Kinderwunsch – Der große Kinderwunsch Ratgeber Kinderwunsch – Was tun? Die Krönung einer glücklichen Beziehung ist ein gemeinsames Kind. Doch bevor der Kinderwunsch in die Tat umgesetzt wird, stellen sich eine Reihe Fragen. Manchmal will es auch nicht auf Anhieb mit einer Schwangerschaft klappen, und Paare suchen nach Ursachen und Lösungen. Hier finden Sie alle Kinderwunsch-Tipps, von der Anfangsplanung bis zu alternativen Methoden zum Kinderkriegen.

Erfüllter Kinderwunsch

Kinderwunsch – Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Baby?

Ein Kind großzuziehen ist eine verantwortungsvolle Lebensaufgabe, die wohlüberlegt sein sollte. Doch gleich vorweggesagt: Den richtigen Zeitpunkt für ein Baby gibt es nicht. Während manche Frauen bereits in jungen Jahren einen starken Kinderwunsch verspüren, wollen sich andere zuerst selbst verwirklichen. Ebenso kann es zwischen den Partnern eine unterschiedliche Einstellung zum richtigen Zeitpunkt für ein Kind geben. Sie können jedoch Ihre innere Bereitschaft, sich auf das Abenteuer Baby einzulassen, feststellen. Hier finden Sie wichtige Fragen, die Sie sich vor einer Schwangerschaft unbedingt stellen sollten:

Kinderwunsch – Wie sage ich es ihm?

Vielleicht sind Sie sich bereits sicher, dass Sie bereit für ein Baby sind. Doch wie wird Ihr Partner darauf reagieren? In noch frischen Beziehungen kann das Thema Kinderwunsch zu ungewollten Reaktionen führen, schließlich bedeutet ein Kind eine lebenslange Verantwortung. Wie können Sie also Ihren Kinderwunsch ansprechen, ohne Ihren Partner unter Druck zu setzen?

Am besten ist ein offenes Gespräch, in dem der Wunsch nach einem gemeinsamen Baby besprochen wird. Einigkeit in dieser Frage ist eine wichtige Voraussetzung für eine langfristige Beziehung. Besser ist es jedoch, dabei keinen bestimmten Zeitpunkt festzulegen, ab dem es losgehen soll. Frauen sollten nicht vergessen, dass auch der Mann zu einem so bedeutenden Schritt bereit sein muss.

Kann ich mir ein Kind finanziell leisten?

Nicht zu unterschätzen sind die Kosten, die ein Kind verursachen kann. Deshalb sollten sich Paare ernsthaft mit ihrer finanziellen Situation auseinandersetzen, bevor sie ihren Kinderwunsch angehen.

Bin ich bereit, mein Leben komplett umzukrempeln?

Viele Paare haben eine verklärte Vorstellung davon, wie perfekt ihr Familienleben mit einem Kind sein wird. Doch das Aufziehen des Babys ist ein 24/7-Job, vor dem sich die Eltern nicht drücken können. Windeln wechseln, Kind füttern und nachts mehrfach aufstehen gehören in den ersten Jahren zum Alltag aller Eltern. Das Leben wird sich grundlegend ändern, frühere Freiheiten gehören erst einmal der Vergangenheit an.

Kinderwunsch – Was gibt es vorher zu beachten?

Bei einem beidseitig beschlossenen Kinderwunsch ist Vorbereitung alles: Je mehr Sie sich mit Ihrem Körper und den Umständen einer Schwangerschaft beschäftigen, umso besser können Sie sich auf die künftigen Veränderungen einlassen. Worauf Sie bei Kinderwunsch unbedingt achten sollten:

  • Gesunde Ernährung: Ein Embryo braucht zum Wachsen wertvolle Nährstoffe. Diese Grundlage sollte bereits vor der Schwangerschaft gelegt werden, mit einer ausgewogenen, vitalstoffreichen Ernährungsweise.
  • Gesunde Lebensweise: Ebenso wichtig ist eine ausgeglichene Lebensweise mit wenig Stress und ausreichend erholsamem Schlaf.
  • Wann mit dem Rauchen aufhören: Sobald der Kinderwunsch feststeht, sollten Frauen zum Wohl des Kindes mit dem Rauchen aufhören. Das gilt auch für Männer, denn Nikotin beeinträchtigt die Spermienqualität. Ebenso sollte der Konsum von Alkohol eingeschränkt werden, denn die Gesundheit des Kindes hat oberste Priorität.
  • Kinderwunsch Tabletten – Wann mit Folsäure beginnen: Frauen mit Kinderwunsch sollten mindestens vier Wochen vor der Schwangerschaft vermehrt folsäurehaltige Nahrungsmittel wie Leber, Linsen oder Brokkoli essen oder Nahrungsergänzungsmittel mit Folsäure einnehmen. Durch die rechtzeitige Erhöhung der Folsäure-Zufuhr lassen sich Fehlbildungen des zentralen Nervensystems des Fötus verhindern.

Kinderwunsch und Alter – Ab wann tickt die biologische Uhr?

Die biologische Uhr fängt früher an zu ticken, als wir es wahrhaben wollen. Denn statistisch gesehen ist das optimale Alter zum Kinderkriegen zwischen 20 und 25 Jahren. Während vor Jahrzehnten tatsächlich die meisten Frauen mit Anfang zwanzig ihr erstes Kind zur Welt brachten, hat sich das Alter der Erstgebärenden auf durchschnittlich 29 Jahre angehoben.

Der heutige Lebenswandel mit Ausbildung und beruflicher Karriere lässt Frauen kaum Zeit, sich mit dem Thema Kinderwunsch auseinanderzusetzen. Deshalb starten viele Frauen erst mit 30 die Familienplanung – wenn es aus biologischer Sicht fast schon zu spät ist.

Dank modernster medizinischer Methoden birgt eine Ü30-Schwangerschaft längst nicht mehr so viele Risiken wie früher. Sogar mit über 40 Jahren bringen immer mehr Frauen noch ein gesundes Kind zur Welt. Trotzdem bleibt natürlich das erhöhte Risiko, ein Kind mit Down-Syndrom zu gebären. Während bei einer 25-Jährigen die Wahrscheinlichkeit noch bei 1:1500 liegt, steigt das Risiko bei einer 35-Jährigen auf 1:400. Wer sich erst nach dem 40. Lebensjahr für ein Kind entscheidet, sollte sich dessen bewusst sein, dass die Wahrscheinlichkeit auf ein gesundes Baby rapide abnimmt.

Gleichzeitig sinkt ab dem 35. Lebensjahr die Fruchtbarkeit der Frau, was das Schwangerwerden zusätzlich erschweren kann – oder zumindest zur Geduldsprobe macht. Dennoch sei allen Frauen mit Kinderwunsch gesagt: Die Statistiken sind nur allgemeine Werte. Am Ende entscheidet die persönliche körperliche und hormonelle Verfassung darüber, ob es auch im reiferen Alter mit einem Baby klappt.

Kinderwunsch bei älteren Frauen – Bin ich noch fruchtbar?

Wer mehr über den eigenen Fruchtbarkeits-Status herausfinden möchte, kann beim Gynäkologen einen Test machen. Dieser Fruchtbarkeits-Check läuft folgendermaßen ab:

  • Per Ultraschall werden die Eierstöcke untersucht. Dabei ist die Größe entscheidend, ein Durchmesser von über 20 Millimetern sollte vorhanden sein. Ebenso aussagekräftig ist die Anzahl der Eibläschen (Follikel), mehr als fünf weisen auf eine gute Fruchtbarkeit hin. Zusätzlich sollte das Bindegewebe nicht zu ausgeprägt sein.
  • Eine Blutuntersuchung gibt Aufschluss über den Hormonstatus. Dabei werden FSH (Follikel stimulierendes Hormon) und LH (luteinisierendes Hormon) bestimmt. Zu Beginn des Zyklus wird FSH von der Hirnanhangsdrüse ausgeschüttet. Ist mit den Eierstöcken alles in Ordnung, reagieren diese auf die Stimulation mit der Produktion von LH. Sind FSH und LH im Blut ausgeglichen, sind die Ovarien bereit. Liegt jedoch ein FSH-Überschuss vor, reagieren die Eierstöcke nicht mehr ausreichend, die Fruchtbarkeit ist eingeschränkt.
  • Eine AMH-Messung gibt zusätzlich Aufschluss über den aktuellen Eizellenbestand der Frau. Das Anti-Müller-Hormon, das nach dem Mediziner Johannes Peter Müller benannt wurde, steht im direkten Zusammenhang mit der Menge der vorhandenen Eizellen. Liegt der Wert über 1 ng/ml, stehen die Chancen auf eine Schwangerschaft in den nächsten ein bis zwei Jahren gut. Danach ist eine erneute AMH-Messung notwendig. Je niedriger der AMH-Wert, umso mehr sinkt die Chance, schwanger zu werden.

Kinderwunsch – Wann bin ich fruchtbar?

Natürlich ist vor allem die Fruchtbarkeit der Frau von Bedeutung für eine Schwangerschaft. Denn innerhalb des weiblichen Zyklus sind es nur wenige Tage, an denen die Befruchtung stattfinden kann. Doch auch Männer sind nicht immer und zu jeder Zeit voll zeugungsfähig.

Kinderwunsch und Fruchtbarkeit der Frau

Der Eisprung ist der Moment, in dem das Wunder geschehen kann: Trifft das Sperma des Mannes während der Ovulation der Frau auf die Eizelle, kann es zur Befruchtung und damit zur Entstehung des erwünschten Kindes kommen. Doch wie genau funktioniert der Zyklus der Frau?

Kinderwunsch: 10 interessante Fakten über den weiblichen Zyklus

  1. Der Zyklus der Frau reicht vom ersten Tag der Regelblutung bis zum Tag vor der nächsten Regelblutung. Im Optimalfall sind das 28 Tage, Schwankungen von 21 bis zu 35 Tagen liegen noch im Normalbereich. Ist der Zyklus deutlich kürzer oder länger, sollten die Ursachen dafür ärztlich abgeklärt werden.
  2. Zur Zyklus-Mitte schüttet das Gehirn vermehrt LH, das luteinisierende Hormon aus, das den Eisprung anregt.
  3. Während des Eisprungs wandert eine reife Eizelle aus dem Eierstock in Richtung Gebärmutter.
  4. Findet dort innerhalb der nächsten 12 bis 24 Stunden keine Befruchtung statt, stirbt die Eizelle ab.
  5. Bei vielen Frauen macht sich der Eisprung durch ein leichtes Ziehen im Bauch oder Schmerzen in der Brust bemerkbar. Ein weiterer Indikator ist heller, zähflüssiger Zervixschleim.
  6. Regelblutung heißt nicht gleich Eisprung: Trotz Einsetzen der Periode muss nicht unbedingt auch ein Eisprung stattgefunden haben.
  7. Der Eisprung erhöht bei manchen Frauen die Libido.
  8. Die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, liegt jeden Monat bei 25 Prozent. Dabei kann es bei Frauen mit unregelmäßigem Zyklus oft länger dauern, bis sich ein Ei einnistet.
  9. Wenn ein Mädchen zur Welt kommt, verfügt es über etwa eine Million Eizellen. Diese Anzahl nimmt im Lauf der Jahrzehnte ab, mit 40 sind nur noch wenige Tausend übrig.
  10. Nicht nur die Anzahl der vorhandenen Eizellen spielt für die Fruchtbarkeit eine Rolle, auch deren Qualität. So kommt es mit zunehmendem Alter vor, dass nur noch alle paar Monate überhaupt ein Eisprung während des Zyklus stattfindet. Etwa ab dem 50. Lebensjahr setzt die Unfruchtbarkeit ein.

So können Sie Ihre fruchtbaren Tage bestimmen

Es gibt eine Reihe mehr oder weniger präzise Methoden, um die fruchtbaren Tage der Frau zu bestimmen:

  • Eisprung berechnen: Frauen, die einen sehr regelmäßigen Zyklus haben, können durch eine einfache Rechenaufgabe den optimalen Moment bestimmen, schwanger zu werden. Beträgt der Zyklus 28 Tage, findet der Eisprung um Tag 14 herum statt. Entscheidend für die Berechnung sind der erste Tag der letzten Regelblutung und die durchschnittliche Dauer des Zyklus. Anhand spezieller Kinderwunsch-Rechner lassen sich so die fruchtbaren Tage der kommenden Monate bestimmen. Nachteil: Sobald der Zyklus kleine Abweichungen aufweist, ist eine präzise Berechnung nicht möglich. Bei Frauen mit kürzerem Zyklus findet auch der Eisprung früher statt, bei Frauen mit längerem Zyklus entsprechend später.
  • Temperatur messen: Dabei wird täglich die sogenannte Basaltemperatur direkt nach dem Aufwachen gemessen. Kurz vor dem Eisprung geht die Körpertemperatur leicht nach unten und erhöht sich mit dem Eisprung in der zweiten Zyklushälfte um mindestens 0,2 °C.
  • Ovulationstest: Beim Ovulationstest wird täglich der LH-Wert des Urins gemessen. Ist ein erhöhter Anteil des Hormons nachweisbar, steht der Eisprung kurz bevor. Dazu gibt es Teststreifen, die in den Urinstrahl gehalten werden und das Ergebnis nach wenigen Minuten anzeigen. Allerdings sollte der Test nicht mit dem Morgenurin durchgeführt werden, da morgens unabhängig vom Eisprung generell ein gewisser LH-Anteil ausgeschieden wird.
  • Fertilitätsmonitor: Zusätzlich zum Eisprung zeigt der Fertilitätsmonitor die Tage an, an denen eine erhöhte Chance zur Befruchtung besteht. Das kleine Gerät erkennt sowohl den LH- als auch den Östrogen-Anteil im Urin und kann somit ziemlich genau die fruchtbare Phase bestimmen.
  • Zyklus-Tracker: Ein noch neues Hilfsmittel für den Kinderwunsch sind Zyklus-Tracker, die über ein Sensorenarmband und die dazugehörige App den Zyklus analysieren.

Wann die Pille absetzen bei Kinderwunsch?

Im Prinzip können Sie die Pille sofort absetzen, sobald Sie und Ihr Partner sich ein Baby wünschen. Bei vielen Frauen kommt es sogar bereits kurz nach Absetzen der Pille zur Schwangerschaft. Durch die hormonellen Schwankungen kann es jedoch nach längerer Einnahme des Verhütungsmittels einige Monate bis zum nächsten Eisprung dauern.

Kinderwunsch und Fruchtbarkeit des Mannes

Wer bisher dachte, die biologische Uhr tickt nur bei Frauen, liegt falsch: Auch die Fruchtbarkeit der Männer lässt mit zunehmendem Alter nach. Allerdings verläuft der Prozess langsamer als bei Frauen, weshalb Männer selbst im fortgeschrittenen Alter noch Kinder zeugen können. Doch auch hier ist die Spermienqualität entscheidend, ob ein gesundes Kind heranwächst, oder ob es zu einem Gendefekt kommt.

Denn bereits ab 35 Jahren lässt die Qualität der Spermien nach, ab 45 Jahren besteht ein deutlich erhöhtes Risiko, ein Kind mit Fehlbildungen oder psychischen Beeinträchtigungen zu zeugen. Je älter der Partner ist, umso mehr lässt auch die Menge und Beweglichkeit der Spermien nach. In etwa 40 Prozent der Fälle liegt es tatsächlich am Mann, dass ein Paar trotz intensiven Bemühungen kein Kind zeugen kann.

Durch eine Analyse des Ejakulats kann die Zeugungsfähigkeit des Mannes bestimmt werden. Dieses Spermiogramm gibt unter anderem Aufschluss über Anzahl, Konzentration und Volumen des Ejakulats.

Wann GV bei Kinderwunsch?

Jeder Zyklus hält ein Fenster von maximal sieben Tagen bereit, in dem eine Frau schwanger werden kann. Zwar dauert der eigentliche Eisprung nur 24 Stunden und reduziert den Zeitraum für die Befruchtung deutlich. Da die Samenzellen jedoch mehrere Tage überlebensfähig sind, kann auch Sex bis zu fünf Tage vor der Ovulation zur Schwangerschaft führen, ebenso bis zu zwei Tage danach. Die beste Chance auf eine Schwangerschaft besteht jedoch ein bis zwei Tage vor dem Eisprung. Der Grund dafür ist das günstige Scheidenmilieu, in dem sich die Samenzellen wohlfühlen und locker zwei Tage überleben können – einige schaffen es sogar bis zu fünf Tage. Haben sie ihren Weg in die Eileiter gefunden, können sie dort warten, bis die reife Eizelle Richtung Gebärmutter unterwegs ist.

Kinderwunsch – Wie oft Verkehr und welche Stellung?

Weit verbreitet sind gute Ratschläge wie nach dem Sex eine Kerze oder einen Kopfstand zu machen oder nur in der Missionarsstellung miteinander zu schlafen. Das sind jedoch Mythen, die keinen nachweislichen Effekt haben. Die Stellung ist ziemlich egal, solange die fruchtbaren Tage zum Geschlechtsverkehr genutzt werden. Allerdings ist es allgemein ratsam, nicht ausschließlich an diesen Tagen Sex zu haben. Denn je öfter die Partner miteinander schlafen, umso besser ist die Spermienqualität.

Fruchtbarkeit bei Kinderwunsch natürlich unterstützen

Ist der Wunsch nach einem Baby von beiden Partnern beschlossene Sache, kann es vielen gar nicht schnell genug gehen. Im Durchschnitt dauert es etwa vier Monate, bis eine Frau tatsächlich schwanger wird. Innerhalb eines Jahres klappt es immerhin bei etwa 90 Prozent der Frauen mit Kinderwunsch. Dennoch lässt sich die Fruchtbarkeit mit ein paar Tricks steigern und die Wahrscheinlichkeit auf eine Befruchtung der Eizelle erhöhen:

  • Stress reduzieren: Sowohl körperlicher als auch seelischer Stress kann ein Grund sein, warum eine Schwangerschaft ausbleibt. Der weibliche Zyklus kann darunter leiden, ebenso die Samenproduktion beim Mann.
  • Entspannungsübungen: Regelmäßiges Üben von Yoga oder Meditation unterstützt die Entspannung des Körpers, durchblutet die Organe und baut Stress ab. Je entspannter die Frau, umso besser klappt es mit der Schwangerschaft.
  • nicht unter Druck setzen: Je länger ein Paar auf die ersehnte Befruchtung wartet, umso mehr steigt auch der innere Druck. So schwer es auch sein mag: Sie sollten den Kinderwunsch entspannt angehen. Ganz wichtig ist dabei, dem Partner nicht die Schuld zu geben, wenn es wieder einmal nicht geklappt hat.
  • regelmäßige Bewegung: Ein täglicher Spaziergang an der frischen Luft und kleinere Sporteinheiten regen Kreislauf und Durchblutung an, gleichzeitig wird Stress abgebaut. Eine gute Voraussetzung, um die Fruchtbarkeit zu steigern. Doch Vorsicht vor Leistungssport: Dadurch wird der Körper zu sehr unter Stress gesetzt.
  • erholsamer Schlaf: Wer ausreichend schläft und dem Körper nachts genügend Zeit zur Regeneration gönnt, erhöht seine Schwangerschaftschancen. Schlafmangel oder Schichtarbeit bringt den Hormonhaushalt durcheinander.
  • Koffein reduzieren: In Maßen dürfen Kaffee und Tee natürlich genossen werden. Doch mehr als zwei Tassen pro Tag können sich negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken.
  • Kinderwunsch-Tabletten: Es gibt eine Reihe an Nahrungsergänzungsmitteln mit allen wichtigen Vitaminen, die für eine Schwangerschaft benötigt werden oder die Spermienqualität des Mannes steigern können (z.B. femibion 1 Kinderwunsch & Schwangerschaft, PROfertil).

Kinderwunsch – was tun, wenn es nicht klappt?

Seit Monaten versuchen Sie bereits, ein Kind zu zeugen – doch vergeblich, obwohl Sie gesundheitlich dazu in der Lage wären. Da macht sich schnell Verzweiflung und Ratlosigkeit breit. Diese Maßnahmen und Therapien können helfen, um die Fruchtbarkeit zu fördern und die Chancen auf eine Schwangerschaft zu erhöhen:

  • Hormontherapie bei Kinderwunsch: Oft ist bei Frauen der Hormonspiegel aus dem Gleichgewicht geraten. Das kann durch eine Störung der Schilddrüsenfunktion hervorgerufen werden oder an einer Fehlfunktion der Eierstöcke liegen. Hier kann eine Hormonbehandlung, auch ovarielle Stimulationstherapie genannt, dafür sorgen, dass die Ovarien wieder aktiv werden und einen Eisprung auslösen. Die Hormontherapie erfolgt durch die Einnahme von Clomifen-Tabletten. Clomifen regt im Gehirn die Hormone an, die die Ovarien stimulieren. Alternativ ist auch das Spritzen von FSH und LH möglich. Frauen sollten jedoch bedenken: Durch die Hormontherapie erhöht sich die Wahrscheinlichkeit auf die Geburt von Zwillingen oder gar Drillingen.
  • TCM bei Kinderwunsch: Durch die Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin können im Körper Blockaden gelöst werden, die eine Schwangerschaft bisher verhindert haben. Unter anderem hat sich die Akupunktur als gute Therapiemöglichkeit erwiesen, um die Fruchtbarkeit der Frau zu steigern und sie bei der Empfängnis zu unterstützen.
  • Osteopathie bei Kinderwunsch: Fehlfunktionen im Körper können die Ursache für Unfruchtbarkeit sein. Ist der Bandapparat beispielsweise durch eine Fehlhaltung oder falsche Belastung gestört, kann sich das auf die weiblichen Geschlechtsorgane auswirken. Eine osteopathische Behandlung kann den Körper zurück ins Gleichgewicht bringen und die Organfunktion anregen.

Künstliche Befruchtung – Letzte Hoffnung bei unerfülltem Kinderwunsch

Auf natürlichem Weg war keine Schwangerschaft möglich, doch am Kinderwunsch wollen Sie weiterhin festhalten? Dann können die Methoden der künstlichen Befruchtung Ihre letzte Chance sein. Durch den Fortschritt der Medizin sind solche Maßnahmen heutzutage keine Seltenheit mehr. Lassen Sie sich von Ihrem behandelnden Arzt ausführlich über Chancen und Risiken der Möglichkeiten einer assistierten Empfängnis beraten.

Ebenfalls lohnt sich ein Besuch im Kinderwunschzentrum, dort werden die meisten Behandlungen auf dem neuesten Stand der Medizin durchgeführt. Bei der Suche nach einer geeigneten Kinderwunschklinik sollten Sie auf deren Spezialisierung achten. Manche legen den Behandlungs-Fokus auf ältere Frauen, andere wiederum auf jüngere Frauen mit Einschränkungen der Gebärmutterfunktion.

Ablauf der Behandlung im Kinderwunschzentrum

Zuerst wird der Hormonhaushalt der Frau über einen Bluttest festgestellt. Danach entscheidet sich, ob eine künstliche Befruchtung überhaupt durchgeführt werden kann oder nicht. Ebenfalls wird der Fruchtbarkeitsstatus beider Partner bestimmt. Zusätzlich erfolgt eine Untersuchung der Geschlechtsorgane. Zur Vorbereitung auf eine künstliche Befruchtung kann eine ärztlich begleitete Hormontherapie sinnvoll sein, um die Voraussetzungen zur Einnistung der Eizellen zu optimieren. Gemeinsam wird darüber entschieden, welche der Methoden zur künstlichen Befruchtung durchgeführt werden:

  • Intrauterine Insemination: Bei der IUI werden die aufbereiteten Spermien des Mannes direkt in die Nähe der Eizelle verpflanzt. Damit erhöht sich die Erfolgschance auf eine Befruchtung der Eizelle.
  • In-Vitro-Fertilisation: Die IVF ist die künstliche Befruchtung im Reagenzglas. Wie der Name schon sagt, werden Eizelle und Sperma im Reagenzglas zusammengebracht, die Befruchtung findet also außerhalb des weiblichen Körpers statt. Anschließend werden die Embryonen in die Gebärmutter der Frau gesetzt, wo sie sich einnisten können.

Kinderwunschzentrum – Wer trägt die Kosten?

Die Höhe der Kostenübernahme der Kasse richtet sich nach dem Alter der beiden Partner und deren Lebensumständen. Vorab sollten Sie sich ausführlich über die anfallenden Kosten informieren, denn die Krankenkassen übernehmen nur einen Anteil.

Kinderwunsch ohne Partner?

Hat sich der richtige Partner fürs Leben einfach noch nicht gefunden? Prinzipiell lässt sich der Kinderwunsch auch als Single erfüllen. Dank modernster Befruchtungsmethoden kann Frau auch ohne Mann ein Kind austragen. Dieser Schritt will jedoch gut überlegt sein, immerhin ist ein Baby eine lebenslange Verantwortung, die ein Single ganz alleine tragen muss. Alleinstehende Frauen dürfen in Deutschland nicht über eine Samenspende schwanger werden, aber z.B. in Belgien oder Spanien ist es legal. Eine andere Lösung ist, jemanden zu finden (zum Beispiel einen Freund), der bereit ist, sein Sperma zu spenden, ohne am Leben des Kindes beteiligt zu sein.

Ebenso müssen heutzutage gleichgeschlechtliche Paare ihren Kinderwunsch nicht verabschieden. Für schwule Paare besteht die Möglichkeit einer Adoption, die Alternative Leihmutterschaft ist in Deutschland bisher verboten. Lesbische Paare können durch Samenspende sogar eine echte Schwangerschaft erleben.

Unerfüllter Kinderwunsch – Warum klappt es nicht?

Sie verhüten nicht, kennen Ihre fruchtbaren Tage und dennoch sind Sie bisher noch nicht schwanger geworden? Dafür kann es gesundheitsbedingte Ursachen geben – sowohl bei der Frau als auch beim Mann:

  • starkes Übergewicht: Frauen mit sehr starkem Übergewicht produzieren vermehrt Östrogen, das die Produktion von FSH unterdrücken kann. Ohne das wichtige Hormon kann kein Eisprung stattfinden, eine Schwangerschaft bleibt aus. Auch beim Mann kann zu starkes Übergewicht die Spermienproduktion negativ beeinflussen.
  • starkes Untergewicht: Auch starkes Untergewicht wirkt sich auf den Östrogenspiegel aus – allerdings negativ. Denn sehr magere Frauen produzieren zu wenig Östrogen, was den weiblichen Zyklus so sehr beeinflussen kann, dass die Periode ganz ausbleibt.
  • Diabetes: Bei Diabetes-Patientinnen, die gut eingestellt sind, hat die Erkrankung keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit. Eine schlechte Einstellung kann sich hingegen sehr wohl negativ auswirken.
  • Schilddrüsenerkrankungen: Frauen, die unter der Autoimmunerkrankung Hashimoto Thyreoiditis leiden, haben oft Probleme, ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Ebenfalls kann eine Schilddrüsenunterfunktion den Eisprung verhindern. Bei Kinderwunsch sollte der TSH-Wert regelmäßig gecheckt werden.
  • Endometriose: Die Gewebewucherungen der Gebärmutterschleimhaut können verhindern, dass sich die befruchtete Eizelle einnistet.
  • Geschlechtskrankheiten: Chlamydien, Genital-Herpes oder Candida können eine Schwangerschaft erschweren.
  • schwere Erkrankungen wie Krebs, Tumore: Ist oder war der Körper mit dem Kampf gegen eine schwere Krankheit beschäftigt, ist eine Schwangerschaft vielleicht nicht möglich.
  • psychische Belastung: Stress ist bei vielen Paaren Ursache Nummer 1, warum es mit dem Schwangerwerden einfach nicht klappen will. Stress in der Arbeit, Stress im Alltag, vor allem aber auch der selbst auferlegte Druck, endlich schwanger werden zu wollen, können eine Befruchtung verhindern.
  • Medikamente: Die regelmäßige Einnahme von Medikamenten kann bei Kinderwunsch Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben.

Wann sollten Sie den Kinderwunsch aufgeben?

Manchmal soll es einfach nicht sein: Jahrelang haben Sie und Ihr Partner versucht, ein Kind zu bekommen. Immer wieder wurde die Hoffnung enttäuscht. So schwer es auch fällt, manche Paare sollten ihren Kinderwunsch einfach loslassen. Sind sämtliche Methoden der Hormontherapie und künstlichen Befruchtung erschöpft, sollten die Partner sich damit abfinden, dass ein leibliches Kind einfach nicht möglich ist – sei es durch zu hohes Alter, körperliche Beeinträchtigungen oder psychische Probleme.

Manchmal bleibt der Kinderwunsch einseitig, was Beziehungen auf eine harte Probe stellt. Psychologische Betreuung kann Paare unterstützen, die Situation zu akzeptieren und sich von ihrem Kinderwunsch zu verabschieden.

Quellen

  • Grünebaum, Gabriele: Unser Weg zum Wunschkind. Humboldt, Hannover 2008
  • Keck, Prof. Dr. med. Christoph: Neue Wege bei unerfülltem Kinderwunsch. Trias, Stuttgart 2008
  • West, Zita: Wir wünschen uns ein Baby! DK, München 2008

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