Besenreiser entfernen Was hilft, um Besenreiser loszuwerden? Wie kann man Besenreisern vorbeugen? Hier finden Sie die besten Behandlungsmöglichkeiten, Hausmittel und Tipps gegen Besenreiser.mittel

Besenreiser

Von weitem sehen sie aus wie blaue Flecke, bei der näheren Betrachtung erkennt man an den blau-rötlichen Verästelungen, dass es sich um feine Äderchen handelt, die durch die Haut schimmern: Besenreiser sind weit verbreitet und fast jede zweite Frau leidet unter Venenproblemen wie diesem. Auch Männer sind von Gefäßerkrankungen betroffen, allerdings bei weitem nicht so häufig wie Frauen.

Es ist meist ein ganz natürlicher Prozess, der diese Äderchen zum Vorschein bringt: Im Laufe des Lebens verlieren die Venen an Spannkraft und Besenreiser, Krampfadern oder eine Venenschwäche können so entstehen. Leiden auch Sie unter blau oder violett schimmernden Verästelungen unter der Haut? Bei Juvalis finden Sie alles Wissenswerte über die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von Besenreisern. Wir geben Ihnen hilfreiche Tipps zur Prävention sowie zu den besten Hausmitteln im Kampf gegen Besenreiser.

Was sind Besenreiser?

Mit einem Durchmesser von bis zu 1 mm sind Besenreiser die Miniaturausgabe von Krampfadern. Auch als retikuläre Varizen bezeichnet, handelt es sich um kleine, erweiterte Venen, deren violett oder bläulich gefärbten Verästelungen durch die Haut schimmern. Das Adjektiv “retikular” leitet sich vom Lateinischen Wort reticularis ab und bedeutet “netzförmig”. Besenreiser sind somit eine Form von Krampfadern. Auch Begriffe wie Besenreiservarizen oder Besenreiservarikosis stehen für diese Form der Krampfadern.

Volkskrankheit Venenleiden

Venenleiden gelten mittlerweile als eine Art Volkskrankheit: Mehr als die Hälfte aller Europäer leidet an einer Erkrankung der Venen. So sind bei knapp 70 Prozent der Bevölkerung Besenreiser oder Krampfadern nachweisbar. Es ist die Lebensweise unserer modernen Gesellschaft, die dazu beiträgt, dass solche Venenleiden immer früher auftreten.

Ursachen dafür sind Bewegungsmangel, langes Stehen und überwiegend sitzende Tätigkeiten, die dazu führen, dass Beinmuskulatur und Venenpumpe nicht mehr ausreichend arbeiten. Als Folge werden die Venen nicht mehr ausreichend stark stimuliert und können nicht kraftvoll genug pumpen. Auch erhöhte Belastungen des Körpers, beispielsweise durch Tätigkeiten, die mit schwerem Heben einhergehen, können Venenleiden fördern.

Wie sehen Besenreiser aus und wo treten sie auf?

Besenreiser können an jeder Stelle am Bein vorkommen. Besonders häufig sind sie jedoch an der äußeren Seite der Unter- und Oberschenkel sowie im Innenbereich des Knies zu finden. Besenreiser können bläulich oder rötlich bis violett aussehen und punktförmig, strichförmig, fächerförmig oder sternförmig auftreten. Sie können sowohl vereinzelt oder in Nestern vorkommen.

In besonders schlimmen Fällen, können sie sogar eine große Fläche des Beins einnehmen. Ausgehend von feinen Venenästen in der oberen Hautschicht, handelt es sich bei den meist sternchen- oder zweigförmig angeordneten Gebilden in erster Linie um ein kosmetisches Problem. Besenreiser können alleine oder auch in Verbindung mit größeren Krampfadern auftreten.

Was sind Krampfadern?

Krampfadern sind stellenweise knotenförmig erweiterte und meist geschlängelte Venen, die in der Regel leicht bläulich schimmernd an den Beinen auftreten. Es handelt sich um eine Gefäßkrankheit, die sich in dauerhaft erweiterten und unregelmäßig geschlängelten Venen äußert. Bilden sich viele Krampfadern, sprechen Mediziner von einem Krampfader- oder Venenleiden, bzw. einer Varikose.

Neben den kosmetischen Aspekten von Krampfadern die viele Betroffene beklagen, stellt diese Gefäßkrankheit zudem ein medizinisches Risiko dar. Ein unangenehmes Spannungsgefühl und ein Anschwellen der Beine sind keine Seltenheit. Hinzu kommen bleibende Hautveränderungen mit zum Teil hartnäckigen Geschwüren und in einigen Fällen ist auch eine Venenthrombose die Folge von Krampfadern.

Symptome von Besenreisern

Besenreiser sind in erster Linie ein kosmetisches Problem, das viele Betroffene wegen der unschönen Optik belastet. Aber auch diese kleinen Krampfadern können bereits medizinische Probleme hervorrufen. Patienten mit Besenreisern klagen häufig über ein Schwere- und Spannungsgefühl in den Beinen. Auch Krämpfe, ruhelose Beine und Juckreiz werden mit Besenreisern in Verbindung gebracht. Es muss allerdings darauf hingewiesen werden, dass es auch bei Menschen ohne Besenreisern zu einem oder mehrerer dieser Symptome kommen kann.

In seltenen Fällen können Besenreiser auch großflächig auf dem Körper auftreten. Dann kann es durchaus vorkommen, dass es an der betreffenden Hautstelle zu Überwärmung und leichten Schmerzen kommt. Trotzdem gelten Besenreiser, im Gegensatz zu Formen von Krampfadern, als unbedenklich und müssen aus rein medizinischer Sicht nicht entfernt werden. Sollten Sie aber unter Folgebeschwerden oder der Optik leiden, sollten Sie über eine Maßnahme zur Entfernung und zur Vermeidung von Besenreisern nachdenken.

Wie entstehen Besenreiser?

Das problematische an Besenreisern ist, dass nahezu jeder sie im Laufe seines Lebens bekommen kann: Egal ob die Person dick oder dünn, sportlich oder träge ist – Besenreiser können prinzipiell jeden treffen und haben die gleichen Ursachen wie Krampfadern an den größeren Venen: Zunehmendes Alter, Bewegungsmangel, Stehberufe, Übergewicht und Rauchen können die Entstehung von Besenreisern begünstigen bzw. die Beschwerden verschlimmern. Da auch hormonelle Umstellungen (bei Schwangerschaften, in den Wechseljahren) und Hormonpräparate wie die Antibabypille Besenreiser verursachen können, leiden Frauen häufiger unter dieser Variante der Krampfadern.

Da die meisten Besenreiser eine sogenannte Nährvene besitzen, also von einer etwas größeren und tiefer liegenden Vene mit Blut versorgt werden, ist es bei der Behandlung wichtig, eben diese Nährvene mit einzubeziehen. Geschieht dies nicht, fließt immer wieder Blut aus der Nährvene in die Besenreiser und lang anhaltende Erfolge einer vorgenommenen Therapie bleiben aus oder sind nicht von Dauer.

Die Venen in unseren Beinen müssen täglich viel leisten: Bis zu 7.000 Liter Blut werden Tag für Tag über sie durch unseren Körper gepumpt. Unterstützt werden sie bei ihrer Arbeit von der sogenannten Muskelpumpe der Beinmuskulatur. In einer gesunden Vene wirken die sogenannten Venenklappen dabei wie ein Ventil. Sie sorgen dafür, dass das Blut nur in eine Richtung fließen kann: vom Bein in Richtung Herz.

Funktioniert dieser Mechanismus nicht mehr richtig, beispielsweise aufgrund einer Bindegewebsschwäche oder mangelnder Bewegung, wird das Blut nicht mehr richtig transportiert, sackt gegen die Strömungsrichtung zurück und staut sich in den Beinvenen. Hier spricht man von einer Venenschwäche. Erste Anzeichen hierfür können schwere oder geschwollene Beine, Besenreiser am Innenknöchel oder auch Krampfadern sein.

Ebenso wie große Krampfadern besitzen auch Besenreiser Venenklappen. Diese sind besonders klein und werden daher als Mikro-Venenklappen bezeichnet. Experten sind sich noch uneinig darüber, wie Besenreiser tatsächlich entstehen. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass undichte Venenklappen auch hier – wie bei den großen Krampfadern – eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Besenreisern spielen.

Besenreiservarizen als erbliche Veranlagung

Für Besenreiservarizen gibt es eine erbliche Veranlagung: Eine ausgeprägte Bindegewebsschwäche ist in den meisten Fällen genetisch bedingt und bei Frauen wie Männern stark verbreitet. Erfahrungsgemäß gilt: Leidet eines Ihrer Elternteile – oder sogar beide – unter einem schwachen Bindegewebe, erhöht sich auch für Sie die Wahrscheinlichkeit dieser Schwäche.

Eine solche Bindegewebsschwäche kann zur Folge haben, dass die Gefäßwände mancher feiner Beinvenen dem Blutstrom nicht genug Widerstand entgegensetzen. Die winzigen Gefäße dehnen und erweitern sich. Die Äderchen, die direkt unter der Hautoberfläche liegen, nehmen die für Besenreiser typische Farbe und Form an, wobei größere meist bläulich, die sehr feinen Ausläufer hingegen eher rötlich gefärbt sind. Im Laufe des Lebens führt die Bindegewebsschwäche dazu, dass die Venenwände vor allem an den Beinen an Spannkraft verlieren und ausleiern.

Besenreiser in der Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft schwächt das Bindegewebe meist zusätzlich. Während dieser Zeit erreichen die Hormonwerte einer Frau ihren Höchststand. Muskeln und Bindegewebe lockern sich, um dem wachsenden Baby Platz zu schaffen. Venenwände werden nachgiebiger und es fließt vermehrt Blut durch die Gefäße. All diese Faktoren können die Venen schwächen. Bei Schwangeren und jungen Müttern sind Krampfadern daher weit verbreitet.

Treten Krampfadern und Besenreiser während der Schwangerschaft zum ersten Mal auf, können sich diese nach der Schwangerschaft wieder ganz oder teilweise zurückbilden. Eine Gewähr dafür gibt es allerdings nicht. Beschwerden können in dieser Zeit mit Kompressionsstrümpfen gebessert werden. Prinzipiell erhöht sich mit jeder Schwangerschaft die Wahrscheinlichkeit, dass dauerhafte Krampfadern und Besenreiser entstehen.

Hilfsmittel gegen Besenreiser

Obwohl Besenreiser in unserer modernen Gesellschaft immer weiter verbreitet sind und häufiger auftreten, sind sie ein altbekanntes Phänomen. Neben ausreichender und regelmäßiger Bewegung und einer gesunden Ernährung gibt es eine Vielzahl an Hausmitteln und Behandlungsmethoden – deren Wirksamkeit teilweise seit Generationen bekannt ist –, um die unschönen Äderchen unter der Haut verblassen zu lassen.

Es muss außerdem nicht immer Chemie im Spiel sein, um diese Beschwerden effektiv zu behandeln. Eine ganze Reihe natürlicher Methoden hilft Ihnen dabei, Besenreiser wirkungsvoll zu beseitigen. Wir zeigen Ihnen folgend die hilfreichsten Tipps und praktischsten Therapien gegen Besenreiser.

Besenreiser entfernen mit einer Kompressionstherapie

Die Kompressionstherapie gilt als Basistherapie bei der Behandlung von Besenreisern und Krampfadern. Sie wird allein oder in Kombination mit anderen Therapien mit dem Ziel angewendet, erkrankte Venen zu verschließen. Diese Behandlungsform kann zur Linderung der Symptome beitragen, allerdings Besenreiser und Krampfadern nicht entfernen.

Mit dem Prinzip des Zusammenpressens werden Venen durch Kompressionsstrümpfe oder Wickelverbände gestaucht und wieder in ihre ursprüngliche Form gebracht. Die Behandlung besteht darin, die betroffenen Venen mit einem Verband oder Kompressionsstrumpf so zusammenzudrücken, dass das Blut schneller abfließen kann. Die Venenklappen berühren sich wieder und das Blut kann nicht mehr zurücklaufen. Auf diese Weise wird der Transport des Blutes zum Herzen unterstützt und Schwellungen sowie Schmerzen in den Beinen verringert.

Besenreiser entfernen durch Hydrotherapie

Wasseranwendungen sind eine ganz einfache und bewährte Methode zur Behandlung von Besenreisern. Kühle Fußbäder, Tauchbecken oder kalte Wickel helfen gut gegen geschwollene, müde Beine und können – wenn sie regelmäßig durchgeführt werden – der Entstehung neuer Besenreiser vorbeugen. Wassergüsse steigern die Durchblutung und sorgen dafür, dass die Venen auf diese Weise entstaut werden.

Besonders kalte Knie- und Schenkelgüsse sind bei der Behandlung von Besenreisern empfehlenswert. Innerhalb weniger Sekunden wird nicht nur die Durchblutung der Beine aktiviert, sondern der gesamte Kreislauf angeregt. Auch Wassertreten nach Kneipp hilft dabei, Besenreiser zu lindern und ihnen vorzubeugen.

Bei allen Venenleiden gilt: Lieber Kälte als Wärme. Wenn Sie unter Besenreisern leiden, sollte Sie deshalb lieber auf Sonnenbäder und Saunagänge verzichten, denn die hohen Temperaturen erweitern die Blutgefäße und begünstigen das Venenleiden.

Besenreiser entfernen mit Kartoffeln und Tomaten

Kartoffeln und Tomaten enthalten sogenanntes Alkaloid Solanin. Dieser Inhaltsstoff steuert den Reifeprozess der Pflanzen und hat eigentlich eine giftige Wirkung auf den Menschen. Deshalb wird von dem Verzehr unreifer Tomaten und keimender Kartoffeln strengstens abgeraten. Was innerlich schädlich ist, kann bei äußerlicher Anwendung allerdings in diesem Fall zur Linderung von Hautproblemen beitragen: Zur Behandlung von Besenreisern legt man Scheiben unreifer Tomaten und keimender Kartoffeln für zwei bis drei Minuten auf die betroffenen Stellen. Anschließend wird die Haut mit einer Feuchtigkeitslotion eingecremt. Regelmäßig angewendet, sollten bereits nach ein bis zwei Wochen deutlich weniger Besenreiser zu sehen sein.

Besenreiser entfernen mit Rosskastanien

Rosskastanien enthalten den Wirkstoff Aescin, der die Gefäßwände der Venen abdichtet. Mit der natürlichen Kraft der Rosskastanie lässt sich so das Ausströmen von Flüssigkeit ins Gewebe verringern. Zudem wird das Abfließen von Wassereinlagerungen beschleunigt. Aescin verbessert außerdem die Elastizität der Adern und schützt vor der Freisetzung von Enzymen, die Schäden der Kapillarwände verursachen.

Zudem besitzen Rosskastanien entzündungshemmende und abschwellende Eigenschaften. Diese regen die Aktivität der Venen an und reduzieren somit die Entstehung von Besenreisern. In der Behandlung gegen Besenreiser sind Rosskastanien schon seit Jahrzehnten bekannt. Zur Behandlung wird ein Esslöffel Rosskastanienschalen mit 125 ml Lavendel- oder Wildrosenöl gemischt und bei mittlerer Temperatur kurz erwärmt.

Nachdem die Mischung mehrere Stunden ziehen konnte, wird sie in kreisenden Bewegungen dünn auf die Haut aufgetragen. Die betroffenen Stellen sollten regelmäßig über einen Zeitraum von einem Monat, morgens und abends sanft eingerieben werden. Auf diese Weise können auch Schwellung und Schmerzen in den Beinen deutlich reduziert werden.

Besenreiser entfernen mit Apfelessig

Apfelessig hilft dank seiner durchblutungsfördernden Eigenschaften gut gegen Besenreisern. Er unterstützt den Körper dabei zu entgiften, Giftstoffe auszuschwemmen und die Durchblutung zu verbessern. Der regelmäßige Genuss von Apfelessig erhöht die Fließeigenschaft des Blutes und hilft gleichzeitig dabei, das Schweregefühl und die Schwellungen der Beine zu verringern.

Für eine Behandlung von Besenreisern mischen Sie einen Teelöffel Apfelessig mit Wasser. Trinken Sie diese Mischung einen Monat lang täglich zwei Mal. Auch eine äußere Anwendung mit Apfelessig ist möglich: Hierbei wird Apfelessig unverdünnt auf die betroffene Stelle gegeben und das Gebiet sanft einmassiert. Streichen Sie dabei Ihre Beine sanft von unten nach oben aus. Für sichtbare Ergebnisse sollte diese Prozedur jeden Tag am Morgen und am Abend über einen Zeitraum von einigen Monaten durchgeführt werden.

Besenreiser entfernen mithilfe von Obst

Insbesondere in Zitrusfrüchten kommen die sogenannten Citrusflavonoide Diosmin und Hesperidin in großen Mengen vor. Diese natürlichen Inhaltsstoffe haben ausgesprochen positive Eigenschaften für das Venensystem. Der Verzehr von Zitrusfrüchten, insbesondere Orangen und Zitronen, ist daher bei Besenreisern sehr zu empfehlen. Aber auch frische Pampelmusen, Himbeeren und Kiwis enthalten wertvolle Antioxidantien, die für eine gute Durchblutung sind und für eine aktive Sauerstoffversorgung des Körpers sorgen.

Besenreiser entfernen mit Cremes und Lotionen

Da ein Großteil der betroffenen Frauen unter der Optik von Besenreisern leidet, ist es kaum verwunderlich, dass es auf dem Markt ein vielfältiges Angebot an Cremes und Lotionen gegen dieses Phänomen gibt. Bevor Sie sich für ein Produkt entscheiden, sollten Sie von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten lassen oder sich alternativ an Erfahrungsberichten in Foren orientieren. Einen guten und vor allem unabhängigen Überblick über die Wirksamkeit von Cremes gegen Besenreiser bietet der Vergleich von Stiftung Warentest.

Besenreiser entfernen mit einer selbstgemachten Creme

Wenn Sie keine Creme kaufen möchten, können Sie alternativ auch selbst eine anfertigen: Sie benötigen dazu eine halbe Avocado und 10 Tropfen Wildrosenöl. Entnehmen Sie das Fruchtfleisch der Avocado. Idealerweise verwenden Sie das noch grüne Fruchtfleisch unmittelbar am Avocadokern, da dieses bessere gesundheitliche Eigenschaften aufweist.

Zerdrücken Sie nun das Fruchtfleisch der Avocado und mischen Sie es mit dem Wildrosenöl bis eine homogene Creme entsteht. Diese Masse können Sie, wie jede herkömmliche Creme, auf die Beine auftragen. Achten Sie beim Auftragen darauf, die Creme immer von unten nach oben mit kreisförmigen Bewegungen gegen den Uhrzeigersinn einzuarbeiten.

Lassen Sie die Masse ungefähr 15 Minuten lang einwirken, damit die Wirkstoffe von der Haut gut aufgenommen werden können. Danach spülen Sie Ihre Beine mit frischem Wasser ab. Die Kombination aus Wildrosenöl und Avocado beruhigt die Haut und regt sowohl die Durchblutung als auch die Sauerstoffversorgung an.

Besenreiser entfernen – Erfahrungen

Die tröstliche Nachricht ist, dass Sie nicht allein unter Besenreisern leiden: Etwa jeder zweite Europäer wird von den lila Äderchen an Beinen, zum Teil auch auf der Brust oder am Dekolleté heimgesucht. Wenn Sie sich unsicher sind, welches Hausmittel oder welche Art der Behandlung für Sie infrage kommt, tauschen Sie sich mit anderen Betroffenen aus. Es gibt eine Vielzahl an Foren und Communities, die sich mit genau dieser Problemstellung beschäftigen. Vielleicht entdecken Sie auf diesem Weg genau die Behandlungsmethode, die am besten zu Ihnen passt oder Sie schöpfen Mut aus dem Wissen, dass Sie viele Leidensgenossen haben, die unter demselben Problem leiden wie Sie.

Besenreiser vom Arzt entfernen lassen

Obwohl Besenreiser kein gesundheitliches Risiko darstellen, stören sich viele Betroffene aus ästhetischen Gründen an den bläulichen Äderchen. Ist dies der Fall, können Besenreiser von einem Venenspezialisten behandelt werden. Um ausschließen zu können, dass nicht doch tiefer liegende Beinvenen betroffen sind, für die es einer entsprechenden Therapie bedarf, untersucht der Arzt die entsprechenden Venen mit einem speziellen Ultraschallgerät. Sind keine weiteren Venen betroffen, gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, mit denen der Fachmann die Besenreiser entfernen kann. Diese stellen wir Ihnen im Folgenden vor.

Besenreiser entfernen mit Sklerosierung

Eine Methode um Besenreiser entfernen zu lassen ist die sogenannte Sklerosierung. Die Sklerosierung, oder auch Sklerotherapie, ist ein chemisches Verfahren zum Veröden von Gewebe, in den meisten Fällen von Venen. Der minimal-invasive Eingriff erfolgt ambulant und kommt ohne Schnitte und daraus entstehende Narben aus. Prinzipiell können alle Formen von Krampfadern auf diese Art behandelt werden – sowohl oberflächliche Besenreiser als auch tiefer sitzende Krampfadern.

Grundsätzlich wird zwischen zwei Sklerosierungsverfahren unterschieden: der Flüssig- und der Schaumsklerotherapie. Welche Therapieform bei Ihnen zum Einsatz kommen wird, ist vor allem von Größe und Lage der vorhandenen Besenreiser und Krampfadern abhängig. Je nach Befund kommt entweder ein flüssiges oder ein Schaum-Sklerosierungsmittel zum Einsatz.

Flüssig-Sklerotherapie und Schaum-Sklerosierung

Bei Besenreisern und kleinen Astkrampfadern wird meist die sogenannte Flüssig-Sklerotherapie angewandt. Durch dieses Verfahren, auch als Mikro-Sklerosierung bekannt, können Besenreiser gut entfernt oder deutlich verringert werden. Größere oder tiefer gelegene Astkrampfadern lassen sich mit einer ultraschallgesteuerten Schaum-Sklerosierung verschließen.

Egal ob Flüssig- oder Schaum-Sklerosierung, das Prinzip ist bei beiden Verfahren identisch: Die erkrankten Gefäße werden mit feinen Nadeln punktiert. Dann wird das Sklerosierungsmittel gespritzt, welches die innere Venenwand, die sogenannte Intima, reizt. Die behandelten Gefäße verkleben von innen, verschließen sich und werden vom Körper innerhalb weniger Wochen abgebaut. Die Folge ist, die Besenreiser verblassen und verschwinden schließlich gänzlich. Nach der Sklerosierung sollten Sie für einige Tage einen Kompressionsstrumpf tragen, der Ihnen vom Arzt verordnet wird. Allerdings braucht es meist mehrere Sitzungen, bis alle Besenreiser entsprechend behandelt wurden.

Neben der Therapie von Krampfadern im Bein, wird diese Behandlung im übrigen auch bei Hämorrhoiden oder erweiterten Venen in der Speiseröhre angewendet.

Vor- und Nachteile einer Sklerotherapie

Bei der Sklerosierung handelt es sich um ein nebenwirkungsarmes und sicheres Verfahren. Neben den guten ästhetischen Ergebnisse, die im Gegensatz zu anderen Methoden der Besenreiserentfernung ohne Schnitte und bleibende Narben in Leiste oder Kniekehle auskommt, ist ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens, dass es sicherer, schmerzärmer und preiswerter als eine Hautlaserbehandlung ist. Zudem ist weder eine Vollnarkose noch eine örtliche Betäubung notwendig.

Doch hat auch die Sklerosierung einige Nachteile, die Sie bedenken sollten, bevor Sie Ihre Besenreiser auf diese Art entfernen lassen: Beispielsweise kann es in einigen Fällen vorkommen, dass sich die Haut an der betreffenden Stelle ein wenig bräunlich verfärbt. Sehr kleine Gefäße, sogenannte Haaräderchen, lassen sich unter Umständen nur bedingt punktieren.

In einem solchen Fall sollte eine Sklerosierungstherapie nicht fortgeführt werden. Die Mikrosklerotherapie von Besenreisern ist keine Kassenleistung und wird weder von den gesetzlichen noch den privaten Krankenversicherungen übernommen. Auch die Schaumsklerosierung ist keine Kassenleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Die Ausnahme stellen Sonderverträge einzelner Kassen dar. Dies müssten Sie vorab mit Ihrer Krankenkasse besprechen.

Miniphlebektomie gegen größere Besenreiser und Krampfadern

Ab einer bestimmten Krampfadergröße ist die Verwendung von flüssigem Verödungsmittel nicht mehr ausreichend. Alternativ kann dann eine Miniphlebektomie gute ästhetische Ergebnisse erzielen. Bei dieser Behandlungsmethode werden lediglich kleine Hautstiche gesetzt und die Besenreiser und Krampfadern so mit Hilfe von kleinsten Häkchen entfernt. Mit dieser Methode lassen sich vor allem oberflächliche und vorstehende Krampfadern gut behandeln. In vielen Fällen werden Schaum-Sklerosierung und Miniphlebektomie miteinander kombiniert, um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen.

Besenreiser entfernen mit Lasertherapie

Eine Alternative zur Sklerosierung ist die Lasertherapie. Hierbei handelt es sich um ein minimal-invasives Verfahren, mit dem sich selbst große Krampfadern schonend behandeln lassen. Der Endolaser-Eingriff wird ambulant und ohne Vollnarkose durchgeführt, sodass er nur eine minimale Belastung für den Körper darstellt. Die Endolasertherapie wird vor allem bei Erkrankungen an den Stammvenen, also der großen und kleinen sogenannten Rosenvene, eingesetzt. Aber auch Ast- oder Verbindungsvenen, sowie die meisten Formen der Rezidiv-Varikose (wiederkehrende Krampfadern) können mit dieser Therapieform behandelt werden. Da die Lasertherapie ohne Operationsschnitte auskommt, liefert sie beste ästhetische Ergebnisse ganz ohne Narben.

Ganz ähnlich wie bei einer Blutentnahme wird die Krampfader ultraschallgesteuert punktiert. Durch diese kleine Einstichstelle wird der Laser mit Hilfe eines Katheters bis zur Hauptvenenklappe vorgeschoben. Anschließend wird der Endolaser schrittweise zurückgezogen und die Energie des Lasers verschließt die kranke Vene. Auf diese Weise wird der Rückfluss des Blutes sofort gestoppt. Die Vene baut sich mit der Zeit ab und verschwindet.

Vorteile und Nachteile einer Endolasertherapie

Eine Behandlung von Besenreisern und Krampfadern mit einem Laser liefert hervorragende ästhetische Ergebnisse. Ebenso wie die Sklerotherapie, kommt auch dieses Verfahren ohne Operationsschnitte und Narben aus. Das schonende Verfahren weist kaum Nebenwirkungen und Risiken auf, eine Vollnarkose ist nicht nötig. Auch das Nachblutungs- und Wundinfektionsrisiko ist bei einer Lasertherapie sehr gering. Patienten haben im Anschluss der Behandlung kaum Schmerzen und können auch gerinnungshemmende Medikamente ohne Bedenken weiter einnehmen.

Nachteil dieser Behandlungsform sind allerdings die hohen Materialkosten, die bei dem technisch recht aufwendigen Verfahren anfallen. Leider gelingt die Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenkasse nicht immer. Sprechen Sie daher vor einer Behandlung mit Ihrer Krankenkasse.

Besenreisern und anderen Venenleiden vorbeugen

Venenleiden wie Besenreiser und Krampfadern sind unter anderem die Folge einer ungesunden Lebensweise. Wer jedoch auf einen gesunden Lebensstil achtet, nicht raucht und sein Gewicht bewusst kontrolliert, leistet bereits einen großen Beitrag dafür, Venen- und Gefäßerkrankungen vorzubeugen. Zusätzlich können Sie für die tägliche Pflege der Haut eine Lotion oder eine Tinktur verwenden, in der Rosskastanie enthalten ist.

Diese lindert Besenreiser und deren Symptome indem sie kühlt und gleichzeitig durchblutungsfördernd und abschwellend wirkt. Alternativ wirken kühlende Wickel oder kalte Unterschenkel- und Kniegüsse nach Kneipp der Entstehung bzw. Ausdehnung von Besenreisern entgegen.

Sportliche Aktivitäten gegen Besenreiser

Auch ausreichend und vor allem regelmäßige Bewegungen beugen der lästigen Volkskrankheit vor. Besonders Ausdauersport und gezielte Venengymnastik sind sinnvoll, wenn Sie bereits unter Besenreisern leiden. Sehr empfehlenswert, um einer Venenerkrankungen vorzubeugen, sind hierbei Sportarten wie Nordic Walking, Jogging, Schwimmen oder Radfahren.

Bei all diesen Sportarten wird die sogenannte Muskelpumpe besonders gut angeregt. Durch die Aktivität der Wadenmuskulatur werden die Beinvenen aktiviert, sodass der Abfluss des Blutes in den Venen, die direkt unter der Haut liegen, unterstützt wird. Das ständige Auf- und Abwippen der Fersen aktiviert die Wadenmuskulatur und unterstützt den natürlichen Blutfluss Richtung Herzen. Ebenso können Wadendehnungen dabei helfen, die Beine aufzulockern und auf diese Weise den müden Beinen vorzubeugen.

Hochgelagerte Beine gegen Besenreiser

Auch hochgelagerte Beine entlasten die Venen und unterstützen den Blutfluss. Die Aussage „Ich lege heute mal die Beine hoch“, verheißt daher nicht nur Entspannung und Gemütlichkeit, sondern auch noch einen gesundheitlichen Mehrwert. Lagern Sie die Beine etwas höher – zum Beispiel indem Sie sie auf ein Kissen legen – entstauen die Venen und das Blut kann wieder besser abfließen.

Wann sollten Sie bei Besenreisern zum Arzt gehen?

Besenreiser sind in der Regel harmlos und, wie bereits erwähnt, vielmehr ein kosmetisches, als ein medizinisches Problem. Meist treten die sichtbaren Verästelungen isoliert an winzigen Venen in der Haut auf, ohne dass sie auf schwerwiegende Erkrankungen der Venen und Gefäße hinweisen.

In einigen Fällen können Besenreiser und netzförmige Krampfadern bereits Ausdruck einer fortgeschrittenen Krampfadererkrankung sein. Besonders den ausgeprägten Formen kann auch eine Erkrankung der Seitenast- oder Stammvenen zugrunde liegen. Patienten mit einer Erkrankung der Stammvenen haben in fast allen Fällen auch Besenreiser. Daher ist auch bei Besenreisern eine gute Diagnostik der Beinvenen wichtig, um nicht ein tiefer liegendes Problem zu übersehen.

Wenn Besenreiser deutlich sichtbare Züge annehmen, sich also erweiterte Adern unter der Haut deutlich abzeichnen oder in Form von Verschlingungen oder Knoten hervortreten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Sind Sie unsicher, ob es sich bei Ihren Beschwerden um Besenreiser oder Krampfadern handelt, sollten Sie den einen Venenspezialisten, einen so genannten Phlebologen, aufsuchen. Eine rechtzeitige Diagnose und gezielte Therapie kann das Fortschreiten von Venenschwäche und Gefäßkrankheiten aufhalten. Auch mögliche Komplikationen, wie schmerzhafte Entzündungen der erweiterten Hautvenen und Blutgerinnsel (Varikophlebitis bzw. Varikothrombose), können bei rechtzeitiger Behandlung vermieden werden.

Warnhinweis

Bei ungewöhnlichen Schmerzen oder Schwellungen in den Beinen sollten Sie umgehend ärztlichen Rat einholen. Wenn Sie unter Krampfadern leiden, die mit Schmerzen und/oder starken Schwellungen einhergehen, sind diese ein ernst zu nehmendes Problem. Da sich Krampfadern zu Venenentzündungen oder einer Thrombose entwickeln können, sollten Sie in diesem Fall den Rat eines Arztes hinzuziehen.

Bitte beachten Sie, dass die hier aufgeführten Tipps nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. Bitte prüfen Sie vor der Behandlung der Besenreiser mit den hier aufgeführten Lebens- und Hausmitteln, ob Sie eine entsprechende Unverträglichkeit haben.

Quellen

  • Bonner Venenstudie der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie
  • http://www.eurocom-info.de/fileadmin/freigabe/user_upload/Dokumente_eurocom/pdf_Dokumente_eurocom/Bonner_Venenstudie.pdf
  • Deutsche Gesellschaft für Angiologie –Gesellschaft für Gefäßmedizin (DGA): Patientenratgeber Venen: Krampfadern. Online: http://www.dga-gefaessmedizin.de/fileadmin/user_upload/PDFs/dga_krampfaderbroschuere_screen.pdf
  • Böhm M, Hallek M, Schmiegel W (Hrsg): Innere Medizin, begr. von Classen M, Diehl V, Kochsiek K, 6. Auflage, München Elsevier Urban & Fischer Verlag 2009
  • Moll I: Dermatologie, 7. Auflage, Stuttgart Thieme Verlag 2010
  • Karloff B: Selbstzahlerleistungen in der Dermatologie und der ästhetischen Medizin, 1. Auflage, Heidelberg Springer Medizin Verlag 2005

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