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Arzneipflanze des Jahres

Was ist die “Arzneipflanze des Jahres”?

Der Titel „Arzneipflanze des Jahres“ wird jährlich vom interdisziplinären Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde am Institut für Geschichte der Medizin an der Universität Würzburg vergeben. Das Gremium umfasst zehn Mitglieder und setzt sich aus Pharmazeuten, Medizinhistorikern und Ärzten zusammen. Intention der Auszeichnung ist es, auf die medizinische Bedeutung und die arzneiliche Nutzung von Heilpflanzen aufmerksam zu machen.

Auswahlkriterien für die Arzneipflanze des Jahres

Grundsätzlich werden nur solche Gewächse und Kräuter zur Arzneipflanze des Jahres gekürt, deren Wirksamkeit eindeutig durch wissenschaftliche Studien belegt ist. Heilkräuter, die in der Volksmedizin Anwendung finden, deren Wirksamkeit aber nicht ausreichend erwiesen ist, finden keine Berücksichtigung. Einzige Ausnahme: Der Studienkreis schätzt das therapeutische Potenzial einer traditionellen Heilpflanze so hoch ein, dass durch die Auszeichnung als Arzneipflanze des Jahres weitere Forschungsarbeiten zum Thema angeregt werden sollen. Dies war beispielsweise bei der Wahl des Spitzwegerichs im Jahr 2014 und bei der Passionsblume im Jahr 2011 der Fall. „Leider fehlen hier häufig die finanziellen Mittel, weil sich mit der Erforschung von pflanzlichen Wirkstoffen im Gegensatz zu synthetischen eben weniger Geld verdienen lässt“, erklärt der Medizinhistoriker Dr. Johannes Gottfried Mayer vom interdisziplinären Studienkreis der Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde. „Hier bräuchten wir von der Industrie unabhängige Forscher, wie es sie beispielsweise in den USA gibt.“ Trotzdem führte die Ernennung der Passionsblume zur Arzneipflanze des Jahres zu wissenschaftlichen Studien, welche die angstlösende und muskelentspannende Wirkung der häufig als „schönste Blume der Welt“ bezeichneten Pflanze bestätigen konnten.

Die Bedeutung von unbekannteren Arzneipflanzen stärken

Vorschläge, welche Pflanzen sich als Arzneipflanze des Jahres eignen könnten, werden innerhalb und außerhalb der Gruppe gesammelt und anschließend gemeinsam diskutiert. Dabei verfolgen die Wissenschaftler in erster Linie das Ziel, die medizinische Bedeutung von bisher eher unbekannten Pflanzen bei Ärzten und Apothekern, aber auch bei der breiten Bevölkerung geläufiger zu machen. Auch die Geschichte der jeweiligen Pflanze spielt eine wichtige Rolle: So ist beispielsweise der Echte Kümmel, die Arzneipflanze des Jahres 2016, eine der ältesten Arzneipflanzen nördlich der Alpen und das beste pflanzliche Mittel gegen Blähungen. „Jeder kennt Kümmel als Gewürz, seine Eigenschaft als Karminativum ist dagegen weniger geläufig“, begründet Dr. Johannes Gottfried Mayer die Entscheidung des Gremiums zugunsten des Kümmels.

Wissenschaftlich und unabhängig

Bei seiner Arbeit ist der Studienkreis völlig unabhängig und erhält keine Gelder von außen. Jedes Jahr im Herbst wird die Arzneipflanze des Jahres durch eine Pressemitteilung und die Veröffentlichung von Artikeln in Fachzeitschriften bekannt gegeben. Die Resonanz ist immens: Etwa 1.000 Printpublikationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz berichten über die Arzneipflanze des Jahres. „Ein echter Renner war die Große Kapuzinerkresse, die wir 2013 zur Arzneipflanze des Jahres ernannt haben“, verrät Dr. Johannes Gottfried Mayer. Denn dass diese beliebte Zier- und Nutzpflanze auch therapeutische Wirkung besitzt, war bis dato nur wenigen bewusst. Grund für die Auswahl waren die enthaltenen antibiotisch wirksamen Senföle, welche die Kapuzinerkresse zu einem natürlichen Mittel gegen Bakterien machen.

Wiederbelebung der Auszeichnung

Gegründet wurde der interdisziplinäre Studienkreis im Februar 1999 von Prof. Franz-Christian Czygan an der Universität Würzburg. Der Fachmann für Pharmazeutische Biologie wollte dadurch die Ausrufung der Arzneipflanze des Jahres wiederbeleben. Dieser Titel war zuvor bereits in den Jahren 1987 bis 1989 durch den Verband Deutscher Drogisten (VDD) vergeben worden. Durch die Ereignisse der deutschen Wiedervereinigung war dies aber nicht weiter fortgesetzt worden. Seither kürt der Studienkreis der Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde jedes Jahr die Arzneipflanze des Jahres – mit einer Ausnahme. Im Jahr 2000 verzichtete man darauf, da man fürchtete, im Trubel des Jahrtausendwechsels könnte die Auszeichnung untergehen. Derzeit entwickelt der Studienkreis der Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde ein eigenes Logo für den Titel „Arzneipflanze des Jahres“. Darüber hinaus ist geplant, ein Buch mit Informationen über die Eigenschaften die bisherigen Arzneipflanzen des Jahres herauszugeben.

Im Folgenden stellen wir Ihnen die Arzneipflanzen des Jahres von 1987 bis 2016 vor. Es sind viele beliebte Heilkräuter darunter, wie etwa die Echte Arnika oder das Echte Johanniskraut. Doch der Studienkreis an der Universität Würzburg hat auch einige Überraschungskandidaten ausgezeichnet: Wofür Süßhölzer eingesetzt werden können oder wogegen der Stechende Mäusedorn hilft, verraten wir Ihnen hier.

Arzneipflanze des Jahres 1987: Echte Kamille

Die Echte Kamille gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Ihr ätherisches Öl enthält zahlreiche medizinisch wirksame Bestandteile wie Alpha-Bisabolol und Chamazulen. Erfahrungs- und volksmedizinisch gilt die Echte Kamille als bewährte Arzneipflanze.

  • Krampflindernd bei Blähungen, Durchfall und anderen Verdauungsproblemen
  • Verbessert das Hautbild, fördert die Wundheilung
  • Entzündungshemmend und antimikrobiell

Arzneipflanze des Jahres 1988: Zitronenmelisse

Die Melisse gehört zur Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae). Aufgrund ihres zitronigen Dufts wird sie auch Zitronenmelisse genannt. Medizinisch verwendet werden die frischen oder getrockneten Laubblätter der Melisse.

  • Beruhigend bei Nervenleiden wie Angespanntheit und Unruhe
  • Krampflösend bei Verdauungsproblemen
  • Antivirale Wirkung bei Lippenherpes

Arzneipflanze des Jahres 1989: Knoblauch

Der Knoblauch gehört zur Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Seinen Namen verdankt er seiner weißen Knolle, die sich in mehrere Zehen aufspaltet: Dahinter steckt das althochdeutsche Wort „klioban“ für „spalten“.

  • Beugt altersbedingten Gefäßerkrankungen wie Arteriosklerose vor
  • Senkt den Blutdruck
  • Verbessert die Durchblutung

Arzneipflanze des Jahres 1999: Echter Buchweizen

Obwohl er hin und wieder als Getreide bezeichnet wird, gehört der Buchweizen zu den Knöterichgewächsen (Polygonaceae). Im 17. und 18. Jahrhundert war er ein geschätztes Nahrungsmittel, seit den 70er-Jahren weiß man um die medizinische Wirkung des Buchweizens.

  • Behandlung von Venenerkrankungen und Durchblutungsstörungen
  • Kräftigend in der Rekonvaleszenz
  • Hinweise auf Senkung des Blutzuckerspiegels

Arzneipflanze des Jahres 2001: Echte Arnika

Die Echte Arnika, eine Vertreterin der Korbblütler (Asteraceae), ist in den Gebirgen Europas heimisch. Ihre volkstümlichen Namen wie „Wohlverleih“, „Fallkraut“ und „Bruchkraut“ deuten auf ihre lindernde Wirkung bei stumpfen Verletzungen hin.

  • Wohltuend bei Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Entzündungslindernd bei Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum
  • Beschleunigung der Wundheilung

Arzneipflanze des Jahres 2002: Stechender Mäusedorn

Der Stechende Mäusedorn wird auch Dornmyrte genannt und zählt zu den Spargelgewächsen (Asparagaceae). Seine Beeren sind giftig, von medizinischer Bedeutung sind die Wurzeln des Halbstrauchs.

  • Behandlung von chronischer Venenschwäche
  • Linderung von Schwellungen, Juckreiz und Wadenkrämpfen
  • Hilft gegen Beschwerden verursacht durch Hämorrhoiden

Arzneipflanze des Jahres 2003: Artischocke

Bereits die alten Ägypter schätzten die Artischocke als Nahrungsmittel. Seit dem 16. Jahrhundert weiß man um ihre therapeutische Wirkung. Arzneiliche Verwendung finden die frischen oder getrockneten Grundblätter sowie deren Zubereitungen und Extrakte.

  • Lindert Gallenwegs- und Leberstörungen
  • Hilft bei Verdauungsbeschwerden
  • Schützt Zellen vor freien Radikalen

Arzneipflanze des Jahres 2004: Pfefferminze

Minze gehört zu den ältesten bekannten Arzneipflanzen. Sie wurde in ägyptischen Gräbern als Grabbeigabe gefunden und ihre Wirkung vom berühmten griechischen Arzt und Pharmakologen Pedanios Dioskurides beschrieben.

  • Behandlung von Verdauungsstörungen, Blähungen und Magenschleimhautentzündungen
  • Linderung von krampfartigen Beschwerden der Gallenblase und der Gallenwege
  • Die äußere Anwendung wird bei Husten und Erkältungsbeschwerden empfohlen

Arzneipflanze des Jahres 2005: Gartenkürbis

Die Früchte des Gartenkürbisses zählen zu den Beeren und sind mit bis zu 30 Kilogramm die schwersten im gesamten Pflanzenreich. Es werden zahlreiche Varietäten und Unterarten gezüchtet, zu denen auch der Spaghettikürbis und die Zucchini zählen.

  • Die Samen des Arzneikürbisses werden zur Behandlung der Symptome einer vergrößerten Prostata eingesetzt.
  • Entzündungshemmende, durchspülende Wirkung bei Reizblase
  • Wurmwidrig bei Band- und Spulwürmern

Arzneipflanze des Jahres 2006: Echter Thymian

Der Echte Thymian ist eine immergrüne Gewürz- und Arzneipflanze aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Sein ätherisches Öl enthält wertvolles Thymol, das auch für den typischen Duft des Thymians verantwortlich ist.

  • Linderung von Atemwegserkrankungen wie Bronchitis und Keuchhusten
  • Fördert den Hustenauswurf
  • Antimikrobielle Eigenschaften, wirkt gegen verschiedene Bakterien und Pilze

Arzneipflanze des Jahres 2007: Echter Hopfen

Die Kultursorten des Hopfens werden in erster Linie zum Bierbrauen verwendet. Angebaut werden ausschließlich botanisch weibliche Pflanzen, vornehmlich in der bayerischen Hallertau und in der Elbe-Saale-Region.

  • Die Bitterstoffe Humulon und Lupulon wirken beruhigend
  • Linderung von Angstzuständen, Herzklopfen und allgemeiner Unruhe
  • Wird als Einschlafhilfe genutzt

Arzneipflanze des Jahres 2008: Gewöhnliche Rosskastanie

Die Gewöhnliche Rosskastanie ist ein sommergrüner Laubbaum und gehört zur Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae). Im September reifen ihre kugeligen grünen Stachelkapseln, die die Samen enthalten: die Kastanien.

  • Anwendung bei chronischen Venenkrankheiten wie Krampfadern, schweren Beinen oder Schwellungen
  • Erhöht den Venentonus und die Fließeigenschaften des Blutes
  • Verhindert die Bildung von Ödemen

Arzneipflanze des Jahres 2009: Fenchel

Typisch für den Fenchel sind seine in Dolden geordneten, gelben Blüten und der würzige, anisartige Geruch und Geschmack. Das ätherische Öl wird aus den reifen Samen gewonnen und enthält wertvolles Anethol, Fenchon, Menthol und Estragol.

  • Lindernd bei Husten, Katarrh und Entzündungen der oberen Atemwege
  • Fencheltee wird bei Verdauungsproblemen wie Blähungen und Völlegefühl eingesetzt
  • Geeignet auch für Babys und Kleinkinder

Arzneipflanze des Jahres 2010: Gemeiner Efeu

Efeu ist ein kletterndes oder kriechendes Holzgewächs aus der Familie der Araliengewächse (Araliaceae). Der lateinische Gattungsname Hedera geht auf das altindische Wort „ghedh“ zurück, welches „umklammern“ bedeutet.

  • Anwendung bei Atemwegsentzündungen wie chronischer Bronchitis
  • Entzündungshemmend und krampflösend
  • Tötet verschiedene Bakterienstämme ab

Arzneipflanze des Jahres 2011: Passionsblume

Ursprünglich stammt die Passionsblume vom amerikanischen Kontinent. Das Aussehen der Blüte erinnerte europäische Missionare an die Leiden Christi, was der Pflanze ihren Namen einbrachte. Sie gehört zur Familie der Passionsblumengewächse (Passifloraceae).

  • Beruhigend bei Nervosität, Anspannung und Reizbarkeit
  • Wirkt als natürliche Einschlafhilfe
  • Äußerlich angewendet bei Hämorrhoiden

Arzneipflanze des Jahres 2012: Süßhölzer

Die Süßhölzer gehören zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Aus den Wurzeln des Echten Süßholzes (Glycyrrhiza glabra) wird Lakritz gewonnen.

  • Behandlung von Atemwegserkrankungen
  • Linderung von Magen- und Zwölffinderdarmgeschwüren
  • Unterstützung bei der Nikotinentwöhnung

Arzneipflanze des Jahres 2013: Große Kapuzinerkresse

Die Große Kapuzinerkresse ist eine beliebte Zier- und Nutzpflanze. Ihre Blüten, Samen und Blätter sind essbar und erinnern geschmacklich an Brunnenkresse. Die enthaltenen Senföle (Senfölglykoside) haben therapeutische Wirkung.

  • Wirksam bei Nasennebenhöhlenentzündung, Bronchitis und akuter Blasenentzündung
  • Hemmt die Vermehrung von verschiedenen Bakterien, Viren und Pilzen
  • Fördert die Durchblutung

Arzneipflanze des Jahres 2014: Spitzwegerich

Der Spitzwegerich ist auf vielen Wiesen, Rasenflächen und an Waldrändern anzutreffen. Sein Name stammt aus dem Althochdeutschen und bedeutet in etwa „König des Weges“. Im Gegensatz zu anderen Pflanzensäften schimmelt der des Spitzwegerichs nicht.

  • Schleimlösend und reizmildernd bei Husten und Atemwegserkrankungen
  • Hemmt das Wachstum bestimmter Bakterien
  • Äußere Anwendung bei Entzündungen der Haut

Arzneipflanze des Jahres 2015: Echtes Johanniskraut

Seinen Namen verdankt das Echte Johanniskraut der Tatsache, dass es am Johannistag, also am 24. Juni, in voller Blüte steht. Zerreibt man die gelben Blüten, tritt ein blutroter Saft aus, was zu allerlei Legenden rund um das Echte Johanniskraut geführt hat.

  • Innerliche Anwendung bei milder bis mittelschwerer Depression
  • Äußerliche Anwendung bei Verletzungen und Verbrennungen
  • Entzündungshemmende Wirkung

Arzneipflanze des Jahres 2016: Echter Kümmel

Der Echte Kümmel, auch Wiesen-Kümmel oder Gemeiner Kümmel genannt, gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Er ist eines der ältesten bekannten Gewürze und stammt ursprünglich aus Vorderasien und dem Mittelmeerraum.

  • Hilft bei Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Völlegefühl
  • Regt die Tätigkeit der Verdauungsdrüsen an
  • Verfügt über antimikrobielle Eigenschaften

Arzneipflanzen des Jahres Liste

Jahr der Prämierung Name Lat. Name Grund für die Auswahl
1987 Echte Kamille Matricaria chamomilla

Matricaria recutita

Chamomilla recutita

Wirkt als Entzündungshemmer und Krampflöser
1988 Zitronenmelisse Melissa officinalis Beruhigende, krampflösende Wirkung
1989 Knoblauch Allium sativum Senkung des Cholesterinspiegels und des Blutdrucks
1999 Echter Buchweizen Fagopyrum esculentum Stärkung der Venen
2001 Echte Arnika Arnica montana Äußerliche Anwendung bei Rheuma, Prellungen und Quetschungen
2002 Stechender Mäusedorn Ruscus aculeatus In Italien und Frankreich als Venentherapeutikum geschätzt, in Deutschland soll der Bekanntheitsgrad gesteigert werden
2003 Artischocke Cynara cardunculus Verbesserung der Fettverdauung, Entlastung der Leber, Senkung der Cholesterinwerte
2004 Pfefferminze Mentha x piperita Breites therapeutisches Wirk- und Einsatzspektrum, das wissenschaftlich belegt ist
2005 Gartenkürbis Cucurbita pepo Linderung von Blasenproblemen, pflanzliches Arzneimittel gegen Reizblase und Miktionsprobleme
2006 Echter Thymian Thymus vulgaris Eine der wertvollsten Pflanzen bei Erkältungskrankheiten
2007 Echter Hopfen Humulus lupulus Behandlung von Unruhezuständen und Einschlafstörungen
2008 Gewöhnliche Rosskastanie Aesculus hippocastanum Hilfe bei Beschwerden aufgrund chronischer Veneninsuffizienz
2009 Fenchel Foeniculum vulgare Ist häufig das erste Arzneimittel, mit dem der Mensch in seinem Leben in Berührung kommt
2010 Gemeiner Efeu Hedera helix Linderung von Beschwerden bei chronisch-entzündlichen Bronchialerkrankungen und bei akuten Entzündungen der Atemwege
2011 Passionsblume Passiflora incarnata Einmaliges Wirkungsprofil, lange Tradition als Arzneipflanze
2012 Süßhölzer Glycyrrhiza Umfassende Heilwirkung bei vielen verschiedenen Beschwerden
2013 Große Kapuzinerkresse Tropaeolum majus Natürliches Antibiotikum: Die Inhaltsstoffe hemmen die Vermehrung von Bakterien, Viren und Pilzen
2014 Spitzwegerich Plantago lanceolata Positive Effekte bei Katarrhen der Atemwege und Entzündungen von Mund und Rachenschleimhaut sowie bei Wunden
2015 Echtes Johanniskraut Hypericum perforatum Wirkung ähnlich klassischer Antidepressiva
2016 Echter Kümmel Carum carvi Nachgewiesene krampflösende und antimikrobielle Wirkung

Quellenverzeichnis:

  • Bohne, Burkhard: Taschenatlas Heilpflanzen – 130 Pflanzenporträts (Ulmer, 2005)
  • Grünwald, Jörg: Grüne Apotheke – Das Standardwerk zur Pflanzenheilkunde – Mit wissenschaftlich abgesicherten Empfehlungen (Gräfe und Unzer, 2015)
  • Laux, Hans E.: Heilpflanzen – Wie sie wachsen, blühen, wirken (Thomae, 1990)
  • Marbach, Eva: Heilkräuter Hausapotheke – Die wichtigsten Heilpflanzen für die Anwendung zu Hause (EvaMarbach Verlag, 2012)
  • Mayer, Johannes Gottfried: Handbuch der Klosterheilkunde – Neues Wissen über die Wirkung von Heilpflanzen (Zabert Sandmann, 2003)
  • Scherf, Gertrud: Der Heilgarten – Heilkräfte der Blütenpflanzen und Kräuter im eigenen Garten nutzen (W. Ludwig, 2002)
  • Schenk, Alexander: Klosterfrau Gesundheitsbuch – Heilpflanzen, Homöopathie, Vitalstoffe (Droemer-Knaur, 2003)
  • Schönfelder, Ingrid und Peter: Der Kosmos-Heilpflanzenführer – Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas (Kosmos, 2015)
  • Siewert, Aruna M.: Pflanzliche Antibiotika – Geheimwaffen aus der Natur (Gräfe und Unzer, 2013)
  • Wacker, Andreas: Heilpflanzen der Homöopathie – 159 Arten kennen und anwenden (Kosmos, 2008)
  • Wurzer, Walter: Die große Enzyklopädie der Heilpflanzen – Ihre Anwendung und ihre natürliche Heilkraft (Neuer Kaiser Verlag, 1994)

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