Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Artikel-Nr.:
4930523
Anbieter:
SCHAPER & BRÜMMER GmbH & Co. KG
Inhalt:
100 St / N3
Darr.:
Filmtabletten
Remifemin plus Tabletten
Die Remifemin plus Tabletten werden zur natürlichen Behandlung von typischen Wechseljahresbeschwerden angewendet. Im Körper jeder Frau kommt es ungefähr ab dem 45. Lebensjahr zu einer Umstellung. Der Körper stellt sich von den fruchtbaren auf den unfruchtbaren Lebensabschnitt ein. Während der Wechseljahre kommt es zu einer Veränderung des Monatszyklus. Es kommt nicht mehr regelmäßig zu einem Eisprung. Im Laufe dieses Prozesses kommt es meistens zu ganz typischen Beschwerden. Zu diesen Beschwerden gehören unter anderem Schlaflosigkeit, Depressionen, Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen und Hitzewallungen. Diese Beschwerden können bei den Frauen verschieden stark ausgeprägt sein. Manche Frauen spüren kaum, wenn sie in die Wechseljahre kommen, für andere Frauen kommt es während dieser Zeit zu starken körperlichen Beschwerden. Auch die Stärke und Länge der Regelblutung ändert sich deutlich, bis sie irgendwann ganz ausbleibt.
Die Wirkstoffe Cimcifugawurzelstock und Johanniskraut
Die Remifemin plus Tabletten enthalten eine Kombination der pflanzlichen Wirkstoffe Cimcifugawurzelstock und Johanniskraut. Der Wirkstoff scheint den Stoffwechsel des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen zu beeinflussen. Je nach Situation und Bedarf wird die Östrogenwirkung gefördert oder gehemmt. Zugleich kann der Cimcifugawurzelstock auf das Gehirn einwirken. Der Wirkstoff bindet sich im Gehirn an verschiedene Rezeptoren, wo er dann eine ähnliche Wirkung wie der Botenstoff Dopamin entfaltet. Die in der Traubensilberkerze enthaltenen Triterpenglykoside sind in der Lage eine Östrogenartige Wirkung zu entfalten. Diese Inhaltsstoffe greifen nicht direkt an die Östrogen-Rezeptoren an, sondern verändern sie so, dass sie die östrogenartige Wirkung entfalten können. Das Johanniskraut ist in der Lage depressive Verstimmungen zu lindern. Der Wirkstoff beeinflusst bestimmte Botenstoffe im Gehirn.
Wirkungsweise der Remifemin plus Tabletten
Die Remifemin plus Tabletten sind in der Lage Wechseljahresbeschwerden ohne Hormone zu lindern. Durch den Verzicht auf Hormone eignen sich die Tabletten besonders gut für Frauen, welche aus verschiedenen Gründen keine Hormone einnehmen dürfen oder wollen. Eine Hormontherapie ist immer mit einer Vielzahl verschiedener Nebenwirkungen verbunden, wogegen bei der Therapie mit Remifemin diese Nebenwirkungen in der Regel ausbleiben. Besonders psychische und neurovegetative Wechseljahresbeschwerden werden bei einer regelmäßigen Einnahme positiv beeinflusst. Zu diesen Beschwerden zählen unter anderem Hitzewallungen, Schweißausbrüche oder Schlafstörungen. Es dauert eine gewisse Zeit bis die Wirkung des Produktes in vollen Umfang eintritt. Aus diesem Grund sollten die Remifemin plus Tabletten regelmäßig über einen längeren Zeitraum hinweg eingenommen werden.
(Die aufgeführte Zusammensetzung bezieht sich auf 1 Stück)
Wie wird das Arzneimittel angewendet?
Die Tabletten werden morgens und abends unzerkaut mit Flüssigkeit eingenommen. Sie können die Tabletten unabhängig von den Mahlzeiten einnehmen.
Gesamtdosis des Arzneimittels:
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis: 2-mal täglich 1 Tablette, bei Bedarf 2-mal täglich 2 Tabletten. Behandlungsdauer: Da sich die Behandlungsergebnisse bei längerer Anwendungsdauer noch verbessern, sollte das Arzneimittel über längere Zeit angewendet werden. Um jedoch nicht andere Krankheiten zu übersehen, sollte nach 6 Monaten der Arzt aufgesucht werden.
Überdosierung: Bei Überdosierung können die aufgeführten Nebenwirkungen verstärkt auftreten. Sie sollten das Arzneimittel dann absetzen und einen Arzt aufsuchen. Vergessene Einnahme: Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wofür wird das Arzneimittel angewendet?
Pflanzliches Arzneimittel zur Behandlung von Beschwerden in den Wechseljahren. Das Arzneimittel wird angewendet bei Beschwerden im Klimakterium wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche, depressive Verstimmungszustände und psychovegetative Störungen wie Niedergeschlagenheit, innere Anspannung, Reizbarkeit, Konzentrationsschwäche, Schlaflosigkeit, Angst und/oder nervöse Unruhe, prämenstruelle psychovegetative Beschwerden.
In welchen Fällen darf das Arzneimittel nicht angewendet werden?
Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden, - wenn Sie gleichzeitig auch mit einem anderen Arzneimittel behandelt werden, welches einen der folgenden Arzneistoffe bzw. einen Arzneistoff aus einer der folgenden Stoffgruppen enthält: Arzneimittel zur Unterdrückung von Abstoßungsreaktionen gegenüber Transplantaten: - Ciclosporin - Tacrolimus zur innerlichen Anwendung - Sirolimus Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen oder AIDS: - Proteinase-Hemmer wie Indinavir - Non-Nucleosid-Reverse-Transcriptase-Hemmer wie Nevirapin Zytostatika wie - Imatinib - Irinotecan mit Ausnahme von monoklonalen Antikörpern.
- wenn Sie überempfindlich gegen Cimicifugawurzelstock oder Johanniskraut oder einen der sonstigen Bestandteile sind - wenn Sie wissen, dass eine Lichtüberempfindlichkeit der Haut besteht.
Welche Nebenwirkungen können im Einzelfall auftreten?
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt: sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 Behandelten selten: weniger als 1 von 1.000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten sehr selten: weniger als 1 von 10.000 Behandelten, oder unbekannt Mögliche Nebenwirkungen: selten: - Magen-Darm-Beschwerden (Oberbauchbeschwerden, Durchfall), - allergische Reaktionen der Haut (Nesselsucht, Hautjucken, Hautausschlag), - Schwellungen im Gesicht oder an den Gliedmaßen - Erhöhung der Leberwerte (Transaminasen) - Gewichtszunahme sehr selten: - Müdigkeit oder Unruhe - vor allem bei hellhäutigen Personen durch erhöhte Empfindlichkeit der Haut gegenüber UV-Licht (Photosensibilisierung): Sonnenbrand-ähnliche Reaktionen der Hautpartien, die starker Bestrahlung (Sonne, Solarium) ausgesetzt sind - Leberschädigungen bei der Anwendung von Arzneimitteln mit Cimicifugawurzelstock. Zur Zeit ist ein sicherer ursächlicher Zusammenhang mit diesen Arzneimitteln nicht bewiesen. In diesen Fällen sollten Sie das Arzneimittel absetzen und Ihren Arzt aufsuchen.
Welche Wechselwirkungen können in Verbindung mit anderen Arzneimitteln auftreten?
Das Arzneimittel kann mit zahlreichen anderen Arzneimitteln in dem Sinne in Wechselwirkung treten, dass die Konzentration dieser Stoffe im Blut gesenkt wird und möglicherweise dadurch ihre Wirksamkeit abgeschwächt ist. Zu diesen Stoffen gehören folgende Arzneistoffe: - Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (Phenprocoumon, Warfarin) - Digoxin - Verapamil - Simvastatin - Midazolam - hormonelle Empfängnisverhütungsmittel, "Pille" (Auftreten von Zwischenblutungen) - andersartige Mittel gegen Depression wie Amitriptylin und Nortriptylin. Bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter Wirkstoffe zur Depressionsbehandlung (Trazodon, Paroxetin, Sertralin) können in Einzelfällen unerwünschte Wirkungen (wie z. B. Übelkeit, Erbrechen, Angst, Ruhelosigkeit, Verwirrtheit) verstärkt auftreten. Bei gleichzeitiger Behandlung mit anderen Arzneimitteln, die photosensibilisierend wirken, ist eine Verstärkung phototoxischer Wirkungen möglich
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Was muss zusätzlich beachtet werden?
Besondere Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich: - Arzneimittel, die wie dieses Arzneimittel Bestandteile aus Johanniskraut (Hypericum) enthalten, können mit anderen Arzneistoffen in Wechselwirkung treten: Wirkstoffe aus Hypericum können die Ausscheidung anderer Arzneistoffe beschleunigen und dadurch die Wirksamkeit dieser anderen Stoffe herabsetzen. Sofern eine gleichzeitige Anwendung des Arzneimittels mit anderen Arzneimitteln für erforderlich gehalten wird, muss Ihr Arzt die möglichen Wechselwirkungen bedenken: Wirkungsverminderung von Digoxin, Verapamil, Simvastatin, Midazolam, Arzneimitteln zur Hemmung der Blutgerinnung (Phenprocoumon, Warfarin).
- Bei Frauen, die hormonelle Kontrazeptiva (Empfängnisverhütungsmittel) verwenden, kann es möglicherweise zu Zwischenblutungen als Folge einer Wechselwirkung kommen. Diese Patientinnen sollten sich hinsichtlich zusätzlicher empfängnisverhütender Maßnahmen beraten lassen, da die Sicherheit dieser Mittel möglicherweise herabgesetzt werden kann.
- Wenn Ihre Regelblutung gestört ist bzw. erneut auftritt. Auch wenn Sie anhaltende unklare Beschwerden haben oder andere Beschwerden neu auftreten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. In diesen Fällen kann es sich um Erkrankungen handeln, die von einem Arzt abgeklärt werden müssen. - Wenn Sie gleichzeitig Östrogene einnehmen, darf dies nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Das Arzneimittel kann die Wirkung der Östrogene verstärken. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt. - Wenn Ihre Leber vorgeschädigt ist. Dann sollten Sie das Arzneimittel nur nach Rücksprache mit dem Arzt einnehmen. - Wenn Zeichen einer Leberschädigung auftreten (Gelbfärbung der Haut oder Augen, dunkler Urin, Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, Appetitverlust, Müdigkeit). Dann sollten Sie die Einnahme sofort beenden und einen Arzt aufsuchen. Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen: Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Was ist bei einer Schwangerschaft und in der Stillzeit zu beachten:
Zur Anwendung in der Schwangerschaft und in der Stillzeit liegen keine ausreichenden Daten vor. Das Arzneimittel soll deshalb in der Schwangerschaft und in der Stillzeit nicht eingenommen werden.
Datum der Produktinformation: 17.01.2012
¹ Zuzahlung + Mehrkosten für gesetzlich Krankenversicherte bei Vorlage eines gültigen Kassenrezeptes ² Mehrkosten für gesetzlich Krankenversicherte mit Zuzahlungsbefreiung bei Vorlage eines gültigen Kassenrezeptes
Haftungsausschluss:
Diese Hinweise zu den Arzneimitteln beruhen auf den vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) anerkannten Fachinformationen der Pharma-Hersteller, geben diese aber nicht vollständig, sondern nur hinsichtlich besonders wichtiger Informationen wieder. Die Hinweise wollen sachlich informieren und stellen keine Empfehlung oder Bewerbung des Medikaments dar.
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