Omas 34 Hausmittel gegen Erkältung Diese Mittel helfen wirklich

Hausmittel gegen Erkältung

Ohne Medikamente dauert eine Erkältung eine Woche, mit Medikamenten sieben Tage – diesen Spruch haben wohl die meisten Menschen schon einmal gehört, nicht nur von medizinischen Laien, sondern auch von kompetenten Ärzten.

Erkältungen werden von einer Vielzahl verschiedener Viren ausgelöst, gegen die es – anders als bei Bakterien, die sich mit Antibiotika bekämpfen lassen – kein allgemein wirksames Mittel gibt.

Hausmittel können bei Erkältungen jedoch für spürbare Linderung sorgen und die Heilung beschleunigen. Die wichtigsten Hausmittel bei einer Erkältung wurden hier zusammengefasst und auf den Prüfstand gestellt.

Diese Hausmittel helfen bei einer Erkältung

Die Nase läuft unaufhörlich und ist dennoch zugeschwollen, der Hals schmerzt und kratzt, Husten stört die Nachtruhe, der Kopf und gesamte Körper tut weh – die typischen Symptome einer gewöhnlichen Erkältung können das Wohlbefinden erheblich leiden lassen.

Gegen die alljährlichen Infekte ist zwar noch kein Kraut gewachsen und auch Medikamente führen nicht zur spontanen Heilung, doch es gibt durchaus Hausmittel, die eine merkliche Linderung der Erkältungsbeschwerden bewirken und die Genesung beschleunigen können.

Aloe-Vera-Saft gegen Erkältung

Aloe Vera ist für ihre antientzündlichen Eigenschaften bekannt und leistet auch als Hausmittel bei Erkältungen gute Dienste. Der Saft der Sukkulente schützt die Schleimhäute und lindert Schmerzen.

Aloe-Vera-Saft kann getrunken oder als Gurgellösung verwendet werden. Zudem hat er auch auf bei äußerlicher Anwendung auf der Haut einen schützenden und heilenden Effekt. Ist die Nase also durch fortgesetztes Putzen und Schnauben wund, kann der Aloe-Vera-Saft direkt auf die Nasenflügel aufgetragen werden. Hier fungiert er als Schutzschicht und fördert die Heilung.

Apfelessig gegen Erkältung

Apfelessig werden viele Vorzüge zugeschrieben, darunter auch das Abtöten von Keimen und die Anregung des Speichelflusses. Vor allem der Hals profitiert davon, denn der Apfelessig ist als Hausmittel gegen Halsschmerzen ideal.

Angewendet werden kann der Apfelessig auf zweierlei Arten. Zum einen kann er getrunken werden, beispielsweise verdünnt mit Wasser, Saft oder Tee und gesüßt mit Honig. Zum anderen ist er eine günstige und effiziente Gurgellösung, sollte aber auch hierzu mit ein wenig Wasser vermischt werden.

Eis gegen Erkältung

Gerade bei Halsschmerzen wird gern zu Speiseeis gegriffen, um die Schmerzen und das Wundgefühl zu lindern. Milcheis oder Produkte mit viel Zucker verschlimmern aber die Verschleimung und erschweren das Abhusten. Diese Varianten sind also denkbar ungeeignet.

Dennoch handelt es sich bei Eis um ein empfehlenswertes Hausmittel bei Erkältungen: Am einfachsten ist es, Wasser in Form von Eiswürfeln herzustellen. Diese werden gelutscht, kühlen dabei den Hals und versorgen den Körper zusätzlich mit Flüssigkeit.

Dabei kann das Wasser mit Zusätzen versehen werden, die aus den Eiswürfeln kühlende Lutschbonbons machen. Geeignet hierfür sind beispielsweise Pfefferminzöl, Honig und ein starker Teeaufguss aus Salbei, Spitzwegerich oder Kamille. Damit wird auch der Nase etwas Gutes getan und der Husten gelindert.

Anstatt des Wassers können auch Tee, Saft, Ingwer, zerdrückte oder pürierte Früchte oder – etwas ungewöhnlicher – Brühe zu Eiswürfeln verarbeitet werden.

Fenchel gegen Erkältung

Fenchel wirkt beruhigend und krampflösend. Gerade wenn die Muskulatur durch starkes Husten bereits angestrengt ist und schmerzt, kann ein Fencheltee das passende Hausmittel sein. Dazu hat Fenchel eine hemmende Wirkung auf Entzündungen und lindert die damit einhergehenden Schmerzen auf den Schleimhäuten.

Auch wenn Fencheltee eher als Hausmittel für Verdauungsstörungen als für Erkältungen bekannt ist, eignet sich das Heilkraut auch zur Linderung von Husten und Schnupfen. Dazu kann es nicht nur als Tee zum Einsatz kommen, sondern auch beim Inhalieren zugegeben werden. Verwendet wird der Fenchel frisch oder getrocknet.

Gurgeln gegen Erkältung

Wenn es im Hals kratzt und schmerzt, die Nase verstopft ist und zugleich läuft, kann das Gurgeln für schnellere Besserung sorgen. Zum einen regt das Hausmittel die Durchblutung an und lindert damit Schmerzen, während die Selbstheilungskräfte gestärkt werden. Zum anderen werden beim Gurgeln Schleim gelöst und Krankheitskeime abgespült.

Als Hausmittel gegen Erkältungen wirkt das Gurgeln also mehrfach und durchaus nicht nur gegen Halsschmerzen. Bereits das Gurgeln mit Wasser kann Linderung bringen, noch besser geeignet sind jedoch:

  • Tee-Aufgüsse: Als Gurgellösung darf der Teeaufguss stärker sein und sollte mindestens 20 Minuten ziehen. Kamille, Fenchel, Salbei, Spitzwegerich und Minze sind geeignet.
  • ätherische Öle: Einige Tropfen Teebaumöl und Pfefferminzöl in ein Glas Wasser gegeben sind eine schnelle und effiziente Lösung für das Gurgeln.
  • Salz: Salz wirkt gleich mehrfach gegen Erkältungen. In Verbindung mit Wasser sorgt es für eine Befeuchtung der Schleimhäute, schützt sie und lindert so Reizungen. Zudem kann Salz Eiweiße denaturieren und wirkt daher abtötend auf Keime. Zum Gurgeln kann eine fertige, 0,9 prozentige Kochsalzlösung aus der Apotheke oder eine selbst hergestellte Lösung aus Wasser und Emser Salz oder einfachem Kochsalz verwendet werden.
  • Mundspülung: Mundspülungen oder Mundwasser sind zwar auf die Gesundheit von Zähnen und Zahnfleisch ausgelegt, wirkt aber ebenso keimabtötend und durchblutungsfördernd im Rachen. Daher können diese Flüssigkeiten auch bei Erkältungen zum Gurgeln verwendet werden.

Hohe Luftfeuchtigkeit gegen Erkältung

Bei Erkältungen sind die Schleimhäute gereizt, empfindlich und entzündet. Trockene Zimmerluft kann diesen Zustand noch verschlimmern. Gerade im Winter, wenn die Heizung häufig läuft, aber auch durch Klimaanlagen kann die Zimmerluft sehr trocken sein.

Abhilfe schaffen hier einige einfache Maßnahmen. Eine davon ist das häufige und ausführliche Lüften. Die verbrauchte Raumluft wird dabei gegen frische Außenluft ausgetauscht. Das kann nicht nur die Feuchtigkeit auf ein angenehmeres Maß erhöhen, sondern reduziert auch die Virenkonzentration in den Räumen.

Zusätzlich kann ein feuchtes Tuch oder eine mit Wasser gefüllte Schale auf der Heizung platziert werden. Dies erhöht die Luftfeuchtigkeit durch Verdunstung. Werden noch ein paar Tropfen Pfefferminzöl oder Teebaumöl zugegeben, entsteht zugleich ein kaltes Inhalieren.

Honig gegen Erkältung

Honig ist lecker aber auch wirksam und somit  ein wunderbares Mittel gegen Erkältungen. Dafür muss es sich allerdings um hochwertige Qualität vom Imker handeln. Billige Honige voller Zusatzstoffe sind ungeeignet.

Der Honig wirkt gegen Krankheitserreger, beruhigt Schleimhäute und fördert zudem die Wundheilung. Er kann daher innerlich und äußerlich angewendet werden:

  • innerliche Anwendung: Hier empfiehlt es sich, ein bis zwei Löffel Honig langsam auf der Zunge zergehen zu lassen und das etwa drei Mal täglich. Alternativ oder auch zusätzlich kann der Tee zum Süßen von Tee, zum Anfertigen von Eiswürfeln oder auch als Beigabe im Zitronensaft verwendet werden.
  • äußerliche Anwendung: Bei Erkältungen sind wunde Nasen und Lippen nicht weit. Der Honig kann hier äußerlich zum Einsatz kommen, indem er schlicht auf die wunden Stellen aufgetupft wird. Hier desinfiziert er und beschleunigt die Heilung.

Extra-Tipp: Hochwertiger Imker-Honig ist an sich eine Wohltat bei Erkältungen, noch wirkungsvoller ist jedoch Manuka-Honig. Dieser enthält eine Substanz, die als natürliches Antibiotikum fungiert und daher bei bakteriellen Infektionen unterstützend wirken kann.

Hühnersuppe gegen Erkältung

Der warme Dampf der Suppe befeuchtet die Schleimhäute der Atemwege und ermöglicht so einen besseren Abfluss von Sekreten. Dazu geben die in der Suppe enthaltenen Eiweiße, Fette und Vitamine Kraft und blockieren die Ausschüttung entzündungsfördernder Stoffe, während das Immunsystem unterstützt wird: Hühnersuppe hat es als Hausmittel bei Erkältung tatsächlich in sich! Ihre Wirkung ist sogar wissenschaftlich nachgewiesen.

Für eine optimale Wirkung sollte sie neben dem Suppenhuhn jedoch auch Sellerie, Karotten, Zwiebeln und Kartoffeln enthalten und reichlich mit frischer, roher Petersilie garniert werden. Ein wenig gesunde Schärfe aus Chili und Ingwer schadet ebenfalls nicht.

Wer sich fleischlos ernährt, sollte bei einer Erkältung dennoch reichlich Suppe auf den Speiseplan setzen. Anstatt des Suppenhuhns können Tofu, Eier oder Hülsenfrüchte die Eiweißquelle der Wahl sein. Die bereits erwähnten Gemüse und frische Petersilie sollten aber unbedingt Bestandteile der Suppe sein.

Viel Flüssigkeit, warmer Dampf, Vitamine, Spurenelemente und Nährstoffe zur Stärkung des Körpers und des Immunsystems machen Suppen zur idealen Speise während einer Erkältung. Ganz abgesehen davon, dass die Konsistenz das Schlucken bei Halsschmerzen vereinfacht.

Inhalieren gegen Erkältung

Genussvolles Einatmen ist bei Schnupfen zwar nicht möglich, aber dennoch ist warmer Wasserdampf ein wunderbares Hausmittel bei Erkältungen. Er befeuchtet die Schleimhäute und begünstigt daher den Abfluss von Sekreten, öffnet die Atemwege, regt die Durchblutung an und fördert damit die Heilung.

Das allein gilt bereits für den Wasserdampf an sich. Wird diesem noch ein Wirkstoff zugesetzt, kommt hierzu noch das Abtöten von Keimen, die Linderung von Schmerzen oder eine abschwellende Funktion. Geeignete Zusätze sind:

  • Kamille
  • Pfefferminz
  • Teebaumöl
  • Salz
  • Fenchel
  • Salbei

Die Anwendung ist ebenso einfach wie schnell: Man gibt den gewählten Zusatz in eine Schale oder einen Topf und übergießt ihn dann mit kochendem Wasser. Das Gesicht wird darüber gehalten und zur Steigerung des Effekts wird ein Handtuch über den Kopf gelegt. Hierdurch entweicht der Dampf langsamer. Nach etwa 15 Minuten der Anwendung kann das Inhalieren beendet werden. Eine Wiederholung bis zu drei Mal täglich ist angeraten. Das gilt vor allem, wenn der Schnupfen sehr stark ist, häufiger Reizhusten einsetzt oder eine Neigung zu Nasennebenhöhlenentzündungen besteht.

Ingwer gegen Erkältung

Die scharfe Knolle kennen viele vor allem als Gewürz. Sie ist jedoch auch ein ausgezeichnetes Hausmittel bei Erkältungen. Ingwer wirkt schmerzlindernd, durchblutungsfördernd sowie desinfizierend und abtötend auf Keime.

Angewendet wird Ingwer auf verschiedene Weise. Zum einen kann die geschälte und klein geschnittene Knolle mit heißem Wasser übergossen und so zum Tee werden. In Kombination mit Zitronensaft, Pfefferminzblättern und Honig entsteht daraus ein wunderbares Erkältungsgetränk, das wirkt und lecker schmeckt.

Ebenso kann jedoch auch ein kleines Stück der geschälten Wurzeln langsam und gründlich gekaut werden. Auch beim Inhalieren, als starker Teeaufguss zum Gurgeln und als Pastille oder Beigabe in selbstgemachten Eiswürfeln und Suppen ist Ingwer ideal.

Extra-Tipp: Starker Husten und Verschleimung können manchmal Brechreiz und zu Übelkeit auslösen. Dazu ist der Appetit bei Erkältungen ohnehin gering. Auch hier zeigt sich Ingwer hilfreich: Er lindert Übelkeit und regt den Appetit an.

Kamille gegen Erkältung

Als Tee, Tinktur, Gurgellösung, Beigabe beim Inhalieren oder Wirkstoff im Eiswürfel ist Kamille ein bewährtes Hausmittel für Erkältungen. Das Heilkraut töte Keime ab, lindert Beschwerden auf den Schleimhäuten und hemmt Entzündungen sowie Schmerzen.

Bei einem grippalen Infekt ist es daher das Allround-Hausmittel, dass ebenso gegen Schnupfen und Husten wie gegen Verschleimung und Halsschmerzen hilft.

Kartoffel gegen Erkältung

In der Suppe dürfen sie nicht fehlen, bei Erkältungen kann dieses Hausmittel jedoch auch noch eine andere Anwendung finden: als warmer Wickel. Dafür werden mehlig kochende Kartoffeln weich gekocht und zerdrückt. Der heiße Kartoffelbrei wird dick auf ein Tuch gegeben und eingeschlagen. Der Umschlag kann um den Hals, auf den Rücken oder die Brust gelegt werden.

Die leicht feuchte Wärme wirkt entspannend auf die Muskulatur, regt die Durchblutung an und damit auch das Immunsystem. Zugleich werden Schmerzen gelindert. Als Alternative zu den Kartoffeln kann auch ein Körnerkissen oder ein warmes, feuchtes Tuch eingesetzt werden, das für 15 bis 30 Minuten auf die gewünschte Stelle gelegt wird.

Knoblauch gegen Erkältung

Knoblauch ist scharf, lecker und geruchsintensiv – und ein tolles Hausmittel bei Erkältungen. Die enthaltenen ätherischen Öle und sekundären Pflanzenstoffe wirken abtötend auf Keime, regen die Durchblutung an und lindern dadurch Schmerzen.

Die Anwendung gestaltet sich einfach, der Knoblauch wird geschält und in kleinen Mengen langsam und gründlich zerkaut. Wer nicht riechen möchte wie ein ganzes Knoblauchfeld, kann einen einfachen und gesunden Trick anwenden: Der klein geschnittene Knoblauch wird mit frischer gehackter Petersilie vermengt und im Anschluss in etwas Öl – beispielsweise Olivenöl – eingelegt. Hierdurch fällt der Geruch deutlich dezenter aus.

Lindenblüten gegen Erkältung

Die Gerbstoffe und sekundären Pflanzenstoffe in den Lindenblüten beruhigen die Schleimhäute und entspannen das Gewebe, sie lindern Entzündungen und töten Keime ab. Dadurch sind sie als Tee oder auch als Beigabe beim Inhalieren wunderbar geeignet.

Malvenblüten und -blätter gegen Erkältung

Ähnlich der Lindenblüten sorgen auch Malvenblüten und -blätter für einen entzündungshemmenden und schmerzlindernden Effekt. Sie eignen sich als Teeaufguss zum Trinken, Gurgeln und für die Inhalation. Vor allem gegen Halsschmerzen und Husten sind sie ideal, bringen aber auch der Nase Linderung.

Meerrettich gegen Erkältung

Die scharfe Wurzel ist durch ihre ätherischen Öle besonders anregend für die Durchblutung, wirkt desinfizierend und abtötend auf Krankheitserreger. Zugleich ist Meerrettich förderlich für den Sekretabfluss und das Abhusten.

Meerrettich ist also auf der ganzen Linie ein sinnvolles Hausmittel bei Erkältungen und kann gleich auf mehrfache Weise angewendet werden. Handelsüblicher Tafelmeerrettich, Rettichsaft und geraspelter Rettich für das Inhalieren oder Wickel bieten sich an.

Der Rettichsaft wird aus zerkleinertem Rettich hergestellt, indem die Stücke gut gezuckert und im Anschluss für einige Stunden stehengelassen werden. Der Zucker zieht den Saft aus den Wurzeln. Abgeseiht kann der Saft wie Hustensaft Verwendung finden.

Geraspelt kann der Rettich in kleinen Mengen gegessen oder aber in einem warmen Wickel als Beigabe verwendet werden.

Nasenspülungen gegen Erkältung

Nasenspülungen klingen nicht nach dem angenehmsten Hausmittel, erweisen sich aber bei Schnupfen und der Neigung zu Nasennebenhöhlenentzündungen als hilfreich und wirkungsvoll. Die Nasenspülungen oder Nasenduschen reinigen die Schleimhäute, befeuchten sie und töten Keime ab. Dazu bewirken sie eine Abschwellung und erleichtern das Abfließen von festsitzendem Sekret.

Ideal ist es, eine Nasendusche aus der Apotheke nach der beiliegenden Anleitung zu verwenden. Alternativ kann jedoch auch ein Schnapsglas benutzt werden, das bis zum Rand mit warmer Salzlösung gefüllt wird. Man hält es an ein Nasenloch, drückt das andere Nasenloch mit dem Zeigefinger zu und zieht die Flüssigkeit nach oben. Dann lässt man sie sofort wieder aus der Nase laufen.

Oftmals stellt sich nach der Anwendung eine Verflüssigung von Schleim und Sekreten ein, wodurch das Nasenputzen zunimmt. Dafür ist die Nase jedoch freier und es kann leichter geatmet werden. Ideal ist das Hausmittel immer dann, wenn das Atmen durch die Nase schwer fällt, sowie vor dem Zubettgehen.

Pfefferminz gegen Erkältung

Bereits die Frische von Pfefferminz wird mit tiefem Durchatmen in Verbindung gebracht und genau dieser Effekt macht das Kraut auch bei Erkältungen zu einem sinnvollen Hausmittel. Zudem bezieht sich der befreiende Effekt nicht allein auf die Atmung.

Auf die Schläfen gerieben wirkt Pfefferminzöl gegen Kopfschmerzen, in die Inhalationslösung gegeben werden Nase und Rachen zugleich behandelt, als Gurgellösung hilft das Öl gegen Halsschmerzen und man kann es sogar als Erkältungssalbe verwenden. Hierzu wird das Öl mit Vaseline vermischt und auf Brust, Rücken und Hals angewendet. Dazu kann natürlich auch Pfefferminztee getrunken oder dieser als Eis gelutscht werden.

Öl gegen Erkältung

Wenn der Hals stark beansprucht ist und unangenehm kratzt oder schmerzt, kann das Hausmittel Öl zum Einsatz kommen. Bereits ein kleiner Löffel legt sich zumindest vorrübergehend als schützender Film auf die gereizte Schleimhaut. Geeignet hierzu sind Oliven- oder Mandelöl.

Das Öl kann jedoch auch noch anderen Zwecken dienen. Zur äußerlichen Verwendung, wenn die Nase durch häufiges Putzen wund ist oder die Lippenränder entzündet sind, eignet sich vor allem Mandelöl.

In der ayurvedischen Medizin wird Öl aber auch für Ölkuren oder das Ölziehen eingesetzt. Hierbei wird ein Schluck Öl in den Mund genommen und über mehrere Minuten hinweg wiederholt durch die Zähne gezogen, im Mund geschwenkt und über die Zunge laufen gelassen. Im Anschluss wird es ausgespuckt. Durch das Bearbeiten im Mund sollen Giftstoffe in das Öl übergehen, der Körper also von ihnen befreit und entlastet werden. Wissenschaftliche Belege gibt es dafür bisher nicht in ausreichendem Maße. Das Hausmittel beziehungsweise die ayurvedische Anwendung schadet jedoch auch nicht. Verwendet wird hierfür am besten Sonnenblumenöl.

Quark gegen Erkältung

Quark hat einen kühlenden Effekt und ist daher ideal für kalte Wickel. Verwendet wird Magerquark, der etwa zwei bis drei Zentimeter dick auf ein Tuch aufgetragen wird. Im Anschluss wird er eingeschlagen und auf den Hals, die Brust oder den oberen Rücken gelegt.

Die feuchte Kälte wirkt lindernd auf Schmerzen und kann beispielsweise bei Fieber Erleichterung bringen. Als Alternative zum Quark kann auch ein kühles, feuchtes Tuch verwendet werden. Die Anwendungsdauer sollte um die 15 Minuten betragen oder so lang sein, bis das Tuch bzw. der Quark nicht mehr kühl auf der Haut wirkt.

Ruhe gegen Erkältung

Viele versuchen bei einer Erkältung trotzdem wie gewohnt der Arbeit nachzukommen und treten erst auf die Bremse, wenn alle Kräfte versagen oder sich aus dem grippalen Infekt eine deutlich schwerere Infektion entwickelt hat. Besser ist es jedoch, bereits bei den ersten Anzeichen von Halsschmerzen, Schnupfen oder Husten dem Körper und Immunsystem die nötige Ruhe zu gönnen.

Auch wenn es sich nur um eine Erkältung handelt, ist die Belastung für den Organismus nicht zu unterschätzen. Daher sollte möglichst viel geschlafen und geruht werden. Kurze und langsame Spaziergänge an der frischen Luft sind erlaubt. Ansonsten heißt es liegen, viel trinken und sich schonen.

Salbei gegen Erkältung

Salbei desinfiziert, beruhigt die Schleimhäute, wirkt abschwellend und regt zugleich die Durchblutung an. Daher ist das Heilkraut ein optimales Hausmittel bei Erkältungen und kann auf verschiedene Weise angewendet werden.

Traditionell ist der Einsatz als Teeaufguss. Dazu kann mit einem stärkeren Aufguss – also einem Tee, den man länger ziehen lässt – auch gegurgelt werden. Ebenfalls möglich ist der Einsatz beim Inhalieren.

Salz gegen Erkältung

In jedem Haushalt vorhanden, einfach und doch wirksam ist Salz als Hausmittel gegen Erkältungen. Gelöst in Wasser eignet es sich zum Gurgeln bei Halsschmerzen und als Lösung für die Nasendusche.

Hier befeuchtet es die Schleimhäute, spült sie und begünstigt den Abfluss von Sekreten. Zudem werden einige Keime abgetötet und die Schleimhäute gereinigt.

Saure Hausmittel gegen Erkältung

Sauer macht lustig und wirkt bei Erkältungen zudem befreiend. Der saure Geschmack regt die Speichelproduktion an, was als natürliche Spülung fungiert und die Schleimhäute im Mund, Rachen und Halsbereich befeuchtet sowie von Krankheitskeimen befreit.

Zitrone, Rhabarber, Beeren aber auch Apfelessig sollten während eines grippalen Infekts daher häufiger auf dem Speiseplan stehen.

Schwitzen gegen Erkältung

Ein heißes Bad nehmen, heißen Tee trinken, warme Socken und einen Schal anziehen und dann direkt gut zugedeckt ins Bett! Die Wärme regt die Durchblutung des Körpers an und führt zum Schwitzen, was wiederum eine Verbesserung der Erkältungssymptome bewirken kann. Bei vielen schlägt die Schwitzkur zunächst jedoch auf den Kreislauf und Blutdruck, weswegen danach unbedingt Ruhe zu halten ist und viel getrunken werden sollte.

Spitzwegerich gegen Erkältung

Den Spitzwegerich kennen einige vielleicht als Zutat aus dem Hustensaft, denn gerade hier wirkt er effizient. Er löst den Husten und festsitzendes Sekret, erleichtert dadurch das Abhusten lindert den Reiz und beruhigt die Schleimhäute. Außer im Hustensaft kann er auch als Tee oder Gurgellösung verwendet werden.

Tee gegen Erkältung

Tee ist das Hausmittel schlechthin wenn es um Erkältungen geht. Ähnlich der Suppe hat Tee bereits durch die warmen Dämpfe einen positiven Einfluss auf die Schleimhäute, befeuchtet sie und verflüssigt Sekrete. Das wiederum erleichtert den Abfluss.

Hinzu kommen die Wirkstoffe aus der gewählten Teesorte. Fenchel entspannt vorrangig und löst Krämpfe. Kamille und Salbei wirken stärker desinfizierend und damit gegen Entzündungen. Spitzwegerich ist die erste Wahl bei Husten und Pfefferminz sorgt für freie Atemwege.

Zusätzlich ist der Tee einfach zuzubereiten und durchaus nicht nur als Getränk zu verwenden. Mit einer längeren Ziehdauer gibt der Sud auch eine wunderbare Lösung zum Gurgeln ab und kann als Zusatz beim Inhalieren verwendet werden.

Hinweis: Medizinische Tees sollten nicht in großen Mengen getrunken werden, da sie dann auch Nebenwirkungen haben können. Drei Tassen pro Sorte täglich – mehr sollte es nicht sein. Auch die Ziehdauer sollte nicht länger als vorgeschrieben ausfallen, wenn der Tee getrunken wird.

Teebaumöl gegen Erkältung

Den Geruch des Teebaumöls empfinden viele Menschen nicht gerade als angenehm, dennoch ist es als Hausmittel bei einer Erkältung effizient. Einige Tropfen in lauwarmes Wasser gegeben eignen sich wunderbar als Gurgellösung gegen Halsschmerzen und bei gereizten Schleimhäuten. In heißem Wasser hingegen ist das Teebaumöl ein guter Zusatz zum Inhalieren.

Mit Vaseline vermischt ergibt das Teebaumöl eine aromatische Salbe, die auf Brust, Hals und Rücken für freie Atemwege sorgen kann.

Viel trinken gegen Erkältung

Eines der wohl bekanntesten Hausmittel gegen Erkältungen ist eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr. Der Körper verliert über das Husten, Niesen sowie die Sekretbildung viel Flüssigkeit und schwitzt durch die allgemeine Schwäche auch schneller. Dabei ist gerade ein ausgeglichener Flüssigkeitshaushalt entscheidend für das Wohlbefinden und eine schnelle Genesung.

Getrunken werden sollte daher nicht erst, wenn Durst aufkommt. Ideal sind Tee, stilles Wasser, (verdünnte) Fruchtsäfte, Gemüsesaft aber auch Suppen und Eis.

Vitamin C und Zink gegen Erkältung

Gerade zu Erkältungszeiten werden Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin C und Zink stark beworben. Das ist durchaus begründet, denn diese Kombination wirkt effizient gegen Entzündungen und stärkt das Immunsystem. Dennoch sind Nahrungsergänzungsmittel nicht ideal, da sie die Vitalstoffe in isolierter Form enthalten.

Besser ist es daher, Zink und Vitamin C durch Lebensmittel aufzunehmen. Optimale Quellen sind Fleisch und Innereien, Fisch und Meeresfrüchte, Nüsse, Haferflocken, Paprika, Kräuter, Beeren und weitere frische Obst- und Gemüsesorten. Gerade in Bezug auf die erhöhte Vitamin-C-Versorgung sollte auf Frische gesetzt werden, denn das Vitamin ist hitzeempfindlich und wasserlöslich. Dadurch wird es beim Kochen förmlich herausgewaschen und zerstört.

Besser ist es also, einen Gemüseteller oder Obstsalat zu essen und die Lebensmittel höchstens kurz und schonend zu dämpfen. Wenn das Schlucken schwer fällt, kann das Obst auch pürieren werden.

Wärme gegen Erkältung

Bei einer Erkältung ist der Körper geschwächt und friert schneller. Das Frieren stellt aber eine weitere Belastung dar, die den grippalen Infekt noch verlängern oder verschlimmern kann. Daher sollte während der Krankheit unbedingt auf ausreichend Wärme geachtet werden.

Empfehlenswert sind warme Socken, ein Schal oder ein leichtes Tuch für den Hals und bequeme, warme Kleidung. Man sollte die Wohnung jedoch nicht zu stark heizen, sondern sich lieber mit einer warmen Decke zudecken: Die warme trockene Luft reizt die Atemwege, kühle Luft und eine leichte Luftfeuchtigkeit hingegen sorgen für Linderung der Beschwerden.

Warme und kalte Wickel sowie Auflagen gegen Erkältung

Körnerkissen oder Kartoffelwickel, Quarkwickel oder ein feuchtes, kühles Tuch – Auflagen und Wickel sind traditionelle und bewährte Hausmittel bei Erkältungen. Beide Varianten können im Wechsel und nach Bedarf angewendet, je nachdem, welche Temperatur gerade als wohltuend empfunden wird.

  • Warme Wickel regen die Durchblutung an und lindern Scherzen. Dazu wird das Immunsystem unterstützt und das Gewebe entspannt.
  • Kühle Wickel sind ideal bei starker Wärmeentwicklung (bspw. Fieber) und bringen eine sofortige Linderung der Schmerzen.

Zimt gegen Erkältung

Zimt ist den meisten wohl eher bekannt aus Backwaren oder aromatische Zugabe im Kaffee – er ist jedoch auch ein wunderbares Hausmittel bei Erkältungen! Das aromatische Gewürzt regt die Durchblutung an, lindert Schmerzen und Reizungen und hemmt Entzündungen.

Dazu kann der Zimt auf vielfältige Weise eingesetzt werden: Übergossen mit heißem Wasser und mit Zitronensaft oder Orangensaft gesüßt wird er zum wirksamen Getränk. Als Gewürz im Tee, als Lösung beim Gurgeln oder in Eiswürfeln wirkt er aber ebenso.

Zwiebel gegen Erkältung

Ähnlich dem Knoblauch hat auch die Zwiebel einiges zu bieten: Vitamine, ätherische Öle und eine keimabtötende Wirkung machen sie zum bewährten Hausmittel bei Erkältungen. Dazu löst die Zwiebel festes Sekret und hilft beim Abhusten.

Nun ist es selbstverständlich nicht allzu angenehm, herzhaft in eine Zwiebel zu beißen oder lange darauf herum zu kauen. Zwiebelsaft ist daher die bessere Alternative!

Angefertigt wird dieser, indem Zwiebeln in kleine Stücke geschnitten werden – das Schälen ist nicht nötig. Im Anschluss werden die Stücke gezuckert und für einige Stunden oder über Nacht abgedeckt stehengelassen. Der Zucker zieht den Saft aus den Stücken, dieser wiederum kann abgeseiht werden. Getrunken oder gelöffelt hilft er vor allem gegen Hustenreiz aber auch bei Halsschmerzen. Zu diesem Zweck kann er mehrmals täglich eingenommen werden.

Können Hausmittel wirklich gegen Erkältungen helfen?

Hausmittel lindern Erkältungssymptome und können die Beschwerden schneller abklingen lassen – Wunderwaffen gegen die eigentliche Erkrankung sind es jedoch nicht. Zudem haben Hausmittel auch ihre Grenzen, beispielsweise wenn es sich gar nicht um einen leichten grippalen Infekt, sondern um eine schwerwiegendere Infektion handelt.

Man sollte daher unbedingt einen Arzt aufsuchen, wenn die Beschwerden länger als eine Woche andauern, Fieber auftritt und sehr starker Husten oder Schmerzen hinzu kommen. Auch wenn immuneingeschränkte Personen, Senioren, Säuglinge oder Kleinkinder betroffen sind, ist der Arztbesuch frühzeitig angeraten.

Durch Untersuchungen kann dann auch festgestellt werden, ob es sich wirklich um eine schlichte Erkältung oder einen anderen Infekt handelt, der eventuell medikamentös behandelt werden muss.

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