
BETAISODONA SALBE
Informationen zum Produkt
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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Betaisodona Salbe
Die Betaisodona Salbe wird zur äußerlichen Behandlung von Hautinfektionen und Wunden angewendet. Hautinfektionen können zum Beispiel durch Bakterien, Viren oder Pilze hervorgerufen werden. Zu den typischen Symptomen einer Infektion gehören unter anderem Schwellungen, Rötungen, Ausschläge, Blasen oder Pusteln auf der betroffenen Hautstelle. Zusätzlich kommt es häufig zu Juckreiz, Schmerzen und Druckempfindlichkeit. Nichtbehandelte Infektionen könnten sich unter Umständen auch in tiefere Schichten ausbreiten und dadurch Sehnen, Bänder oder Knochen angreifen. Bei einer Wunde handelt es sich immer um eine Trennung von Gewebszusammenhängen. Zu Wunden kommt es hauptsächlich durch eine Verletzung der Haut. Durch die Wunden können leicht Krankheitserreger in die Haut eindringen, so dass es zu Hautinfektionen kommen kann. Bereits kleine Verletzungen können unter Umständen zu Infektionen führen und sollten deshalb auf jeden Fall behandelt werden.
Der Wirkstoff Povidon Jod
Die Betaisodona Salbe enthält hauptsächlich den Wirkstoff Povidon Jod. Beim Povidon Jod handelt es sich um einen Stoff aus der Gruppe der antiseptischen Mittel, genauer gesagt aus der Untergruppe der Halogenfreisetzer. In dem zusammengesetzten Wirkstoff ist der eigentliche wirksame Stoff das Jod. Dieses Jod wird auf der Haut aus der Verbindung abgespalten. Durch das Jod wird das Keimwachstum auf der Haut gehemmt und Krankheitserreger abgetötet. Das freigesetzte Jod kann auf chemische Weise mit den Oberflächenstrukturen von Krankheitserregern reagieren. Die Krankheitserreger verlieren ihre Funktion und sterben schließlich ab. Der Wirkstoffkomplex ist besonders im sauren Umfeld wirksam. So ein saures Umfeld liegt häufig bei Wunden und Entzündungen vor.
Wirkungsweise der Betaisodona Salbe
Die Betaisodona Salbe eignet sich zur Vorbeugung von Wundinfektionen und zur Unterstützung der Wundheilung. Die Salbe bildet nach dem Auftragen ein Jod-Depot auf der Haut. Durch dieses Depot wird das Jod nach und nach freigesetzt, wodurch eine gleichbeliebend hohe Konzentration von freiem Jod auch über einen längeren Zeitraum gegeben ist. Der enthaltene Wirkstoff ist deutlich besser verträglich als reines Jod. Durch die Bindung des Jods an Povidon kommt es im Allgemeinen nicht zu örtlichen Reizungen. Beim rechtzeitigen Auftragen wird eine Eiterbildung weitgehend verhindert und es kommt eher zu einer schnellen und problemlosen Heilung der Wunde. Die Betaisodona Salbe färbt die Haut nach dem Auftragen braun ein und zeigt durch ein Nachlassen der Färbung an wann eine Nachdosierung notwendig wird.
Zusammensetzung:
(Per Klick auf einzelne Bestandteile der Zusammensetzung weitere Produkte ermitteln.)(Die aufgeführte Zusammensetzung bezieht sich auf 1 Gramm)
Wie wird das Produkt angewendet?
- Salbe zum Auftragen auf die Haut.
Hinweis
Die Braunfärbung der Salbe ist eine Eigenschaft des Präparates.
Sie zeigt das Vorhandensein von verfügbarem Iod und damit die Wirksamkeit an. Bei Nachlassen der Braunfärbung ist nachzudosieren, wobei eine vollständige Belegung der betroffenen Areale notwendig ist, da die Salbe eine ausschließlich lokale antiseptische Wirkung aufweist.
Gesamtdosis des Produkts:
- Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da sonst nicht richtig wirken kann!
Die Salbe wird entsprechend der Größe der zu behandelnden Flächen bei Bedarf mehrmals täglich aufgetragen.
Zu Beginn der Behandlung stark entzündeter oder nässender Wunden sollte die Salbe alle 4-6 Stunden erneut aufgetragen werden, um eine optimale mikrobizide Wirkung zu erhalten.
Zur lokalen, antiseptisch-therapeutischen Anwendung werden die betroffenen Partien vollständig bestrichen.
Die Dauer der Anwendung ergibt sich aus der jeweils vorliegenden Indikationsstellung.
Die Salbe kann längere Zeit auf der Wunde verbleiben und sollte spätestens nach Entfärbung neu aufgetragen werden.
Wofür wird das Produkt angewendet?
- Zur wiederholten, zeitlich begrenzten Anwendung als Antiseptikum bei geschädigter Haut, wie z.B.
- Decubitus (Druckgeschwür),
- Ulcus cruris (Unterschenkelgeschwür),
- oberflächlichen Wunden und Verbrennungen,
- infizierten und superinfizierten Dermatosen (Hauterkrankungen).
In welchen Fällen darf das Produkt nicht angewendet werden?
- Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Povidon-Iod oder einen der sonstigen Bestandteile sind
- wenn Sie an einer Schilddrüsenerkrankung leiden
- wenn Sie an Dermatitis herpetiformis Duhring (seltene Hauterkrankung mit Brennen, Juckreiz und verschiedenartigen Hauterscheinungen, vor allem an Armen, Beinen, Schultern und Gesäß) erkrankt sind
- wenn bei Ihnen eine Strahlentherapie der Schilddrüse mit Iod (Radioiodtherapie) geplant oder durchgeführt worden ist (bis zum Abschluss der Behandlung)
- bei Neugeborenen und Säuglingen bis zum Alter von 6 Monaten
Welche Nebenwirkungen können im Einzelfall auftreten?
- Bei längerer Behandlung kann eine Störung der Wundheilung sowie vorübergehend Schmerzen, Brennen und Wärmegefühl auftreten.
In Einzelfällen kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Iod (Iodallergie) kommen.
Nach umfangreicher Anwendung von Povidon-Iod oder z. B. bei der Behandlung großflächiger Verbrennungen sind sehr selten Störungen des Salz- und des Säuren-Basen-Haushaltes (Elektrolyt- und Serumosmolaritätsstörungen sowie metabolische Acidose) beschrieben worden. Dabei kann es in Einzelfällen zur Niereninsuffizienz kommen.
Bei Patienten mit Schilddrüsenerkrankungen soll regelmäßig eine Überwachung der Schilddrüsenfunktion erfolgen, wenn das Arzneimittel großflächig oder oft, besonders auf geschädigter Haut, angewendet wird.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.
Welche Wechselwirkungen können auftreten?
- Iod reagiert mit Quecksilberverbindungen zu stark ätzendem Quecksilberiodid.
Povidon-Iod darf nicht mit Taurolidin und Wasserstoffperoxid angewendet werden.
Der Povidon-Iod-Komplex ist bei pH-Werten zwischen 2 und 7 wirksam. Es ist zu erwarten, dass der Komplex
mit Eiweiß und bestimmten anderen organischen Ver - bindungen reagiert, wodurch seine Wirksamkeit beeinträchtigt wird.
Einfluss des Arzneimittels auf andere Arzneimittel
Es dürfen gleichzeitig mit Povidon-Iod keine enzymatischen Wundbehandlungsmittel angewendet werden, da die Enzymkomponente unwirksam wird.
Was muss zusätzlich beachtet werden?
- Besondere Vorsicht bei der Anwendung des Arzneimittels ist erforderlich:
Wegen der Gefahr von Verätzungen durch Quecksilberiodid darf Povidon-Iod nicht gleichzeitig oder kurzfristig nachfolgend mit Quecksilberderivaten angewendet werden.
Hinweise zur Beeinflussung diagnostischer Untersuchungen:
Wegen der oxidierenden Wirkung von Povidon-Iod können verschiedene diagnostische Untersuchungen zu falschen Ergebnissen führen (u.a. o-Toluidin und Guajakharz zur Hämoglobin- oder Glukosebestimmung).
Unter der Gabe von Povidon-Iod kann die Iodaufnahme der Schilddrüse herabgesetzt sein.
Dies kann zu Störungen bei bestimmten Schilddrüsentests wie der Schilddrüsenszintigraphie (nuklearmedizinische Untersuchung der Schilddrüse), der PBI-Bestimmung (indirekte Bestimmungsmethode für Schilddrüsenhormone) und der Radioiod-Diagnostik (nuklearmedizinische Untersuchung der Schilddrüsenfunktion) führen sowie eine geplante Radioiod- Therapie (Behandlung mit radioaktivem 131 Iod) unmöglich machen.
Bis zur Aufnahme eines neuen Szintigramms sollte eine Wartezeit von mindestens 1 – 2 Wochen nach Absetzen der Povidon-Iod-Behandlung eingehalten werden.
Wegen der Wasserlöslichkeit von Povidon-Iod lassen sich Flecken aus textilem Gewebe mit Wasser und Seife, in hartnäckigen Fällen mit Salmiakgeist oder Thiosulfatlösung leicht entfernen.
Aufbewahrung
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Was ist bei einer Schwangerschaft und in der Stillzeit zu beachten:
- Schwangerschaft und Stillzeit
Das Arzneimittel sollte bis zur 9. Schwangerschaftswoche nur nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko durch den behandelnden Arzt angewendet werden.
Nach der 9. Schwangerschaftswoche und während der Stillzeit darf das Arzneimittel nicht angewendet werden, da Iod, auch aus Povidon-Iod, plazentagängig ist und in die Muttermilch übertritt.
Datum der Produktinformation: 22.04.2012
¹ Zuzahlung + Mehrkosten für gesetzlich Krankenversicherte bei Vorlage eines gültigen Kassenrezeptes
² Mehrkosten für gesetzlich Krankenversicherte mit Zuzahlungsbefreiung bei Vorlage eines gültigen Kassenrezeptes
Haftungsausschluss:
Diese Hinweise zu den Arzneimitteln beruhen auf den vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) anerkannten Fachinformationen der Pharma-Hersteller, geben diese aber nicht vollständig, sondern nur hinsichtlich besonders wichtiger Informationen wieder. Die Hinweise wollen sachlich informieren und stellen keine Empfehlung oder Bewerbung des Medikaments dar.
Für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Hinweise, die wir von Dritten beziehen und zur Anzeige bringen, wird trotz sorgfältigster Bearbeitung keine Haftung übernommen. Die Informationen ersetzen auf keinen Fall die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Zu Risiken und Nebenwirkungen beachten Sie bitte stets die Packungsbeilage (sofern aus arzneimittelrechlichen Gründen vorgeschrieben) und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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Gebrauchsinformation BETAISODONA Salbe