
BERBERIL N EDO
Informationen zum Produkt
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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Berberil N EDO Augentropfen
Die Berberil N EDO Augentropfen werden hauptsächlich zur lokalen Behandlung von Bindehautentzündungen angewendet. Bei einer Bindehautentzündung handelt es sich um eine Entzündung oder Reizung der Augenbindehaut. Bei einer Entzündung der Bindehaut kommt es in der Regel zu einem Entzündungsreiz, welcher mit Blutfülle, Juckreiz, Brennen und einer Absonderung von Eiweißstoffen einhergeht. Häufig kommt es zu einem vermehrten Tränenfluss, Schwellungen und einer Überempfindlichkeit gegen Licht. Meistens bleibt die Entzündung dabei auf die Bindehaut begrenzt. Bei einer unbehandelten Entzündung können auch die Hornhaut und die Augenlider in Mitleidenschaft gezogen werden. Wenn dies geschieht kann es zu einer Beeinträchtigung des Sehvermögens kommen. Besonders bei älteren Menschen kommt es häufig durch eine mangelhafte Flüssigkeitsbenetzung des Auges zu einer Bindehautentzündung. Ansonsten können zusätzlich äußere Einflüsse, wie zum Beispiel Rauch, Wind, Licht oder eine trockene Luft zu Reizungen des Auges führen.
Der Wirkstoff Tetryzolin
Die Berberil N EDO Augentropfen enthalten unter anderem den Wirkstoff Tetryzolin. Das Tetryzolin verfügt über schleimhautabschwellende Eigenschaften. Das Lidocain besitzt eine Teilwirkung des Adrenalins. Bei dem Wirkstoff handelt es sich um eine Substanz aus der Gruppe der örtlich wirkenden Alpha Sympathomimetika. Alle Wirkstoffe dieser Gruppe aktivieren die Alpha Rezeptoren. Es kommt zu einer Verengung der großen und kleinen Blutgefäße, wodurch es zu einer Schleimhautabschwellung kommt. Dadurch kommt es zu einer Milderung der Beschwerden durch geschwollene und tränende Augen. Bereits wenige Minuten nach der Anwendung setzt die Wirkung des Tetryzolins ein, wobei die Wirkung über einen Zeitraum von bis zu acht Stunden anhalten kann. Dadurch, dass der Wirkstoff bei einer vorschriftsmäßigen Anwendung nur in geringem Umfang ins Blut aufgenommen wird, kommt es in der Regel kaum zu schweren Nebenwirkungen.
Wirkungsweise der Berberil N EDO Augentropfen
Die Berberil N EDO Augentropfen werden lokal am Auge angewendet und lindern dort die typischen Symptome einer Bindehautentzündung. Durch die Anwendung werden die typischen Symptome einer Bindehautentzündung zuverlässig gelindert. Es kommt zu einem Rückgang der Rötung und der Schwellung der Augenbindehaut. Gleichzeitig hören die Augen auf zu tränen. Es kommt direkt nach der Anwendung zu einer Verengung der feinen Blutgefäße im Auge, wodurch es zu einer Zurückbildung von unangenehmen Schleimhautschwellungen kommt. Die Berberil N EDO Augentropfen sind in der Lage die Beschwerden, wie zum Beispiel Juckreiz, Fremdkörpergefühl und Rötungen verschwinden zu lassen.
Zusammensetzung:
(Per Klick auf einzelne Bestandteile der Zusammensetzung weitere Produkte ermitteln.)(Die aufgeführte Zusammensetzung bezieht sich auf 0.5 Milliliter)
Wie wird das Produkt angewendet?
Gesamtdosis des Produkts:
- Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt die Augentropfen nicht anders verordnet hat.
Tropfen Sie 2- bis 3-mal täglich 1 Tropfen je Auge bei leicht zurückgelegtem Kopf in den Bindehautsack ein.
Eine Anwendung über mehr als 5 Tage darf nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.
Überdosierung
Zeichen einer Überdosierung am Auge sind weite Pupillen. Eventuell treten in milder Form Zeichen wie bei einem Verschlucken des Arzneimittels auf. Bei Verschlucken der Flüssigkeit können folgende Krankheitszeichen auftreten: Übelkeit, Zyanose (bläuliche Haut durch verminderten Sauerstoffgehalt des Blutes), Fieber, Krämpfe, erhöhter und unregelmäßiger Herzschlag, Herzstillstand, Bluthochdruck, Lungenödem (vermehrtes Gewebswasser in der Lunge), Atemstörungen und psychische Störungen, unter Umständen auch Hemmung zentralnervöser Funktionen mit Schläfrigkeit, Erniedrigung der Körpertemperatur, zu langsamen Herzschlag, schockähnlicher Blutdruckabfall, Atemstillstand und Koma (tiefe Bewusstlosigkeit).
Bei Kleinkindern kann es zu zentralnervösen Störungen, Verminderung der Atmung und Kreislaufzusammenbruch kommen.
Rufen Sie bei Auftreten dieser Krankheitszeichen den nächst erreichbaren Arzt zu Hilfe!
Mögliche ärztliche Gegenmaßnahmen sind Gabe medizinischer Kohle, Magenspülung und Sauerstoffbeatmung.
Vasopressoren (Arzneimittel zur Blutdrucksteigerung) dürfen nicht gegeben werden. Ggf. sind Fieber und Krämpfe zu behandeln. Bei Auftreten anticholinerger Symptome ist ein Gegenmittel, z. B. Physostigmin, zuverabreichen.
Wofür wird das Produkt angewendet?
- Die Augentropfen sind ein Arzneimittel zur Beeinflussung des Organnervensystems (vegetatives Nervensystem) aus der Arzneigruppe der alpha-Sympathomimetika.
Das Arzneimittel wird angewendet bei:
- Augenreizungen, z. B. durch Rauch, Wind, gechlortes Wasser und Licht
- allergischen Entzündungen des Auges, z. B. Heufieber und Blütenstaubüberempfindlichkeit.
In welchen Fällen darf das Produkt nicht angewendet werden?
- Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei:
- Engwinkelglaukom
- Überempfindlichkeit gegenüber Tetryzolinhydrochlorid oder einen der anderen Bestandteile es Arzneimittels
- Kindern unter 2 Jahren.
Welche Nebenwirkungen können im Einzelfall auftreten?
- Wie alle Arzneimittel kann dieses Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
| Sehr häufig: | mehr als 1 von 10 Behandelten |
| Häufig: | weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten |
| Gelegentlich: | weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 Behandelten |
| Selten: | weniger als 1 von 1.000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten |
| Sehr selten: | weniger als 1 von 10.000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle |
Gelegentlich kommt es zu einem Übertritt der Augentropfen in den Körperkreislauf, was zu Herzklopfen, Kopfschmerzen, Zittern besonders an den Händen (Tremor), Schwäche, Schwitzen und Blutdruckanstieg führen kann.
Selten: Verschwommenes Sehen und Blendung durch erweiterte Pupillen (Mydriasis). Sehr selten: Bindehautreizung (Augenrötung mit Tränen und Lichtscheu).
In einem Einzelfall wurde nach langfristiger Anwendung über eine Verhornung der Augenbindehaut mit Verschluss der Tränenpünktchen und Tränenträufeln berichtet.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.
Gegenmaßnahmen
Bitte wenden Sie die Augentropfen nicht mehr an und sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die weitere Behandlung.
Welche Wechselwirkungen können auftreten?
- Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Die blutdrucksteigernde Wirkung von MAO-Hemmern und trizyklischen Antidepressiva (Arzneistoffe zur
Behandlung einer krankhaften Verstimmung [Depression]) kann verstärkt werden.
Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können. Falls Sie zusätzlich andere Augentropfen/Augensalben anwenden, sollte zwischen diesen ein zeitlicher Abstand von ca. 5 Minuten eingehalten werden. Hierbei sollten diese Augentropfen zuerst angewendet werden.
Was muss zusätzlich beachtet werden?
- Im Folgenden wird beschrieben, wann Sie das Arzneimittel nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht anwenden dürfen.
Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen früher einmal zutrafen. Sie dürfen das Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt anwenden bei
- schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. koronarer Herzkrankheit, Bluthochdruck)
- Phäochromozytom
- Stoffwechselstörungen, z. B. Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose) oder Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
- Behandlung mit blutdrucksteigernden Medikamenten (z. B. MAO-Hemmern)
- trockener Nasenschleimhautentzündung (Rhinitis sicca)
- trockenen Augen (Keratoconjunctivitis sicca)
- grünem Star (Glaukom). Erklärungen
Das Glaukom ist eine Erkrankung, bei der es zu einem erhöhten Augeninnendruck kommt (sog. grüner Star).
Wenn die Erkrankung durch eine Verengung der Augenkammerwinkel verursacht wird, spricht man von einem Engwinkelglaukom.
Die koronare Herzkrankheit wird durch Verengung der Blutgefäße des Herzens ausgelöst. Dies kann zu Herzschwäche (Herzinsuffizienz), Störungen des Herzschlags (Herzrhythmusstörungen), anfallsweisen Schmerzen (Angina pectoris) und Untergang von Herzgewebe (Herzinfarkt) führen. Ein Phäochromozytom ist ein meist gutartiger Tumor vor allem des Nebennierenmarks, der Stoffe abgibt, die zu zeitweise sehr hohem Bluthochdruck führen.
Vorsichtsmaßnahmen und Warnhinweise:
Warnhinweise
Beachten Sie bitte, dass eine Augenreizung oder Augenrötung häufig ein Zeichen für eine ernste Augenerkrankung ist und Sie daher einen Augenarzt befragen sollten. Suchen Sie unbedingt einen Augenarzt auf, wenn
1. die Augenrötung akut oder einseitig auftritt,
2. zu Ihren jetzigen Beschwerden Augen- oder Kopfschmerzen hinzukommen,
3. Sie eine Sehverschlechterung oder fliegende Punkte vor den Augen bemerken!
Die Augentropfen dürfen bei Engwinkelglaukom nicht angewendet werden. Bei anderen Glaukomformen darf die Anwendung des Arzneimittels nur mit besonderer Vorsicht und unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.
Die Augentropfen dürfen nicht geschluckt werden und sind deshalb für Kinder unerreichbar aufzubewahren.
Hinweise für Kontaktlinsenträger:
Wenn trotz der vorliegenden Augenerkrankung keine Einwände gegen das Tragen von Kontaktlinsen bestehen, sollten Kontaktlinsenträger die Linsen vor der Anwendung der Augentropfen herausnehmen und erst nach ca. 15 Minuten wieder einsetzen.
Wegen der Gefahr der Materialtrübung sollte eine direkte Berührung mit weichen Kontaktlinsen vermieden werden.
Kinder:
Die Augentropfen dürfen nicht bei Kindern unter 2 Jahren angewendet werden. Langfristige Anwendung und Überdosierung, vor allem bei Kindern, sind zu vermeiden. Die Anwendung bei Kindern und bei höherer Dosierung darf daher nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
In seltenen Fällen kann es zu verschwommenem Sehen und Blendung kommen. Sie können dann auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren. Fahren Sie in diesen Fällen nicht Auto oder andere Fahrzeuge! Bedienen Sie keine elektrischen Werkzeuge oder Maschinen! Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt!
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren!
Was ist bei einer Schwangerschaft und in der Stillzeit zu beachten:
- Die Augentropfen dürfen in Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden.
Datum der Produktinformation: 22.04.2012
¹ Zuzahlung + Mehrkosten für gesetzlich Krankenversicherte bei Vorlage eines gültigen Kassenrezeptes
² Mehrkosten für gesetzlich Krankenversicherte mit Zuzahlungsbefreiung bei Vorlage eines gültigen Kassenrezeptes
Haftungsausschluss:
Diese Hinweise zu den Arzneimitteln beruhen auf den vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) anerkannten Fachinformationen der Pharma-Hersteller, geben diese aber nicht vollständig, sondern nur hinsichtlich besonders wichtiger Informationen wieder. Die Hinweise wollen sachlich informieren und stellen keine Empfehlung oder Bewerbung des Medikaments dar.
Für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Hinweise, die wir von Dritten beziehen und zur Anzeige bringen, wird trotz sorgfältigster Bearbeitung keine Haftung übernommen. Die Informationen ersetzen auf keinen Fall die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Zu Risiken und Nebenwirkungen beachten Sie bitte stets die Packungsbeilage (sofern aus arzneimittelrechlichen Gründen vorgeschrieben) und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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Gebrauchsinformation BERBERIL N EDO Einzeldosispipetten