittel sind aufgrund der geringen Aufnahme des Arzneistoffs in das Blut unwahrscheinlich.
Bei Überdosierung kann es zu Änderungen des Stuhlverhaltens wie Stuhlerweichung und Zunahme der Stuhlhäufigkeit kommen.
Besondere Maßnahmen sind hier im Allgemeinen nicht erforderlich.
Vergessene Einnahme:
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Einnahmezeitpunkt des Produkts:
- bei Auftreten von Beschwerden
Wofür wird das Produkt angewendet?
- Mittel zur Bindung überschüssiger Magensäure
Das Arzneimittel wird angewendet zur Behandlung von Symptomen der Erkrankungen, bei denen Magensäure gebunden werden soll:
- Sodbrennen und säurebedingte Magenbeschwerden
- Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre
Bei Verdacht auf ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür sollte eine Untersuchung auf H. pylori - und im Falle des Nachweises
- eine anerkannte antibakterielle Kombinationstherapie erwogen werden, da in der Regel bei erfolgreicher Anwendung einer derartigen Therapie auch die Ulkuskrankheit ausheilt.
In welchen Fällen darf das Produkt nicht angewendet werden?
- Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden, wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Magaldrat oder einem der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind.
Welche Nebenwirkungen können im Einzelfall auftreten?
- Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
Sehr häufig: Mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig: Weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich: Weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 Behandelten
Selten: Weniger als 1 von 1.000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
Sehr selten: Weniger als 1 von 10.000 Behandelten oder unbekannt
Magen-Darm-Bereich:
Sehr häufig treten weiche Stühle auf.
Sehr selten werden Durchfälle beobachtet.
Bei ungenügender Nierenleistung oder bei langfristiger Einnahme hoher Dosen kann die Einnahme einen erhöhten Magnesium- und Aluminiumgehalt des Blutes verursachen. Es kann zur Aluminiumeinlagerung vor allem in das Nerven- und Knochengewebe und zur Phosphatverarmung kommen.
Welche Wechselwirkungen können auftreten?
- Die Aufnahme und damit auch die Wirkung von anderen Arzneimitteln kann durch dieses Arzneimittel vermindert werden. Deswegen sollte die Einnahme anderer Arzneimittel 2 Stunden vor oder nach der Einnahme von diesem Arzneimittel erfolgen.
Insbesondere sind diese Wechselwirkungen bei bestimmten Antibiotika (Arzneimittel gegen Infektionskrankheiten, z. B. Tetracyclinen, Ciprofloxacin, Ofloxacin und Norfloxacin) zu beachten, so dass während einer Therapie mit diesen Antibiotika eine Einnahme des Arzneimittels nicht empfohlen werden kann.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken:
Die gleichzeitige Einnahme mit säurehaltigen Getränken (z. B. Obstsäfte, Wein) führt zu einer unerwünschten Steigerung der Aluminiumaufnahme aus dem Darm. Auch Brausetabletten enthalten Fruchtsäuren, die die Aluminiumresorption steigern können.
Was muss zusätzlich beachtet werden?
- Besondere Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich, wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist oder bei langfristigem Gebrauch.
In diesen Fällen dürfen Sie das Arzneimittel nur unter regelmäßiger ärztlicher Kontrolle bestimmter Blutwerte (Aluminium) einnehmen.
Länger anhaltende und wiederkehrende Magenbeschwerden können Zeichen einer ernsthaften Erkrankung sein, wie z. B. ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür. Eine Behandlung sollte daher ohne ärztliche Untersuchung nicht länger als 14 Tage dauern.
Bei Auftreten von Teerstuhl, Blutbeimengungen im Stuhl oder Erbrechen von Blut ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen.
Kinder:
Geben Sie dieses Arzneimittel nicht an Kinder unter 12 Jahren, da in dieser Altersgruppe keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.
Verkehrstüchtigkeit, Bedienen von Maschinen und Arbeiten ohne sicheren Halt:
Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Was ist bei einer Schwangerschaft und in der Stillzeit zu beachten:
- Schwangerschaft:
Das Nutzen-Risiko-Verhältnis sollte vor der Einnahme von aluminiumhaltigen Antacida während der Schwangerschaft sorgfältig abgewogen werden.
Das Arzneimittel soll in der Schwangerschaft nur kurzfristig angewendet werden, um eine Aluminiumbelastung des Kindes zu vermeiden.
Stillzeit:
Aluminiumverbindungen gehen in die Muttermilch über. Ein Risiko für das Neugeborene ist nicht anzunehmen, da nur sehr geringe Mengen aufgenommen werden.
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Datum der Produktinformation: 22.04.2012
¹ Zuzahlung + Mehrkosten für gesetzlich Krankenversicherte bei Vorlage eines gültigen Kassenrezeptes
² Mehrkosten für gesetzlich Krankenversicherte mit Zuzahlungsbefreiung bei Vorlage eines gültigen Kassenrezeptes
Haftungsausschluss:
Diese Hinweise zu den Arzneimitteln beruhen auf den vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) anerkannten Fachinformationen der Pharma-Hersteller, geben diese aber nicht vollständig, sondern nur hinsichtlich besonders wichtiger Informationen wieder. Die Hinweise wollen sachlich informieren und stellen keine Empfehlung oder Bewerbung des Medikaments dar.
Für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Hinweise, die wir von Dritten beziehen und zur Anzeige bringen, wird trotz sorgfältigster Bearbeitung keine Haftung übernommen. Die Informationen ersetzen auf keinen Fall die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Zu Risiken und Nebenwirkungen beachten Sie bitte stets die Packungsbeilage (sofern aus arzneimittelrechlichen Gründen vorgeschrieben) und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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Gebrauchsinformation RIOPAN Magen Gel Stick-Pack