Tacfit – „World’s Smartest Workout“ Das nächste Level des funktionalen Trainings

Tacfit-Übung

Tacfit Workout – Was ist das genau?

Tacfit ist eine Abkürzung und steht für Tactical Fitness. Das wiederum ins Deutsche übersetzt „Taktische Fitness“ bedeutet. „Das intelligenteste Training der Welt“ kommt, wie derzeit viele Fitnesstrends, aus den USA zu uns nach Deutschland. Das Konzept dahinter ist im Kern ganz einfach: Nach einer intensiven Trainingssequenz, folgt eine schnelle Erholungsphase, bevor es zur nächsten Einheit übergeht. Der Trainingsreiz wird dadurch enorm verstärkt, weil der Körper nicht die Zeit der vollständigen Regeneration nutzen kann. Doch anders als zum Beispiel beim CrossFit, was auf einem ähnlichen Konzept beruht, geht es bei Tacfit, neben der Kraft-Ausdauer um den Aufbau eines stressresistenten Körpers und die kontrollierten und sauberen Ausführungen der Übungen. Klares Ziel eines Tacfit-Programmes ist ein allzeit bereiter und aktiver Körper, Konzentration, die Fähigkeit, in anspruchsvollen Situationen gelassen zu bleiben und stets die Kontrolle zu wahren.

Was wird bei einem Tacfit-Workout trainiert?

Beim Tacfit-Programm wird der Körper im ganzheitlichen Sinne trainiert. Es handelt sich um ein funktionelles Workout, welches sich sowohl auf den Muskelaufbau, als auch auf die Ausdauer, die Stressresistenz, die Regeneration und die Konzentration positiv auswirken soll. Eine wichtige Grundlage ist daher auch, trotz der intensiven und schnellen Trainingseinheiten, jede Übung sauber auszuführen und den Fokus auf dem Training zu halten. Eine solche Tacfit-Trainingseinheit dauert zwischen 20 und 40 Minuten. Es existieren 26 unterschiedliche Workout-Kombinationen mit 6 verschiedenen Zeitintervallen. Zudem gibt es 4 Anforderungsstufen. Damit hat jeder die Möglichkeit, egal ob trainiert oder untrainiert, ein Tacfit-Workout mitzumachen. Vor dem eigentlichen Training findet eine zielorientierte Aufwärmphase statt, nach dem Training folgen kompensatorische Übungen zum Cool-Down. Damit entsteht ein geschlossener Trainingskreislauf.

Welche Einsatzgebiete hat Tacfit?

Die Tacfit-Trainingsmethode wurde ursprünglich für Kampfsportler entwickelt. Auch Feuerwehr, Polizei und das Militär nutzen diese besondere Art des funktionellen Trainings. Das hat einen bestimmten Grund: Im Gegensatz zu anderen Fitnessprogrammen wurde das Tacfit-Training auf Basis von genausten Untersuchungen und Studien entwickelt. Ein großer Fokus lag dabei auf der Biomechanik. Damit ist die Bewegungslehre des menschlichen Körpers gemeint. Sie beruht auf Kenntnissen der Physik, Mathematik, Chemie, Biologie, der Anatomie, Physiologie und Neurophysiologie und untersucht die Mechaniken der menschlichen Bewegungsabläufe. Jedes Element, jede Übung und jedes Programm bei Tacfit wurde auf Grundlage dieser Ergebnisse zu einem ganzheitlichen Training kombiniert. Tacfit berücksichtigt daher die anabolen (muskelaufbauenden), die katabolen (fettverbrennenden) und die metabolischen (energiebildenden) Fähigkeiten des menschlichen Körpers. Die Methode greift dabei auf Bewegungen zurück, die jeder Mensch bereits kennt, vielleicht aber im Laufe der Jahre verlernt hat. Es soll wieder möglich sein, das ganze Potenzial der menschlichen Bewegungsgrade zu nutzen. Hierbei geht es vor allem darum, auf seine bereits vorhandene Fitness zurückzugreifen und diese wieder zu reaktivieren. Dazu kommt das Training der mentalen Fitness. Das Tacfit-Workout impliziert auch, sich auf Herausforderungen besser vorbereiten zu können, mit erhöhten Anforderungen umzugehen, stets einsatzbereit zu sein, Flexibel zu bleiben und in stressigen Situationen gelassener zu werden. Dadurch wird die Qualität und letztlich der Trainingseffekt von Tacfit enorm gesteigert. Für die genannten Berufsgruppen wie Polizei und Feuerwehr ist eine solche physische und psychische Stabilität enorm wichtig. Aber auch alle anderen können von den Trainingseffekten im privaten wie im beruflichen Leben profitieren.

Wo liegen die Vorteile von Tacfit?

Wer Tacfit als Workout wählt, spart Zeit, denn das Training ist so konzipiert, dass es in kurzer Zeit effektiv alle Muskelgruppen anspricht. Dabei werden neben Kraft und Ausdauer auch mentale Fähigkeiten trainiert. So lernt der Trainierende, in akuten Situationen gelassener zu bleiben und taktisch sinnvoll zu handeln, was in dieser Form für ein Training einzigartig ist. Tacfit ist ein Allround-Programm, bei dem jede Sekunde des Trainings einen optimierenden Effekt auf den Körper hat. Die Übungen sollen zu jeder Zeit konzentriert und richtig ausgeführt werden, um den Geist zu trainieren und Verletzungen durch Fehlhaltungen oder -belastungen vorzubeugen. Zu Übungen, die mit Trainingsgeräten durchgeführt werden, stehen stets Alternativen bereit. So kann auch ohne Equipment trainiert werden. Zudem ist Tacfit auf kleinstem Raum umsetzbar.

Tacfit – Ein Training für den ganzen Körper

Tacfit bietet eine Vielzahl an Bewegungsabläufen, die den ganzen Körper einbinden. Die Tacfit-Workouts sind so zusammengestellt, dass die Übungen auf alle 6 Bewegungsgrade, die dem Menschen zur Verfügung stehen, eingehen: heben und senken, nach rechts nach links schwenken, vor und zurück wippen, hoch- und runterkippen, nach rechts und links drehen und rotieren. Nach einer Bewegung folgt immer die Gegenbewegung dazu. Das sorgt für die körperliche Balance und Ausgeglichenheit. Kein Bereich wird stärker trainiert als der andere, wodurch Dysbalancen vermieden werden. Das kommt den Trainierenden im Alltag zugute, denn der je bewusster und gezielter dieser all seine Bewegungsgrade nutzt, desto gesünder bewegt er sich im täglichen Leben.

Wer kann Tacfit-Workouts mitmachen und wer trainiert es?

Für Tacfit braucht es keinerlei besondere Voraussetzungen. Jeder kann mitmachen, unabhängig vom derzeitigen Fitnessstand. Natürlich wird es für einen Untrainierten unter Umständen anstrengender, doch Ziel des Trainings ist es, seine Fitness, seine Kraft, seine Bewegungen, seine Konzentration und sein Stressverhalten zu verbessern. Die Trainier werden in Seminaren und Kursen zum Tacfit-Field Instructor ausgebildet und erhalten eine Zertifizierung. Bei den Kursleitern handelt es sich also immer um Experten. Das ist bei Tacfit sehr wichtig, da besonderer Wert auf die richtige Ausführung der Übungen gelegt wird.

Mögliche Trainingsutensilien für das Tacfit-Workout

Viele Tacfit-Übungen werden mit dem eigenen Körpergewicht absolviert. Andere können mit unterschiedlichen Trainingsutensilien ergänzt werden. Zu diesen gehören:

Kettlebell

Die Kettlebells sind Rundgewichte, die ein dreidimensionales Training ermöglichen. Ein gutes Einstiegsgewicht für Frauen sind bei den Kettlebells 8 kg. Für männliche Anfänger empfiehlt sich ein Startgewicht von 10 kg.

Medizinball

Der Medizinball eignet sich hervorragend für Kraft- und Ausdauerübungen. Beim Einsatz kräftigt er Arme, Schultern und die Bauchmuskulatur.

Sling-Trainer

Der Sling-Trainer ist ein Gurtsystems, welches an Wand oder Tür angebracht wird. Für die Übungen im Stehen oder im Liegen wird das eigene Körpergewicht als Trainingswiderstand genutzt. Da das Trainingsband ständig in Bewegung ist und es dem Körper einen stetigen Ausgleich abverlangt, werden auch tiefliegende Muskeln erreicht.

Tacfit Übungen

Bevor es mit den Tacfit-Übungen losgeht, erfolgt eine effektive Aufwärmphase. Nach dem Training wird der Körper mit entsprechenden Cool-Down-Übungen wieder heruntergefahren und auf die Regeneration vorbereitet.

Tacfit Übgung: The Kong – dynamische Hocksprünge

Als Aufwärmübung geeignet

  • die Übung beginnt in der Hockposition
  • die Arme sind nach vorne ausgestreckt, das Gewicht wird von den Ballen auf die Fersen verlagert
  • in der Bewegung wird sich nun in einem Sprung nach vorne abgedrückt; die Arme berühren ungefähr anderthalb Meter vor den Füßen den Boden
  • die Füße landen nah bei den Händen; ohne Pause geht es zurück in die Ausgangsposition; damit soll ein flüssiger Bewegungsablauf entstehen

Tacfit Übgung: Quad-Hop-Squat – Liegestütz aus der Hocke

Training für Rumpf, Oberkörper und Arme

  • die Übung beginnt in der Hockposition
  • die Fersen sind fest auf dem Boden
  • in der Bewegung findet nun ein kleiner Sprung nach hinten statt, sodass die Füße nach hinten versetzt werden und der Oberkörper in einer tiefen Liegestützposition landen kann, die Knie berühren nicht den Boden
  • Aus dieser Position heraus wird sich so kräftig und mit voller Power abgedrückt, sodass die Ausgangsposition wieder eingenommen werden kann, der ganze Körper ist dabei angespannt

Tacfit Übgung: Leg Swoop

Kräftigung des Rumpfes und der Beinmuskulatur

  • die Übung beginnt in einer auf den Zehen stehenden Hocke; die Hänge sind in Schulterbreite aufgestellt; die Knie berühren den Boden nicht
  • das linke Bein wird zwischen rechtem Bein und Arm nach rechts außen geführt und ausgestreckt; Danach wird es in einem Bogen nach hinten geführt; Mit einem kleinen Hüpfer wird es unter dem rechten Bein hindurchgeführt, um wieder in die Ausgangsposition zu gelangen
  • wieder in die Ausgangsposition zurückkehren und mit der anderen Seite fortfahren

Tacfit Übgung: Tacfit-Flow-Step

Training für Rumpf, Gesäß und Beine

  • die Hände und Füße (Zehen) sind aufgestellt, die Hüfte ist noch oben gestreckt und bildet zu Händen und Füßen ein Dreieck, der Kopf hängt locker zwischen den Armen
  • In der Bewegung wird das rechte Bein nun noch oben ausgestreckt. Wichtig ist es darauf zu achten, dass Kopf, Rücken und Beine eine Linie ergeben
  • nun wird das ausgestreckte Bein in einer powervollen Bewegung nach vorne auf Schulterhöhe befördert, während zeitgleich die Arme zur Seite ausgetreckt werden und der Oberkörper nach oben kommt
  • diese Position kurz halten, bevor es in die Ausgangsposition zurückgeht und der Ablauf mit der anderen Seite wiederholt wird
  • bei der leichteren Variante werden die Hände am Boden gelassen und das Bein kommt zwischen die Arme

Tacfit-Fitness ist für jeden geeignet, der ein effektives Workout sucht, das auf den Grundlagen wissenschaftlicher Erkenntnisse beruht, eine komprimierte und effektive Trainingszeit bevorzugt, gerne Neues ausprobiert und Wert auf korrekte Übungsausführungen legt.

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