Die Neuralgin Tabletten werden zur schnellen und zuverlässigen Behandlung von Schmerzen, Fieber und Entzündungen angewendet. Bei einer Entzündung handelt es sich um eine Reaktion des Körpers auf einen örtlichen Gewebeschaden. Bei einer Entzündung kommt es meistens zu einer Rötung, Erwärmung und Schwellung der betroffenen Körperstelle. Es gibt verschiedene Formen von Entzündungen, welche sich alle durch verschiedene Symptome bemerkbar machen. Bei jeder Entzündung wird die körpereigene Immunabwehr aktiviert. Es kommt zu einer stärkeren Durchblutung des Gewebes und zu einer Einwanderung von weißen Blutkörperchen in das betroffene Gewebe. Bei jedem auftretenden Schmerz handelt es sich um ein Alarmsignal das etwas im Körper nicht stimmt. Nicht immer haben Schmerzen eine körperliche Ursache, sondern können auch im Laufe einer psychischen Erkrankung auftreten.
Die Wirkstoffe Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein
Die Neuralgin Tablettenenthalten eine Kombination der drei Wirkstoffe Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein. Durch die Acetylsalicylsäure werden zwei körpereigene Enzyme gehemmt, welche die wichtigen Gewebshormone Prostaglandine produzieren. Auf anderem Wege verursachen die Prostaglandine die Symptome, wie Rötungen und Schwellungen, reizen die Nervenenden und sind an der Schmerzwahrnehmung beteiligt. Die Acetylsalicylsäure verfügt über entzündungshemmende, schmerzstillende und leicht fiebersenkende Eigenschaften. Durch das Paracetamol wird ein bestimmtes Enzym im Körper gehemmt, welches die Bildung der Prostaglandine steuert. Durch diese Prostaglandine kommt es zu Schmerz- und Entzündungsreaktionen im Körper. Das Coffein kann Ermüdungserscheinungen aufheben, wodurch es zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit kommt. Gleichzeitig wird die Durchblutung gefördert und der Hirndruck gesenkt. Zusätzlich sorgt das Coffein für eine Verstärkung der Wirkung der anderen enthaltenen Substanzen.
Wirkungsweise der Neuralgin Tabletten
Die Neuralgin Tabletten sorgen für eine schnelle Linderung von leichten bis mittelstarken Schmerzen. Durch die Darreichungsform der Tablette kann das Medikament schnell und unkompliziert sowohl geschluckt, als auch in Wasser aufgelöst werden. Gleichzeitig kommt es zu einem schnelleren Wirkungseintritt, weil die Tablette sofort nach der Einnahme zerfällt und fein verteilt im Magen ankommt. Die Tabletten sind vollkommen neutral im Geschmack, wodurch die Einnahme möglichst angenehm gemacht wird. Der zusätzlich in den Tabletten enthaltene Pufferstoff verbessert die Löslichkeit des Wirkstoffes. Durch diese bessere Löslichkeit wird der Magen schnell passiert und der Wirkstoff gelangt schnell in die Blutbahn. Die Neuralgin Tabletten sind besonders geeignet wenn der Schmerz plötzlich auftritt und eine schnelle Linderung benötigt wird.
(Die aufgeführte Zusammensetzung bezieht sich auf 1 Stück)
Wie wird das Arzneimittel angewendet?
Die Tabletten in etwas Flüssigkeit gelöst oder unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit einnehmen
Gesamtdosis des Arzneimittels:
Erwachsene und Jugendliche über 14 Jahre: - 1-2 Tabletten (250-500 mg Acetylsalicylsäure, 200-400 mg Paracetamol und 50-100 mg Coffein) - Wenn erforderlich bis zu 3 mal täglich (im Abstand von 4-8 Stunden) - Die Tageshöchstmenge beträgt 3 mal 2 Tabletten (1500 mg Acetylsalicylsäure, 1200 mg Paracetamol und 300 mg Coffein).
Einnahmezeitpunkt des Arzneimittels:
im Abstand von 4-8 Stunden
Wofür wird das Arzneimittel angewendet?
Bei akuten leichten bis mäßig starken Schmerzen.
In welchen Fällen darf das Arzneimittel nicht angewendet werden?
Gegen alle Arzneimittel können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten, dann müssen Sie das Medikament sofort absetzen. Wenn schon eine Allergie gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels bekannt ist, darf es nicht angewendet werden.
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei: - Magen-Darm-Geschwüren - Erhöhter Blutungsneigung - Kindern und Jugendlichen unter 14 Jahren
Das Arzneimittel darf nur nach Rücksprache mit dem Arzt verwendet werden bei: - Asthma - Gleichzeitiger Behandlung mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln (z. B. Marcumar, Heparin
mit Ausnahme niedrig dosierter Heparin-Behandlung) - Überempfindlichkeit gegen andere Entzündungshemmer oder Rheumamittel - Wiederkehrenden Magen- oder Darmbeschwerden - Vorgeschädigter Niere - Schweren Leberfunktionsstörungen - Meulengracht-Krankheit - Glucose-6-Phosphathydrogenase-Mangel (Stoffwechselkrankheit) - Schilddrüsenüberfunktion - Neigung zu Gichtanfällen
Die häufigere Einnahme sollte vermieden werden bei: - Zuckerkrankheit - Alkoholmissbrauch - Gleichzeitiger Rheumabehandlung - Flüssigkeitsmangel (z. B. nach Durchfällen, hohen Außentemperaturen, körperlicher Belastung mit starkem Schwitzen) - Niedrigem Blutdruck
Welche Nebenwirkungen können im Einzelfall auftreten?
Magen-Darm-Beschwerden, wie Magenschmerzen, kleinste Blutungen - Übelkeit, Erbrechen, Durchfall - Magenblutungen und Magengeschwüre - Schmerzmittel-Asthma bei Neigung zu Allergien - Kopfschmerzen, Schwindel, Erbrechen, Ohrgeräusche, Sehstörung - Schlaflosigkeit, innerer Unruhe, Pulsbeschleunigung und Magenbeschwerden (durch den Coffeinanteil)
Was muss zusätzlich beachtet werden?
Schmerzmittel sollen ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als 3-4 Tage und nicht in höheren Mengen angewendet werden.
Was ist bei einer Schwangerschaft und in der Stillzeit zu beachten:
Während Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie Medikamente möglichst nur nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker einnehmen!
- Da der Einfluss auf die Schwangerschaft ungeklärt ist, sollte das Arzneimittel im 1. und 2. Schwangerschaftsdrittel nicht eingenommen werden. Eine Einnahme im letzten Drittel ist verboten. - Für Coffein oder auch Kaffeegenuss ist kein erhöhtes Risiko in Bezug auf Schwangerschaftsverlauf und Entwicklung des Kindes bekannt.
- Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein gehen in die Muttermilch über. Während der Stillzeit kann das Befinden und Verhalten des Säuglings durch mit der Muttermilch aufgenommenes Coffein beeinträchtigt werden. - Nachteilige Folgen für den Säugling durch Paracetamol und Acetylsalicylsäure sind bisher nicht bekannt. Bei kurzfristiger Anwendung der empfohlenen Menge ist eine Unterbrechung des Stillens nicht erforderlich. Bei längerer Anwendung oder Einnahme höherer Mengen sollte abgestillt werden.
Sonstiges:
Durch die fiebersenkende Wirkung kann eine Besserung der Erkrankung vorgetäuscht werden. Gegebenenfalls ist ärztlicher Rat einzuholen. - Die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln kann zu irreparablen Gesundheitsschäden führen. Ganz allgemein kann die langfristige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens führen. - Bei längerem Gebrauch von Analgetika in größeren Mengen können nach dem Absetzzen Kopfschmerzen sowie Müdigkeit, Muskelschmerzen, Nervosität und Unruhe auftreten. Dies klingt innerhalb weniger Tage ab. Bis dahin soll die Wiedereinnahme von Schmerzmitteln unterbleiben und die erneute Einnahme nicht ohne ärztlichen Rat erfolgen. - Wenn während der Anwendung des Arzneimittels Zeichen einer Infektion neu auftreten oder sich verschlimmern, ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen.
Datum der Produktinformation: 17.01.2012
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