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Aloe vera

Die Heilpflanze Aloe vera

  • stammt ursrünglich von der Arabischen Halbinsel.
  • enthält ca. 200 Inhaltsstoffe.
  • wirkt vor allem abführend, aber auch heilungsfördernd.
  • ist ein beliebter Wirkstoff in Naturkosmetik-Produkten.

Aloe vera

Aloe vera Beschreibung

Die Heilpflanze Aloe vera (Aloe barbadensis) ist eine ausdauernde Pflanze und gehört zu der Familie der Affodillgewächse (Asphodeloideae). Sie ist eine stammlose Rosettenpflanze und der botanische Pflanzenname “Aloe” stammt aus dem Arabischen und heißt übersetzt “bitter”, was sich auf den Geschmack des schleimigen Gels im Blattinneren der Pflanze bezieht. Ursprünglich ist die Aloe auf der arabischen Halbinsel heimisch, kommt inzwischen aber auch auf den kanarischen Inseln, am Mittelmeer, in Indien, Afrika, Mittel- und Südamerika sowie Australien vor. Dort wird sie in erster Linie als Zier- und Heilpflanze kultiviert.

Die dickfleischigen, lanzettlichen und spitz zulaufenden Blätter sind in Rosettenform angeordnet. Sie werden etwa 50 Zentimeter lang und bis 7 Zentimeter breit und sind von graugrüner Farbe, die manchmal rötliche Nuancen aufweisen können. Die Aloe-Blätter bestehen aus drei Schichten: Eine graugrüne, ledrige und wachshaltige Blattrinde bietet der Wüstenlilie Aloe Schutz vor Verdunstung, Hitze und UV-Strahlung. In einer Faserschicht zwischen der Blattrinde und dem Mark im Blattinneren, der Mesenchymschicht, befinden sich so genannte Sekretzellen, in denen ein bitterer, gelber Saft bzw. Gel gespeichert ist. Die äußeren Ränder der Blätter sind mit kleinen Stacheln versehen, die Blattoberfläche ist aber glatt.

Die sukkulenten Blätter der Aloe barbadensis geben beim Anschneiden einen gelblichen Saft aus den Sekretzellen ab, der relativ schnell zu einer braunen Masse erstarrt. Die Drogenbezeichnung des erstarrten Saftes lautet „Curacao-Aloe“ und darin enthalten sind die wichtigen Inhaltsstoffe mit einer abführenden (laxativen) Hauptwirkung. Bekannter ist das charakteristische, durchsichtige und schleimartige Gel aus dem Blattinneren der Heilpflanze.

Aus einem Blütenstängel entwickeln sich dann ab Winterende bis zum Sommeranfang in den Blattachseln gelbe Blütenstände mit mehreren schmalen Blüten.

Die Blütenstände bestehen aus einer Traube mit röhrenförmigen, gelb-orangefarbenen oder roten Blüten, die sich ab Winterende bis zum Sommeranfang in den Blattachseln ausbilden. An einem Blütenstand befinden sich gleichzeitig Knospen, voll ausgebildete Blüten sowie verblühte Blüten, da die Blütenstände von unten nach oben nacheinander aufblühen.

Aloe vera Inhaltsstoffe

In den einzelnen Blättern der Aloe befinden sich nachweislich um die 200 Inhalts- und Wirkstoffe. Die sukkulenten Blätter der Aloe geben beim Anschneiden einen gelblichen Saft ab, der zu einer braunen Masse erstarrt. Die Drogenbezeichnung des Saftes lautet Curacao-Aloe und darin enthalten sind die wichtigen Inhaltsstoffe Anthracenderivate mit einer abführenden (laxativen) Wirkung. Das nur im Blattharz befindende Glykosid Aloin ist ein Anthranoid aus der Aloe. Die Anthracenderivate gehören zu den wichtigsten Inhaltstoffen der Heilpflanze, sie bewirken eine Wasseransammlung im Darm, erhöhen dadurch das Darmvolumen und regen damit die Darmtätigkeit an. Das durchsichtige, schleimartige Gel aus dem Blattinnern der Pflanze besteht hauptsächlich aus Wasser und enthält zudem Polysaccharide z.B. acetylierte Polymannose und Glykoproteine, die für eine wundheilende, entzündungshemmende und immunstimulierende Wirkung verantwortlich sein sollen.

Weitere Inhaltsstoffe

Weiter Inhaltsstoffe sind zudem Aminosäuren, Mineralien, Vitamine, Enzyme, ätherische Öle und die schmerzstillende Salicylsäure.

Aloe vera Drogengewinnung und Drogenbeschreibung

Für medizinische Zwecke wird der eingedickte Saft der dickfleischigen Blätter verwendet. Für die Drogengewinnung wird die grüne Blatthaut abgeschabt oder die Blätter abgeschnitten und so positioniert, das der Saft aus den Schnittstellen hinausfließen kann. Dieser Saft wird aufgefangen und eingedampft bis dieser beim Abkühlen zu einer festen Masse erstarrt. Der Saft enthält das Harz der Pflanze mit dem stark reizenden Inhaltsstoff Aloin, der aufgrund seiner reizenden Wirkung nicht für den Hausgebrauch geeignet ist. Dieser gelbe Saft der Aloe wird unter anderem zu einem Harz eingedickt und zu einem gelben Pulver weiterverarbeitet.

Die Drogenbezeichnung der Aloe barbardensis lautet „Curacao-Aloe“. Sie besteht aus einer dunkelbraunen und schwach glänzenden Masse mit undurchsichtigen Bruchstücken. Der Geruch der Droge ist deutlich wahrnehmbar und charakteristisch und der bittere Geschmack wird als sehr unangenehm beschrieben.

Aloe vera Gelgewinnung

Das Aloe-vera-Gel wird durch vorsichtiges Auspressen des natürlich gefärbten Schleimgels dieses Blattinneren gewonnen. Zunächst werden die Blätter abgeschnitten und geschält und ausgepresst. Der Schleim wird dann durch Filtration mit heißem Wasser abgetrennt und haltbar gemacht. Das Gel der Aloe muss innerhalb von sechs Stunden nach dem Schnitt verarbeitet werden, da es schnell oxidiert und die Polysaccharide ihre Wirkung verlieren.

Aloe vera Wirkung

Die Droge enthält etwa 40 Prozent des Inhaltsstoff Aloin. Das Anthranoid aus der Aloe besitzt eine stark abführende Wirkung, indem der Inhaltsstoff für eine Reizung der Darmschleimhaut sorgt und dadurch eine starke Schleimabsonderung bewirkt, was wiederum zu einer Anregung der Darmbewegung (Darmperistaltik) führt. Gleichzeitig wird die Aufnahme von Wasser und Salzen aus dem Dickdarm gehemmt, was zu einer Verflüssigung der Stuhlkonsistenz führt. Dadurch kann der Nahrungsbrei schneller durch den Darm wandern und bleibt flüssiger. Auf die Art und Weise kann eine Verstopfung gelindert werden. Den Inhaltsstoffen der Aloe werden zudem eine wundheilende, entzündungshemmende und immunstimulierende Wirkung zugeschrieben.

Die Kommission E (Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte) und ESCOP (Europäischer Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie) empfehlen deshalb auch die Anwendung von Aloe bei Verstopfung. Für viele weitere Wirkungen und Anwendungen der Heilpflanze fehlen bisher noch die wissenschaftlichen Nachweise.

Das durchsichtige, schleimartige Gel aus dem Blattinnern der Aloe besteht hauptsächlich aus Wasser und Polysacchariden, die für eine wundheilende, entzündungshemmende und immunstimulierende Wirkung verantwortlich sein sollen.

Aloe vera Nebenwirkungen und Kontraindikationen

Bei bestimmungsmäßiger und kurzzeitiger Anwendung der Heilpflanze sind keine Nebenwirkungen bekannt. Kommt es aber zu einer Überdosierung bei einer Einnahme über 1 Gramm pro Tag, kann es zu Nebenwirkungen, wie z.B. zu schweren Darmentzündungen mit Magen-Darm-Krämpfen oder Nierenreizungen kommen.

Eine zu lange Anwendung von Aloe-Präparaten kann mit einem starken Wasserverlust und Störungen im Elektrolytkreislauf einhergehen. Die Folgen können ein Kaliummangel sowie ein vermehrtes Ausschwemmen von Natriumionen sein. Ein Kaliummangel kann eine Lähmung der Darmmuskulatur, Muskelschwäche und Herz-Kreislauf-Beschwerden verursachen.

Auch eine häufige Anwendung zu Nebenwirkungen wie eine dauerhafte Schädigung der Darmschleimhaut führen.

Während der Schwangerschaft und in der Stillzeit, bei Kindern unter 12 Jahren sowie bei Nierenerkrankungen und Hämorrhoiden sollte Aloe überhaupt nicht innerlich angewendet werden und bei gleichzeitiger Einnahme von Herzmedikamenten sollte die Verwendung von Aloe immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen.

Aloe vera Anwendungsgebiete in der Phytotherapie und Volksmedizin

In der Phytotherapie und Volksmedizin zählt die Heilpflanze Aloe als wirksames Mittel bei unterschiedlichen Beschwerden wie Verdauungsstörungen, Haut- und Pilzerkrankungen, Entzündungen, bei Immunschwäche, Kreislauferkrankungen und Allergien. Aloe vera gilt in der Phytotherapie und Volksmedizin als Allheilmittel und wird deshalb auch als Kaiserin unter den Heilpflanzen bezeichnet. Zudem findet die Wüstenlilie in der Volksmedizin Verwendung bei Asthma, Diabetes sowie in der Krebs- und Aids-Therapie zur Nahrungsergänzung, weil Aloe die Abwehrkräfte mobilisieren und die Darmflora regenerieren soll.

Sowohl in der Schulmedizin als auch in der Pflanzenheilkunde ist die Aloe als pflanzliches Abführmittel bekannt. In Verbindung mit anderen Heilpflanzen und Kräutern wird Aloe auch als „Schwedenbitter“ verwendet und kommt bei Verdauungsbeschwerden, Gellenkbeschwerden oder zur Stärkung des Immunsystems zum Einsatz. Auch die Nieren- und Lebertätigkeit soll mit einem „bitteren Schwedentropfen“ unterstützt werden. Für eine äußere Anwendung wird das kühlende Gel der Pflanze zur Behandlung von Hauterkrankungen wie beispielsweise Akne oder bei einem Sonnenbrand oder Insektenstichen zur Linderung der Beschwerden eingesetzt.

Die Kommission E (Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte) und ESCOP (Europäischer Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie) empfehlen deshalb auch die Anwendung von Aloe bei Verstopfung. Für viele weitere Wirkungen und Anwendungen der Heilpflanze aus dem Bereich der Volksmedizin fehlen bisher noch die wissenschaftlichen Nachweise.

Anwendungsbeispiele von Aloe vera-Medikamenten

In der Apotheke werden zahlreiche Fertigpräparate der Aloe angeboten. Im Sortiment befinden sich Pulver aus dem getrockneten Saft, Extrakte in Form von Fertigarzneimitteln wie Dragees, Säfte sowie Kosmetik- und Pflegeprodukte wie Cremes, Salben und Gele. Angewendet wird hauptsächlich das Gel der Pflanze, dass aus dem Saft eines Aloe-vera-Blattes hergestellt wird und entweder pur oder als Aloe-Vera-Salbe oder Aloe-Vera-Creme benutzt wird. Auch verschiedene Lösungen oder Tinkturen sind in Gebrauch und sind in der Apotheke erhältlich.

Die Droge wird allein oder in Kombination mit anderen Drogen in Form von Fertigpräparaten als natürliches Abführmittel verwendet. Die Kommission E (Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte) und ESCOP (Europäischer Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie) empfehlen die Anwendung von Aloe bei Verstopfung (Obstipation). Für viele weitere Wirkungen und Anwendungen der Heilpflanze fehlen bisher noch die wissenschaftlichen Nachweise.

Kommt der Aloe-Saft als Abführmittel (Laxans) zum Einsatz, sollte sie Anwendungszeit nicht länger als 2 Wochen andauern, da erhebliche Nebenwirkungen hervorgerufen werden können.

Für eine innere Anwendung wird außerdem ein Extrakt aus dem Saft der Heilpflanze zur Stärkung des Immunsystems eingenommen. Extrakte sollen zudem entzündungshemmend und antibakteriell wirken.

Aloe-Präparate

Aloe-Präparate werden aufgrund ihrer entzündungshemmenden und desinfizierenden (antiseptischen) Wirkung auch für eine äußerliche Anwendung verwendet. Die Hauptanwendungsgebiete des Aloe-vera-Gels sind Hautirritationen und Hautverletzungen wie Wunden und Verbrennungen. Als Erste-Hilfe-Maßnahme bei kleinen Schnittwunden aber auch bei verschieden Formen von Brandwunden wird das Gel gerne eingesetzt, da die Inhaltsstoffe des Gels die Geweberegeneration anregen und die Heilung dadurch beschleunigen können. Auch bei Sonnenbränden und anderen Brandverletzungen sowie bei Verätzungen durch Säuren oder Laugen sorgt das kühlende Gel für eine Linderung der Beschwerden.

Das Aloe-vera-Gel kommt auch in zahlreichen Kosmetik- und Pflegeprodukten für kosmetische Zwecke zum Einsatz. In Kosmetikprodukte wie Cremes, Gele und Salben sollen sich die pflegenden und gewebe- und zellerneuernden Eigenschaften entfalten und kleine Fältchen, Narben und Hautirritationen lindern. Außerdem soll Aloe den natürlichen Säureschutzmantel der Haut vor schädliche Umwelteinflüsse schützen. Empfindlicher Haut kommen die beruhigenden und aufbauenden Eigenschaften zugute.

Aloe vera Dosierung und Einnahme

Die Dosis von Aloe Fertigpräparaten sollte so gering wie möglich sein. Die Tagesdosis des wichtigen Inhaltsstoffes der Heilpflanze, die Anthracenderivate, sollte 20 bis 30 Milligramm nicht überschreiten. Bei einer Dosis von mehr als 1 Gramm pro Tag können schwere Nebenwirkungen auftreten.

Allgemein sollten Aloe-Präparate nicht zu lange Zeit angewendet werden, maximaler Zeitraum wird auf 2 Wochen festgelegt.

Fertigpräparate aus der Apotheke

Fertigpräparate aus der Apotheke sollten immer so eingenommen und dosiert werden, wie es in der Packungsbeilage angegeben wird oder wie es der behandelnde Arzt angeordnet hat. Bei der Einnahme sollte stets auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden.

Aloe vera Zubereitungen

Aloe vera Gel

Das Aloe vera Gel wird aus dem puren und frischen Saft der Pflanze gewonnen. Es bedarf keiner weiteren Zubereitung. Sobald die Blätter der Pflanze nach etwa 2 bis 3 Jahren groß genug sind, können die Blätter abgeschnitten werden und das darin enthaltene Gel kann sofort angewendet werden, z.B. auf zu behandelnde Hautstellen. Das Gel hat kühlende, wundheilende Eigenschaften, lindert Juckreiz bei Ekzemen und kann durch die antibakterielle Wirkung auch bei Akne angewendet werden.

Aloe vera Geschichte

Bereits 3000 Jahre vor Christus wurde die Aloe-Pflanze als Arzneimittel verwendet. Seit etwa 6000 Jahren kommt die Heilpflanze Aloe vera auf der arabischen Halbinsel für heilende Zwecke zum Einsatz, in Europa wird Aloe erst seit den Dreißigerjahren des vorigen Jahrhunderts als Heilpflanze geschätzt. Die ersten Schriften zum heilenden Saft der Aloe wurden in Ägypten vor etwa 5000 Jahren erstellt. Sowohl Cleopatra als auch Nofretete erfreuten sich an den Inhaltstoffen und benutzen den Saft für die Schönheitspflege. Auch zur Einbalsamierung wurde Aloe-Saft mit seinen antibakteriellen und konservierenden Eigenschaften eingesetzt.

Sei dem Altertum war die abführende Wirkung der Pflanze bekannt. Der griechischen Arzt Dioskurides erwähnte die adstringierenden, abführenden und wundheilungsfördernden Eigenschaften der Heilpflanze. Hildegart von Bingen empfahl im 12. Jahrhundert die Verwendung der Aloe im Pflaster zum Aufbrechen von Geschwüren und auch Paracelsus schätze die Anwendung und den Gebrauch der Pflanze als Abführmittel.

In den Kräuterbüchern aus dem 16. und 17. Jahrhundert wurde Aloe zur inneren Anwendung als abführendes und magenstärkendes Mittel sowie als Wurmmittel beschrieben. Für die äußerliche Anwendung fand die Aloe dann zur Blutstillung und Wundheilung Verwendung. Zu dieser Zeit wurde allerdings schon von einer Behandlung mit Aloe abgeraten, wenn Patienten unter Krankheiten wie Schwindsucht oder bei Leber- und Nierenerkrankungen litten.

Seit dem 21. Jahrhunderts erlebt die Aloe vera einen ausgeprägten Boom und wird als eine Art Allheilmittel vermarktet.

Aloe vera in Kombinationen mit anderen Heilpflanzen

Das Gel der Aloe-Pflanze wird in erster Linie pur und direkt angewendet. Tee-Zubereitungen in Kombination mit anderen Heilpflanzen sind nicht üblich, weil Aloe-Blätter nicht unbedingt als Heiltee zubereitet werden. Für eine verdauungsfördernde Wirkung können aber Floh- oder Leinsamen und andere Heilpflanzen gegen Verstopfung unterstützend angewendet werden.

Bei einem Sonnenbrand mit Verbrennung der Haut und Blasenbildung, der mit Fieber und Schüttelfrost einhergehen kann, könnte allerdings folgender Heiltee mit seiner hitzeableitenden Wirkung zum Einsatz kommen: 30 Gramm Aloepulver, 20 Gramm Johanniskraut, 20 Gramm Pappelblätter und 30 Gramm Ringelblumenblüten.

Aloe vera in der Homöopathie

Die homöopathische Arznei Aloe wird aus dem Saft der dickfleischigen Blätter der Heilpflanze hergestellt. Als homöopathisches Mittel kommt die Urtinktur Aloe als Dilution ab einer D4 Potenz zum Einsatz. In der Homöopathie sind die Haupteinsatzgebiete Schwächezustände der Verdauungsorgane wie Durchfall (Diarrhö), unwillkürlichem Stuhlabgang aufgrund einer Schwäche des Schließmuskels (Sphinkters). Weiter Anwendungsgebiete sind eine Nierenschwäche, Hämorrhoiden, Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane sowie Kopfschmerzen und Hexenschuss (Lumbago). Patienten, die das Mittel Aloe benötigen, leiden unter Symptomen wie Herabdrängen der Verdauungsorgane oder Geschlechtsorgane (Bearing-down). Die Durchfälle der Betroffenen sind charakterisiert durch einen unwillkürlichen Abgang, stark ausgeprägtem Gestank und gallertartiger Stuhlkonsistenz mit enthaltenen Schleimklumpen. Die Hämorrhoiden blockieren den Enddarm und erschweren dadurch die Darmentleerung. Zudem besteht ein Juckreiz und die Hämorrhoiden treten teilweise aus dem After aus. Aloe-Patienten leiden unter Kopfschmerzen, die lokal begrenzt sind und häufig über der Augenhöhle auftreten und in den Kopf hineinstrahlen. Kälte und kalte Luft im Freien führen zu einer Verbesserung der Beschwerden, Wärme, Schlaf und Liegen auf der rechten Seite hingegen verschlimmern die Beschwerden des Patienten.

Für die äußere Anwendung wird die Urtinktur bei Verbrennungen und schlecht heilenden Wunden in Form von Umschlägen eingesetzt. Für Umschläge sollte die Urtinktur mit Wasser in einem Verhältnis 1:10 verdünnt werden.

Verschiedene Aloe Sorten

Zur Gattung der Aloen gehören mehr als 300 verschiedene Arten. Nur wenige Arten verfügen jedoch über die heilenden Inhaltsstoffe, die für medizinische Zwecke genutzt werden. Aloe-Pflanzen mit heilenden Eigenschaften sind die hier beschriebenen 
Aloe barbadensis, Aloe ferox, Aloe perryi, Aloe africana, Aloe capensis, Aloe saonaria, Aloe sinensis, Aloe succotrina und Aloe plicatilis.

Echte Aloe

Die Aloe Barbadensis (Aloe Vera) wird auch als „Echte“ oder „Wahre“ Aloe bezeichnet und gilt für den Menschen am bekömmlichsten. Die Aloe Ferox wächst bis zu 4 Meter hoch und verfügt über höher konzentrierte Wirkstoffe als die Aloe Barbadensis. Die Stämme der Aloe Africana werden bis zu 7 Metern hoch, an dessen Spitze sich mit der Zeit ein graugrüner Blätterquirl bildet.

Tipps zum Anbau von Aloe vera

Die Heilpflanze Aloe vera kann gut im Garten im Freien oder in einem Pflanzenkübel angepflanzt werden. Sie kann bis zu 10 Jahre alt werden und bildet im Laufe ihres Lebens zahlreiche Ausläufer.

Da die Pflanze in erster Linie in tropischen und subtropischen Gegenden gedeiht, bevorzugt sie auch bei der Anpflanzung einen warmen und leicht sonnigen Standort, der möglichst vor Wind und Regen geschützt ist. Aloe vera ist nicht winterhart, verträgt keinen Frost und sollte zum Überwintern bei Temperaturen unter 10° Celsius ins Haus oder in die Wohnung gebracht werden. Bei Temperaturen ab 4° Celsius stirbt die Wüstenpflanze. Temperaturen zwischen 12° und 15° sind zum Überwintern ideal.

Zudem sollten junge Aloe-Pflanzen anfangs vor zu starker Sonneneinstrahlung geschützt werden, weil sonst die empfindlichen Blätter verbrennen.

Zum Einpflanzen eines Ablegers in einen Blumentopf sollte auf eine trockene und kalkhaltige Erde geachtet werden. Wichtig ist jedoch eine Drainage im Gefäß, damit überschüssiges Wasser abfließen kann, denn stehendes Wasser und feuchte, nasse Erde mögen Aloe-Pflanzen nicht. Die Erde sollte nährstoffarm sein

Die Aloe wird vorsichtig in das Gefäß gesetzt und mit Erde aufgefüllt, die Wurzel muss komplett mit Erde bedeckt sein. Danach muss die sukkulente Pflanze gut gewässert werden, aber überschüssiges Wasser muss unbedingt entfernt werden. Ein Mangel an Wasser zeigt sich durch schlaffe Blätter.

In den Sommermonaten sollte die Pflanze so gegossen werden, dass die Erde leicht befeuchtet ist, im Winter reicht es, wenn alle vier bis sechs Wochen gegossen wird.

Dünger und Anfälligkeit

Ein Spezialdünger für Sukkulente sollte nur in der Wachstumszeit im Sommer verwendet werden, der alle zwei bis vier Wochen zum Einsatz kommt. Unbedingt einen Biodünger verwendet, wenn die Pflanze für Heilzwecke genutzt wird.

Aloe-Pflanzen sind nicht sonderlich anfällig für Krankheiten. Sie gehen aber relativ schnell ein, wenn Pflegefehler begangen werden. Typische Fehler sind zu häufiges Wässern, wodurch eine Wurzelfäule entstehen kann, welche die Pflanze absterben lässt.

Nach etwa 3 bis 4 Jahren können die Blätter der Pflanze das ganze Jahr über geerntet werden, denn dann haben sich die wertvollen Inhaltsstoffe entfaltet. Die Blätter werden senkrecht mit der Schnittstelle nach unten für etwa 2 Stunden über ein Gefäß aufgehängt, damit der wertvolle Saft herauslaufen und aufgefangen werden kann.

Aloe vera – Produkte aus der Apotheke

In der Apotheke werden zahlreiche Fertigpräparate mit Aloe vera angeboten. Im Sortiment befinden sich Pulver aus dem getrockneten Saft, Extrakte in Form von Fertigarzneimitteln wie Dragees, Säfte sowie Kosmetik- und Pflegeprodukte wie Cremes, Salben und Gele. Angewendet wird hauptsächlich das Gel der Pflanze, dass aus dem Saft eines Aloe-vera-Blattes hergestellt wird und entweder pur oder als Aloe-Vera-Salbe oder Aloe-Vera-Creme benutzt wird. Auch verschiedene Lösungen oder Tinkturen sind in Gebrauch und sind in der Apotheke erhältlich.

Aloe vera – Produkte aus der Apotheke

Besonders die Polysaccharide und die Salizylsäure im Aloe-Gel sind für die schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung verantwortlich. Bei leichten Verbrennungen durch Sonneneinstrahlung oder Feuer und Verbrühungen durch eine heiße Flüssigkeit.

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Quellen

Dr. Jörg Grünwald, Christof Jänicke: Grüne Apotheke – Das Standardwerk zur Pflanzenheilkunde. Gräfe und Unzer Verlag, München 2015

Apotheker M. Pahlow: Das große Buch der Heilpflanzen – Gesund durch die Heilkräfte der Natur. Nikol Verlag, Hamburg 2015

Diether Ennet, Hans D. Reuter: Lexikon der Heilpflanzen – Wirkung, Anwendung, Botanik, Geschichte. Nikol Verlag, Hamburg 2004

Dr. med. Franziska Rubin: Meine besten Hausmittel. Krankheiten vorbeugen und natürlich behandeln. Zabert Sandmann Verlag, München 2013

Dr. med. Volker Schmiedel: Natürlich gesund! Das Selbstbehandlungsbuch. Haug Verlag in MSV Medizinverlage, Stuttgart 2009

Dr. med. Heike Buess-Kovács: Heilen mit Hausmitteln – Kräuter, Wärme, Quark & Co. BLV Verlag München 2014

Steffen Rabe, Ulf Riker, Beate Vollmer: Wickel, Tees und Globuli – Naturheilverfahren während der homöopathischen Behandlung. Deutscher Zentralverein Homöopathischer Ärzte, Bonn 2006

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