AP = apothekenpflichtig IMODIUM AKUT LINGUAL
Artikel-Nr.: 1689854
Anbieter: JOHNSON&JOHNS.GMBH OTC
Inhalt: 12 St / N1
Darr.: Schmelztabletten
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Imodium akut lingual Schmelztabletten


Die Imodium akut lingual Schmelztabletten werden zur schnellen und zuverlässigen Linderung von Durchfallerkrankungen angewendet. Beim Durchfall handelt es sich an sich nicht um eine Erkrankung, sondern vielmehr um ein Zeichen, dass eine andere Erkrankung vorliegt. Zu Durchfall kann es unter anderem durch Darmreizungen oder durch Bakteriengifte kommen. Von Durchfall spricht man, wenn die Stuhlentleerung mehrmals täglich erfolgt und die Stuhlmenge größer als gewöhnlich ist. Gleichzeitig ist der Stuhl deutlich flüssiger. Häufige Begleiterscheinungen sind zum Beispiel ein Appetitverlust, Schmerzen, Krämpfe, Blähungen oder Übelkeit. Bei Durchfall nehmen der Dünn- und Dickdarm zu wenig Flüssigkeit aus dem Nahrungsbrei auf. Die häufigste Ursache für Durchfall ist eine Entzündung des Darms mit Viren oder Bakterien. Durchfälle können auch als Folge von Stress, Angst oder Nervosität auftreten.

Der Wirkstoff Loperamid


Die Imodium akut lingual Schmelztabletten enthalten unter anderem den Wirkstoff Loperamid. Bei dem Loperamid handelt es sich um einen sogenannten Durchfallstopper aus der Gruppe gegen Durchfallerkrankungen. Bei der Einnahme kommt es nicht zu einer Bekämpfung der Ursache, sondern zu einer Hemmung der Darmbewegung. Der Wirkstoff greift an die gleichen Rezeptoren der Darmwand an, wie auch die opioiden Schmerzmittel, welche verstopfende Nebenwirkungen besitzen. Durch die Besetzung der Rezeptoren kommt es zu einer Hemmung der Darmbewegung, wodurch sich die Verweilzeit des Darminhalts verlängert und sich die Wiederaufnahme von Wasser und Mineralien verstärkt. Es kommt zu einem Eindicken des Darminhalts, so dass der Durchfall gestoppt wird.

Wirkungsweise der Imodium akut lingual Schmelztabletten


Die Imodium akut lingual Schmelztabletten sorgen für eine schnelle und zuverlässige Linderung des Durchfalls. Der in den Schmelztabletten enthaltene Wirkstoff macht den Stuhlgang dicker, wodurch automatisch die Stuhlfrequenz weniger wird. Es kommt bei der Einnahme nicht nur zu einer Reduzierung der übermäßigen Darmbewegung, sondern auch zu einer Beruhigung des gesamten Verdauungssystems. Der Darm kehrt wieder zu seiner normalen Funktion zurück und der Stuhl wird deutlich fester. Wenn sich die Darmtätigkeit wieder normalisiert hat kann man auch seinen Tagesablauf wieder normal gestalten. Die Besiedlung des Darms mit den nützlichen Bakterien wird durch das Medikament nicht verändert. Zusätzlich kommt es bei der Einnahme zu einer Erhöhung der Spannung im Aftermuskel, wodurch auch der Drang zum Stuhlgang deutlich nachlässt. Die Imodium akut lingual Schmelztabletten sorgen dafür, dass der Durchfall zum Stehen kommt und der Körper vor einen zu hohen Wasserverlust geschützt wird.

Zusammensetzung:
(Per Klick auf einzelne Bestandteile der Zusammensetzung weitere Produkte ermitteln.)

Loperamid hydrochlorid
Wirkstoff2 mg
Loperamid
entsprechend1.86 mg
Aspartam
Hilfsstoff+
Phenylalanin
Hilfsstoff+
Gelatine
Hilfsstoff+
Mannitol
Hilfsstoff+
Natrium hydrogencarbonat
Hilfsstoff+
Pfefferminz Aroma
Hilfsstoff+

(Die aufgeführte Zusammensetzung bezieht sich auf 1 Stück)


Wie wird das Produkt angewendet?
  • Die Schmelztablette wird auf die Zunge gelegt und zergeht dort sofort. Mit dem Speichel herunterschlucken.

Gesamtdosis des Produkts:
  • Nehmen Sie das Arzneimittel genau nach der Anweisung ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
    Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
    AlterErstdosisWiederholungsdosisTageshöchstdosis
    Erwachsene2 Schmelztabletten
    (= 4 mg Loperamidhydrochlorid)
    1 Schmelztablette
    (= 2 mg Loperamidhydrochlorid)
    6 Schmelztabletten
    (= 12 mg Loperamidhydrochlorid)
    Jugendliche ab 12 Jahren1 Schmelztablette (= 2 mg Loperamidhydrochlorid)1 Schmelztablette (= 2 mg Loperamidhydrochlorid)4 Schmelztabletten (= 8 mg Loperamidhydrochlorid)
    Zu Beginn der Behandlung von akuten Durchfällen erfolgt die Einnahme der Erstdosis. Danach soll nach jedem ungeformten Stuhl die Wiederholungsdosis eingenommen werden. Die empfohlene Tageshöchstdosis darf nicht überschritten werden.
    Behandlungsdauer:
    Das Arzneimittel darf ohne ärztliche Verordnung nicht länger als 2 Tage eingenommen werden. Suchen Sie bitte Ihren Arzt auf, wenn der Durchfall nach 2 Tagen Behandlung weiterhin besteht.
    Wenn Sie eine größere Menge des Arzneimittels eingenommen haben, als Sie sollten:
    Zeichen einer Überdosierung mit dem Arzneimittel sind Verstopfung, Darmverschluss und Vergiftungserscheinungen des zentralen Nervensystems (Neurotoxizität) wie Krämpfe, Teilnahmslosigkeit (Apathie), Schläfrigkeit (Somnolenz) gesteigerte und unwillkürlich ablaufende Muskelbewegungen (Choreoathetose), Störung der Koordination von Bewegungsabläufen (Ataxie) oder Herabsetzung der Atmung (Atemdepression).
    Beim Auftreten von Zeichen einer Überdosierung ist auf jeden Fall ein Arzt aufzusuchen. Die Behandlung richtet sich nach den Überdosierungserscheinungen und dem Krankheitsbild. Unter ärztlicher Verlaufsbeobachtung kann versuchsweise der Opioidantagonist Naloxon als Gegenmittel eingesetzt werden.
    Hinweis für den Arzt: Da Loperamid eine längere Wirkungsdauer als Naxolon hat, kann die wiederholte Gabe von Naxolon angezeigt sein. Der Patient sollte daher engmaschig über mindestens 48 Stunden überwacht werden, um ein mögliches (Wieder)auftreten von Überdosierungserscheinungen zu erkennen.
    Um noch im Magen vorhandene Wirkstoffreste zu entfernen, kann ggf. eine Magenspülung durchgeführt werden.
    Wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels vergessen haben:
    Nehmen Sie eine Schmelztablette nach dem nächsten ungeformten Stuhl ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Einnahmezeitpunkt des Produkts:
  • nach jedem ungeformten Stuhl

Wofür wird das Produkt angewendet?
  • Das Arzneimittel ist ein Mittel gegen Durchfall.
    Es wird zur Behandlung akuter Durchfälle eingenommen, sofern keine ursächliche Behandlung zur Verfügung steht.


In welchen Fällen darf das Produkt nicht angewendet werden?
  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
    - wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Loperamidhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind.
    - bei Durchfällen, die mit Fieber und/oder blutigem Stuhl einhergehen.
    - bei akuten Schüben einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung (Colitis ulcerosa).
    - bei Durchfällen, die während oder nach der Einnahme von Antibiotika auftreten (antibiotikaassoziierte Colitis pseudomembranosa). Sprechen Sie in einem solchen Fall unbedingt mit Ihrem Arzt.
    - bei einer bakteriellen Darmentzündung, die durch in die Darmwand eindringende Erreger (z.B. Salmonellen, Shigellen und Campylobacter) hervorgerufen wird.
    - bei Zuständen, bei denen eine Verlangsamung der Darmtätigkeit zu vermeiden ist (z. B. Verstopfung und Darmverschluss).
    - wenn Sie an einer chronischen Durchfallerkrankung leiden. Diese darf nur nach ärztlicher Verordnung mit Loperamid behandelt werden.
    - in der Schwangerschaft und Stillzeit.
    - von Kindern unter 2 Jahren.
    Kinder zwischen 2 und 12 Jahren dürfen nur nach ärztlicher Verordnung mit loperamidhaltigen Arzneimitteln behandelt werden. Hierfür stehen nach ärztlicher Verordnung andere Darreichungsformen zur Verfügung.


Welche Nebenwirkungen können im Einzelfall auftreten?
  • Wie alle Arzneimittel kann das Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
    Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
    Sehr häufig:mehr als 1 Behandelter von 10
    Häufig:1 bis 10 Behandelte von 100
    Gelegentlich:1 bis 10 Behandelte von 1.000
    Selten:1 bis 10 Behandelte von 10.000
    Sehr selten:weniger als 1 Behandelter von 10.000
    Nicht bekannt:Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
    Mögliche Nebenwirkungen:
    Erkrankungen des Immunsystems:
    Sehr selten: allergische Reaktionen und in einigen Fällen schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktischer Schock / anaphylaktoide Reaktionen).
    Erkrankungen des Nervensystems: Häufig: Schwindelgefühl, Kopfschmerzen. Gelegentlich: Müdigkeit.
    Sehr selten: Bewusstseinsverlust, vermindertes Bewusstsein. Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts:
    Häufig: Mundtrockenheit, Blähungen, Bauchkrämpfe (Koliken), Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Verstopfung.
    Sehr selten: Darmverschluss (Ileus), Megacolon einschließlich eines toxischen Megacolons (Dickdarmerweiterung als Komplikation z. B. einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung) kann gefördert werden.
    Bei Darmverschluss, aufgetriebenem Leib und / oder Verstopfung müssen Sie die Einnahme des Arzneimittels sofort beenden.
    Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:
    Selten: Hautausschlag, Nesselsucht und Juckreiz, Schwellung von Haut oder Schleimhäuten durch Flüssigkeitsansammlung im Gewebe (Angioödem).
    Sehr selten: Schwere blasenbildende Hauterkrankungen (bullöse Hautreaktionen einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom, Erythema multiforme, toxisch epidermale Nekrolyse).
    Erkrankungen der Nieren und Harnwege:
    Sehr selten: Harnverhaltung.
    Einige der berichteten unerwünschten Ereignisse sind häufig Begleitsymptome der Durchfallerkrankung. Diese Symptome sind oftmals schwer von den Nebenwirkungen des Arzneimittels zu unterscheiden.
    Einige Patienten berichteten über ein vorübergehendes brennendes oder prickelndes Gefühl auf der Zunge direkt nach der Anwendung des Arzneimittels.
    Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.

Welche Wechselwirkungen können auftreten?
  • Bei Einnahme des Arzneimittels mit anderen Arzneimitteln:
    Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
    Bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten mit Chinidin, Verapamil oder Ketoconazol können Anzeichen für eine Atemabflachung (Atemdepression) ausgelöst werden. Ebenfalls wurden Wechselwirkungen unter der Einnahme des HIV-Arzneimittels Ritonavir beobachtet.
    Die gleichzeitige Anwendung von Loperamid und Hemmstoffen des P-Glykoproteins (z.B. Chinidin oder Ritonavir) führte in Untersuchungen an Patienten zu einem Anstieg der Konzentration von Loperamid im Blut. Die Bedeutung dieser Beobachtung ist nicht geklärt.
    Arzneimittel, die die Magen- und Darmtätigkeit dämpfen (z. B. morphinhaltige Schmerzmittel), können die Wirkung des Arzneimittels verstärken. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen.


Was muss zusätzlich beachtet werden?
  • Besondere Vorsicht bei der Einnahme des Arzneimittels ist erforderlich,
    - wenn eine Lebererkrankung besteht oder durchgemacht wurde, weil bei schweren Lebererkrankungen der Abbau von Loperamid verzögert sein kann. Die Einnahme von Loperamid sollte unter diesen Umständen nur nach ärztlicher Verordnung erfolgen.
    - wenn Sie AIDS haben. Bei ersten Anzeichen einer Aufblähung des Bauches beenden Sie die Einnahme des Arzneimittels und suchen Ihren Arzt auf.
    Bei Durchfall kann es zu großen Flüssigkeits- und Salzverlusten kommen. Deshalb muss als wichtigste Behandlungsmaßnahme bei Durchfall auf Ersatz von Flüssigkeit und Salzen (Elektrolyten) geachtet werden. Dies gilt insbesondere für Kinder und ältere Menschen.
    Mit Loperamid wird die Darmtätigkeit während des Durchfalls normalisiert, aber nicht die Ursache des Durchfalls behandelt. Falls eine Behandlung der Ursache des Durchfalls möglich ist, sollten Sie diese
  • soweit sinnvoll
  • durchführen.
    Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
    Bei Durchfällen kann es allgemein zu Schwindel, Müdigkeit und Schläfrigkeit kommen. Daher ist im Straßenverkehr oder bei der Arbeit mit Maschinen Vorsicht angeraten. Das Arzneimittel selbst hat keinen Einfluss auf das Reaktionsvermögen.
    Aufbewahrung:
    Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
    Entsorgung:
    Die Entsorgung von Arzneimitteln sollte gemäß den jeweiligen regionalen Vorgaben erfolgen. Fragen Sie daher Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.



Was ist bei einer Schwangerschaft und in der Stillzeit zu beachten:
  • Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
    Schwangerschaft
    Da mit der Anwendung bei Schwangeren keine Erfahrungen vorliegen, darf eine Anwendung in der Schwangerschaft nicht erfolgen.
    Stillzeit
    Da der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht, darf eine Anwendung in der Stillzeit nicht erfolgen.






Datum der Produktinformation: 22.04.2012

¹ Zuzahlung + Mehrkosten für gesetzlich Krankenversicherte bei Vorlage eines gültigen Kassenrezeptes
² Mehrkosten für gesetzlich Krankenversicherte mit Zuzahlungsbefreiung bei Vorlage eines gültigen Kassenrezeptes
Haftungsausschluss:

Diese Hinweise zu den Arzneimitteln beruhen auf den vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) anerkannten Fachinformationen der Pharma-Hersteller, geben diese aber nicht vollständig, sondern nur hinsichtlich besonders wichtiger Informationen wieder. Die Hinweise wollen sachlich informieren und stellen keine Empfehlung oder Bewerbung des Medikaments dar.
Für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Hinweise, die wir von Dritten beziehen und zur Anzeige bringen, wird trotz sorgfältigster Bearbeitung keine Haftung übernommen. Die Informationen ersetzen auf keinen Fall die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Zu Risiken und Nebenwirkungen beachten Sie bitte stets die Packungsbeilage (sofern aus arzneimittelrechlichen Gründen vorgeschrieben) und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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