AP = apothekenpflichtig VOMEX A DRAGEES N
Informationen zum Produkt
Artikel-Nr.: 4274616
Anbieter: ASTELLAS PHARMA GMBH
Inhalt: 20 St / N1
Darr.: Überzogene Tabletten
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Vomex A Dragees N


Die Vomex A Dragees N werden zur schnellen und zuverlässigen Behandlung von Übelkeit und Erbrechen angewendet. Bei einer Übelkeit handelt es sich um eine Befindlichkeitsstörung, welche sich durch ein flaues Gefühl in der Magengegend bemerkbar macht. Übelkeit kann sowohl eine Schutzfunktion nach der Aufnahme von Schadstoffen als auch ein Symptom einer anderen Erkrankung sein. Zu Übelkeit kann es durch das zentrale oder das vegetative Nervensystem kommen. Bei einer länger anhaltenden Übelkeit wird durch das Brechzentrum im verlängerten Rückenmark das Erbrechen ausgelöst. Zum Erbrechen kommt es, wenn sich der Magen, die Bauchmuskulatur und das Zwergfell unwillkürlich zusammenziehen und so den Nahrungsbrei wieder aus dem Mund herausdrücken. Bei vielen Verdauungsstörungen oder anderen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes kommt es begleitend zu Übelkeit oder Erbrechen. Aber auch andere Erkrankungen, wie zum Beispiel Migräne können Übelkeit und Erbrechen auslösen.

Der Wirkstoff Dimenhydrinat


Die Vomex A Dragees N enthalten den Wirkstoff Dimenhydrinat. Beim Dimenhydrinat handelt es sich um einen Wirkstoff aus der Gruppe der H1 Antihistaminika. Der Wirkstoff ist in der Lage Übelkeit und Erbrechen zu lindern und einer Reisekrankheit vorzubeugen. Das Dimenhydrinat ist eigentlich eine Kombination aus zwei verschiedenen Wirkstoffen. Der Wirkstoff tritt in Konkurrenz mit dem körpereigenen Botenstoff Histamin. Der Botenstoff hängt sich normalerweise an die H1 Rezeptoren im Körper. Bei einem Überschuss an Histamin im Körper kann es im Gehirn zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Dadurch, dass das Dimenhydrinat sich an die H1 Rezeptoren Bindet, wird einem Überschuss an Histamin entgegengewirkt.

Wirkungsweise der Vomex A Dragees N


Die Vomex A Dragees N sind in der Lage schnell und zuverlässig Übelkeit und Erbrechen zu mindern. Etwa 30 bis 60 Minuten nach der Einnahme der Dragees kommt es zu einer Besserung der Beschwerden, wobei die Wirkung über einen Zeitraum von drei bis sechs Stunden anhalten kann. Die Wirkung setzt direkt im Brechzentrum im Gehirn an, so dass die benachbarten Zentren für Kreislauf und Atmung nicht beeinflusst werden. Kurz nach der Einnahme kommt es gleichzeitig zu einer Beruhigung der Magen- und Darmbewegung. Frühzeitig eingenommen, zum Beispiel vor einer Flugreise können die Dragees ein Auftreten von Reiseübelkeit verhindern. Die Vomex A Dragees N können die Entstehung von Übelkeit und Erbrechen unterdrücken.

Zusammensetzung:

Wie wird das Produkt angewendet?
  • Die Dragees sollen unzerkaut und mit reichlich Flüssigkeit eingenommen werden.
    Zur Prophylaxe der Reisekrankheit erfolgt die erstmalige Gabe ca. 1/2 – 1 Stunde vor Reisebeginn.
    Zur Therapie von Übelkeit und Erbrechen werden die Gaben in regelmäßigen Abständen über den Tag verteilt.

Gesamtdosis des Produkts:
  • Die Dosierung von Dimenhydrinat soll sich am Körpergewicht der Patienten orientieren. Bei kleinen und leichten Jugendlichen kann schon eine einmalige Gabe der niedrigsten Dosierung in der jeweils zutreffenden Gewichts- und Altersklasse zur Linderung der Beschwerden ausreichen.
    Wenn vom Arzt nicht anders verordnet, sollten dabei Tagesdosen von 5 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht nicht überschritten werden. Das bedeutet, dass Kinder mit einem Körpergewicht unter 30 kg im Allgemeinen nicht mehr als 2 Dragees am Tag erhalten sollten.
    Im Allgemeinen beträgt die Dosierung für
    Erwachsene und Jugendliche über 14 Jahre: 1 – 4 mal täglich 1 – 2 Dragees (entsprechend 50 – 400 mg Dimenhydrinat täglich), jedoch nicht mehr als 400 mg Dimenhydrinat pro Tag.
    Kinder von 6 bis 14 Jahre: 1 – 3 mal täglich 1 Dragee (entsprechend 50 – 150 mg Dimenhydrinat täglich), jedoch nicht mehr als 150 mg Dimenhydrinat pro Tag.
    Für Kinder bis zu 6 Jahren stehen spezielle niedriger dosierte Darreichungsformen zur Verfügung.



    Behandlungsdauer:
    Arzneimittel ist, wenn vom Arzt nicht anders verordnet, nur zur kurzzeitigen Anwendung vorgesehen. Bei anhaltenden Beschwerden sollte deshalb ein Arzt aufgesucht werden. Spätestens nach 2-wöchiger Behandlung sollte von Ihrem Arzt geprüft werden, ob eine Behandlung weiterhin erforderlich ist.
    Überdosierung:
    Vergiftungen mit Dimenhydrinat, dem Wirkstoff, können lebens bedrohlich sein. Kinder sind besonders gefährdet.
    Im Falle einer Überdosierung oder Vergiftung ist in jedem Fall unverzüglich ein Arzt (Vergiftungsnotruf z. B.) um Rat zu fragen.
    Eine Überdosierung ist in erster Linie durch eine Bewusstseinstrübung gekennzeichnet, die von starker Schläfrigkeit bis zu Bewusstlosigkeit reichen kann. Daneben werden folgende Zeichen beobachtet: Pupillenerweiterung, Sehstörungen, beschleunigte Herztätigkeit, Fieber, heiße, gerötete Haut und trockene Schleimhäute, Verstopfung, Erregungszustände, gesteigerte Reflexe und Wahnvorstellungen. Außerdem sind Krämpfe und Atemstörungen möglich, die nach hohen Dosen bis hin zu Atemlähmung und Herz-Kreislauf-Stillstand führen können. Die Beurteilung des Schweregrades der Vergiftung und die Festlegung der erforderlichen Maßnahmen erfolgt durch den Arzt.
    Vergessene Anwendung:
    Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern setzen Sie die Anwendung wie von Ihrem Arzt verordnet fort.
    Behandlungsabbruch:
    Bitte unterbrechen oder beenden Sie die Anwendung nicht, ohne mit Ihrem Arzt zuvor darüber zu sprechen. Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.



Einnahmezeitpunkt des Produkts:
  • verteilt über den Tag

Wofür wird das Produkt angewendet?
  • Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen aus der Gruppe der H1-Antihistaminika. Wird angewendet zur Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen unterschiedlichen Ursprungs, insbesondere bei Reisekrankheit.
    Hinweis:
    Dimenhydrinat ist zur alleinigen Behandlung von Übelkeit und Erbrechen im Gefolge einer medikamentösen Krebsbehandlung (Zytostatika-Therapie) nicht geeignet.


In welchen Fällen darf das Produkt nicht angewendet werden?
  • Darf nicht angewendet werden bei:
    - Uberempfindlichkeit gegenüber Dimenhydrinat, anderen Antihistaminika bzw. einem anderen Bestandteil des Arzneimittels,
    - akutem Asthma-Anfall,
    - grünem Star (Engwinkelglaukom),
    - Nebennieren-Tumor (Phäochromozytom),
    - Störung der Produktion des Blutfarbstoffs (Porphyrie),
    - Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostatahyperplasie) mit Restharnbildung,
    - Krampfanfällen (Epilepsie, Eklampsie).

Welche Nebenwirkungen können im Einzelfall auftreten?
  • Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind:
    In Abhängigkeit von der individuellen Empfindlichkeit und der angewendeten Dosis kommt es sehr häufig
  • insbesondere zu Beginn der Behandlung
  • zu folgenden Nebenwirkungen: Schläfrigkeit, Benommenheit, Schwindelgefühl und Muskelschwäche. Diese Nebenwirkungen können auch noch am folgenden Tage zu Beeinträchtigungen führen. Häufig können als so genannte "anticholinerge" Begleiterscheinungen Mundtrockenheit, Erhöhung der Herzschlagfolge (Tachykardie), Gefühl einer verstopften Nase, Sehstörungen, Erhöhung des Augeninnendruckes und Störungen beim Wasserlassen auftreten.
    Auch Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Übelkeit, Schmerzen im Bereich des Magens, Erbrechen, Verstopfung oder Durchfall) und Stimmungsschwankungen wurden beobachtet. Ferner besteht, insbesondere bei Kindern, die Möglichkeit des Auftretens so genannter "paradoxer Reaktionen" wie Unruhe, Erregung, Schlaflosigkeit, Angstzustände oder Zittern.
    Außerdem ist über allergische Hautreaktionen und Lichtempfindlichkeit der Haut (direkte Sonneneinstrahlung meiden!) und Leberfunktionsstörungen (cholestatischer Ikterus) berichtet worden.
    Blutzellschäden können in Ausnahmefällen vorkommen.
    Andere mögliche Nebenwirkungen:
    Bei einer längeren Behandlung mit Dimenhydrinat ist die Entwicklung einer Medikamentenabhängigkeit nicht auszuschließen. Aus diesem Grunde sollte das Arzneimittel nach Möglichkeit nur kurz angewendet werden. Nach längerfristiger täglicher Anwendung können durch plötzliches Beenden der Behandlung vorübergehend Schlafstörungen auftreten. Deshalb sollte in diesen Fällen die Behandlung durch schrittweise Verringerung der Dosis beendet werden.
    Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.


Welche Wechselwirkungen können auftreten?
  • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
    Bei gleichzeitiger Anwendung mit anderen zentral dämpfenden Arzneimitteln (Arzneimitteln, die die Psyche beeinflussen, Schlaf-, Beruhigungs-, Schmerz-und Narkosemittel) kann es zu einer gegenseitigen Verstärkung der Wirkungen kommen. Die "anticholinerge" Wirkung des Arzneimittels kann durch die gleichzeitige Gabe von anderen Stoffen mit anticholinergen Wirkungen (z. B. Atropin, Biperiden oder bestimmte Mittel gegen Depressionen [trizyklische Antidepressiva]) in nicht vorhersehbarer Weise verstärkt werden. Bei gleichzeitiger Gabe mit so genannten Monoamin-oxidase-Hemmern (Arzneimitteln, die ebenfalls zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden) kann sich u. U. eine lebensbedrohliche Darmlähmung, Harnverhalten oder eine Erhöhung des Augeninnendruckes entwickeln. Außerdem kann es zum Abfall des Blutdruckes und zu einer verstärkten Funktionseinschränkung des Zentralnervensystems und der Atmung kommen. Deshalb darf das Arzneimittel nicht gleichzeitig mit Hemmstoffen der Monoaminoxidase angewendet werden.
    Die gleichzeitige Anwendung mit Arzneimitteln, die
    - ebenfalls das so genannte QT-Intervall im EKG verlängern, z. B. Mittel gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika Klasse IA oder III9, bestimmte Antibiotika
    (z. B. Erythromycin), Cisaprid, Malaria-Mittel, Mittel gegen Allergien bzw. Magen-/Darm-geschwüre (Antihistaminika) oder Mittel zur Behandlung spezieller geistig-seelischer Erkrankungen (Neuroleptika), oder
    - zu einem Kaliummangel führen können (z. B. bestimmte harntreibende Mittel)
    ist zu vermeiden.
    Die Anwendung zusammen mit Arzneimitteln gegen erhöhten Blutdruck kann zu verstärkter Müdigkeit führen. Der Arzt sollte vor der Durchführung von Allergie-Tests über die Anwendung informiert werden, da falschnegative Testergebnisse möglich sind. Weiterhin ist zu beachten, dass durch das Arzneimittel die während einer Behandlung mit bestimmten Antibiotika (Aminoglykosiden) eventuell auftretende Gehörschädigung u. U. verdeckt werden kann. Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.
    Anwendung zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken:
    Während der Behandlung sollte kein Alkohol getrunken werden, da durch Alkohol die Wirkung in nicht vorhersehbarer Weise verändert und verstärkt werden kann. Auch die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, wird dadurch weiter beeinträchtigt.


Was muss zusätzlich beachtet werden?
  • Besondere Vorsicht bei der Anwendung ist erforderlich bei:
    - eingeschränkter Leberfunktion,
    - Herzrhythmusstörungen (z. B. Herzjagen),
    - Kalium- oder Magnesiummangel,
    - verlangsamtem Herzschlag (Bradykardie),
    - bestimmten Herzerkrankungen (angeborenes QT-Syndrom oder andere klinisch bedeutsame Herzschäden, insbesondere Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße, Erregungsleitungsstörungen, Arrhythmien),
    - gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die ebenfalls das so genannte QT-Intervall im EKG verlängern oder zu einer Hypokaliä-mie führen,
    - chronischen Atembeschwerden und Asthma,
    - Verengung am Ausgang des Magens
    Das Arzneimittel darf in diesen Fällen nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden.


    Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
    Schläfrigkeit, Gedächtnisstörungen und verminderte Konzentrationsfähigkeit können sich nachteilig auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Arbeiten mit Maschinen auswirken. Dies gilt in besonderem Maße nach unzureichender Schlafdauer, bei Behandlungsbeginn und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol
    Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.




Was ist bei einer Schwangerschaft und in der Stillzeit zu beachten:
  • Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
    Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen. Dimenhydrinat, der Wirkstoff, kann zur Auslösung vorzeitiger Wehen führen. Die Sicherheit einer Anwendung in der Schwangerschaft ist nicht belegt. Ein Risiko ist für Dimenhydrinat aufgrund klinischer Daten nicht auszuschließen. Sie dürfen das Arzneimittel nur nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt anwenden und nur wenn dieser eine Anwendung für unbedingt erforderlich hält.
    Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie stillen. Dimenhydrinat geht in die Muttermilch über. Die Sicherheit einer Anwendung in der Stillzeit ist nicht belegt. Da unerwünschte Wirkungen, wie erhöhte Unruhe, auf das gestillte Kind nicht auszuschließen sind, sollen Sie das Arzneimittel entweder in der Stillzeit nicht anwenden oder in der Zeit der Anwendung abstillen.






Datum der Produktinformation: 23.05.2012

¹ Zuzahlung + Mehrkosten für gesetzlich Krankenversicherte bei Vorlage eines gültigen Kassenrezeptes
² Mehrkosten für gesetzlich Krankenversicherte mit Zuzahlungsbefreiung bei Vorlage eines gültigen Kassenrezeptes
Haftungsausschluss:

Diese Hinweise zu den Arzneimitteln beruhen auf den vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) anerkannten Fachinformationen der Pharma-Hersteller, geben diese aber nicht vollständig, sondern nur hinsichtlich besonders wichtiger Informationen wieder. Die Hinweise wollen sachlich informieren und stellen keine Empfehlung oder Bewerbung des Medikaments dar.
Für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Hinweise, die wir von Dritten beziehen und zur Anzeige bringen, wird trotz sorgfältigster Bearbeitung keine Haftung übernommen. Die Informationen ersetzen auf keinen Fall die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Zu Risiken und Nebenwirkungen beachten Sie bitte stets die Packungsbeilage (sofern aus arzneimittelrechlichen Gründen vorgeschrieben) und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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