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Wacholder

Die Heilpflanze Wacholder

  • ist das am weitesten verbreitete Nadelgehölz.
  • hat eine entwässernde Wirkung.
  • gilt in der Volksmedizin als Blutreinigungsmittel.
  • macht Speisen bekömmlich.

Wacholder

Wacholder Beschreibung

Der Gemeine Wacholder (Juniperus communis) ist ein immergrüner, kleiner Nadelbaum oder Strauch aus der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae). Wacholder-Pflanzen sind weit verbreitet und kommen in Europa, Nordamerika, Grönland, Nordafrika und Asien vor. In mitteleuropäischen Raum wachsen in freier Natur nur zwei Arten, der hier beschriebene Gemeine Wacholder (Juniperus communis) und der giftige Sadebaum (Juniperus sabina), auch bekannt unter den Namen Stink-Wacholder oder Gift-Wacholder.

Der aufrecht oder auch kriechend wachsende Wacholder kann bis zu 10 Meter in die Höhe wachsen und bildet einen tiefen Wurzelstock (Rhizom) aus. Um seinen Stamm herum bildet der Baum eine rotbraune Borke aus und die schmale Baumkrone zeigt meist eine kegelförmige bis ovale Form.

Die spitz-stechenden Nadeln sitzen zu dritt in Quirlen angeordnet an den Zweigen des Baumes, werden etwa 1 bis 2 Zentimeter lang und sind von blaugrünlicher Farbe. An der Oberfläche der Blätter sind helle Spaltöffnungen, so genannte Stromatastreifen, sowie Wachsstreifen zu sehen.

Der Wacholder ist eine zweihäusige Pflanze mit männlichen und weiblichen Blüten. Die kleinen Blüten des Baumes erscheinen im Frühjahr in den Monaten von April bis Mai. Die männlichen, kätzchenartigen und gelben Blüten sind kurzstielig und in mehreren Quirlen angeordnet. Die weiblichen Fruchtblätter entwickeln sich später zu fleischigen, knospenartigen Steinfrüchten oder Beerenzapfen. Die weiblichen Zapfen bestehen aus drei Zapfenschuppen mit jeweils einer Samenanlage pro Schuppe. Bis zur Reife vergehen etwa 3 Jahre: Im 1. Jahr findet die Bestäubung statt, im 2. Jahr dann die Befruchtung sowie die grüne Fruchtbildung und im 3. Jahr die Reifung mit der Blaufärbung der Früchte. Die blaugrünen, kugeligen Wacholderbeeren werden etwa erbsengroß. Die Bestäubung erfolgt durch Wind und nur selten über Vögel, welche die durch die harte Samenschale geschützten Samen nach der Verdauung wieder ausscheiden.

Der Gemeine Wacholder war der „Baum des Jahres 2002“, der jährlich in Deutschland im Oktober von der „Baum des Jahres – Dr. Silvius Wodarz Stiftung“ und den Fachbeirat „Kuratorium Baum des Jahres“ (KBJ) gewählt wird. Die Weltnaturschutzunion IUCN erwähnt Wacholder in der Roten Liste gefährdeter Arten, die Pflanze gilt aber noch nicht als gefährdet.

Der Wacholderbaum hat eine wichtige Bedeutung als Futterpflanze, besonders für viele Schmetterlingsarten und ist eine wichtige Holzquelle. Das Holz gilt als witterungsresistent, angenehm duftend und wird gerne zur Herstellung von Möbeln oder zum Schnitzen verwendet.

Wacholder Früchte

Die Früchte des Baumes, die Wacholderbeeren, werden sowohl in der mitteleuropäischen Küche als Gewürz für Fleischgerichte verwendet als auch zur Herstellung des Wacholderschnapses oder Gins. Die reifen Wacholderbeeren dienen zudem als Heilmittel und werden bei Blasen- und Nierenbeschwerden sowie bei krampfhaften Magen-Darm-Beschwerden angewendet. Für die arzneiliche Wirksamkeit ist besonders das ätherische Öl verantwortlich.

Wacholder Inhaltsstoffe

Für medizinische Zwecke werden hauptsächlich die Inhaltsstoffe aus den Beeren verwendet, seltener aus den Triebspitzen, Rinden und die Wurzeln.

Im Wachholder sind viele Inhaltsstoffe enthalten, unter anderem Gerbstoffe, Gerbsäuren, Flavonoide, Invertzucker, Zink, Mangan, Menthol, Oxalsäure, Zitronensäure und ätherisches Öl (Alpha-Pinen, Terpinen, Terineol, Sabinen, Myrcen). Besonders dem ätherischen Öl werden eine Vielzahl von Heilwirkungen zugeschrieben.
Inhaltsstoffe wie ätherische Öle oder Gerbstoffe verfügen über eine antibakterielle und antimikrobielle Wirkung. Sie bekämpfen krankheitserregende Bakterien, indem sie die Einzeller am Wachstum und an ihrer Vermehrung hindern oder das Eindringen in den Körper erschweren.

Den ätherischen Ölen und Flavonoiden wird eine beruhigende (sedative), entzündungshemmende und auch eine durchblutungsfördernde Wirkung nachgesagt.
Saponine wirken wassertreibend (aquaretisch) und schleimlösend (sekretolytisch). Sie verflüssigen zähen Schleim in den Bronchien, damit dieser besser abgehustet werden kann.
Die enthaltenden Gerbstoffe haben eine wundheilungsfördernde Wirkung.
Weiter sind ätherische Öle zudem für eine krampflösende (spasmolytische) Wirkung verantwortlich.

Wacholder Drogengewinnung und Drogenbeschreibung

Für die Drogengewinnung werden hauptsächlich die Beeren des Wacholderbaumes verwendet und eher selten die Triebspitzen, das Holz, die Rinde und die Wurzeln der Pflanze. Die Erntezeit der reifen Beerenfrüchte ist in den Monaten von August bis September. Die Beeren werden in dieser Zeit gesammelt. Aufgrund der nadeligen und spitzen Blätter ist das Sammeln der Beeren unter Umständen etwas schmerzhaft, weshalb ein Tuch unter dem Baum ausgebreitet wird und die reifen Beeren abgeschüttelt oder abgeklopft werden. Die heruntergefallenen Beeren werden dann eingesammelt und an einem schattigen Plätzen vorgetrocknet. Die Nachtrocknung erfolgt anschließend bei Temperaturen um die 35° Celsius.

Die Droge besteht demnach aus den getrockneten, reifen Wacholderbeeren. Charakteristisch für die Droge sind die kugeligen, violetten bis schwarzbraunen Beeren mit einem Durchmesser von etwa 5 bis 10 Millimetern. Deutlich erkennbar ist der dreistrahlige, geschlossene Spalt am Scheitel der Beere, in dessen Inneren sich 3 harte, längliche und dreikantige Samen befinden.

Die Drogenbezeichnung der Wacholderbeeren lautet Juniperi fructus. Der Geruch der Droge ist sehr aromatisch, der Geschmack wird als süßlich und aromatisch beschrieben.

Wacholder Wirkung

Besonders der hohe Gehalt an ätherischen Ölen ist für die Heilwirkungen des Wacholders verantwortlich. Letztendlich sorgen aber alle Inhaltsstoffe im Zusammenspiel für eine antibakterielle, blutbildende, blutreinigende, harntreibende, schleimlösende, leicht schmerzstillende, krampflösende und schweißtreibende Wirkung.

Wacholder kann Nierengewebe reizen

Das ätherische Öl wirkt reizend auf das Nierengewebe und sorgt damit für eine vermehrte Harnausscheidung. Die Droge besitzt außerdem verdauungsfördernde, blähungstreibende sowie desinfizierende und hautreizende Wirkungen.

Wacholder kann aufgrund seiner vielseitigen Wirkweisen auch bei vielen verschiedenen Beschwerden zur Linderung eingesetzt werden. Hauptsächlich aber finden Wacholder-Zubereitungen Anwendung bei Verdauungsbeschwerden wie Sodbrennen, Völlegefühl oder Blähungen, bei Magenbeschwerden wie Magenschleimhautentzündungen oder bei Blasen- und Nierenbeschwerden wie Blasenentzündungen und Blasensteinen. Auch bei Leberproblemen und leichten Formen von Diabetes mellitus sowie bei Erkältungskrankheiten wie Entzündungen der Bronchien (Bronchitis) mit Husten, bei Schuppenflechte (Psoriasis), Menstruationsbeschwerden, Zahnfleischentzündungen oder Mundgeruch können Wacholderbeeren Linderung verschaffen.

Wacholder kann zudem die Wundheilung fördern und sich schmerzlindernd bei Gelenkentzündungen (Arthritis), rheumatischen Erkrankungen der Muskeln oder bei Gicht auswirken.

Die Kommission E (Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte) und das BGA nennen nur Verdauungsbeschwerden mit leichten Krämpfen im Magen-Darm-Bereich, Völlegefühl, Aufstoßen und Sodbrennen als Indikation für Wacholder. Die ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy) befürwortet seit 1997 Wacholderbeeren neben der Anwendung bei Verdauungsbeschwerden auch die Einnahme zur Erhöhung der renalen Wasserausscheidung.

Traditionelle Anwendungsbereiche innerhalb Volksmedizin basieren auf ärztlicher Erfahrungsheilkunde, deren Wirksamkeit bisher noch nicht in wissenschaftlichen Studien bewiesen wurde.

Wacholder Nebenwirkungen und Kontraindikationen

Eine zu hohe Dosis von Wacholder-Öl oral angewendet, kann eine nierenschädigende Wirkung aufweisen und unter Umständen zu Nierenentzündungen, Harnverhalt und Veilchengeruch des Urins führen. In Fertigpräparaten aus der Apotheke sind normalerweise die für die Reizung verantwortlichen Substanzen in therapeutischer Konzentration vorhanden und unschädlich. Menschen mit Nierenschädigungen sollten dennoch auf eine Behandlung mit Wacholderbeeren verzichten.

Eine zu hohe Dosis kann außerdem Übelkeit, Erbrachen und Bauchschmerzen sowie zu einer Beschleunigung des Herzschlags und der Atmung führen. Nach Hautkontakt mit dem konzentrierten Öl kann es zu Rötungen und Blasenbildung kommen. Die Informationszentrale gegen Vergiftungen des Zentrums für Kinderheilkunde im Universitätsklinikum Bonn empfiehlt als Erste-Hilfe-Maßnahme nach dem Verzehr weniger Beeren eine reichliche Flüssigkeitszufuhr.

Wacholder-Öl eignet sich nicht zur Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit. Auch bei Säuglingen und Kleinkindern sollte auf eine Behandlung verzichtet werden, weil es keine wissenschaftlichen Studien zur Unbedenklichkeit gibt. Bei Menschen mit empfindlichen Magen kann die Einnahme von Wacholderbeeren zu Magenbeschwerden führen und Übelkeit und Magenschmerzen hervorrufen.

Wacholder Anwendungsgebiete in der Phytotherapie und Volksmedizin

In der Volksmedizin spielt die Heilpflanze Wacholder lange eine bedeutende Rolle. Wacholderbeeren werden als appetitanregendes Mittel verwendet und ein Wacholderbeeren-Tee dient zur Linderung von Husten, übelriechenden Durchfällen, Blähungen und Sodbrennen. Der Tee kommt auch aufgrund seiner harntreibenden Wirkung zur Entwässerung zum Einsatz.

Weitere volkstümliche Anwendungsgebiete sind außerdem Arteriosklerose, rheumatische Beschwerden, Galle- und Leberleiden, Linderung schmerzhafter Monatsblutungen, Anregung der Schweißsekretion und zur Linderung von Husten.

In der Volksmedizin wird auch das Holz des Wacholderbaumes als wassertreibendes Blutreinigungsmittel gegen Rheuma und Gicht verwendet. Das Kauen von Wacholderbeeren soll zudem unangenehmen Mundgeruch vertreiben.

Traditionelle Anwendungsbereiche innerhalb Volksmedizin basieren auf ärztlicher Erfahrungsheilkunde, deren Wirksamkeit bisher noch nicht in wissenschaftlichen Studien bewiesen wurde.

Anwendungsbeispiele von Wacholder-Medikamenten

In der Apotheke werden viele Fertigpräparate mit den wertvollen Inhaltsstoffen der Wacholderbeeren angeboten. Im Sortiment enthalten sind Produkte für die innerliche Anwendung in Form von Teemischungen, Tabletten, Kapseln, Dragees und Tinkturen. Für die äußerliche Anwendung werden Öle, Badezusätze, Duschgele, Lotionen und Salben angeboten.

Die Droge wird häufig als alleinige Teemischung oder in Kombination mit anderen, harntreibenden Heilpflanzen in Blasen-Nieren-Tees besonders bei Harnwegsentzündungen eingesetzt, um eine vermehrte Harnausscheidung zu unterstützen.

Wacholderbeeren-Präparate aus der Apotheke kommen auch bei Verdauungsbeschwerden wie Aufstoßen, Sodbrennen, Völlegefühl oder Blähungen zum Einsatz.

Für eine äußerliche Anwendung bei Hautproblemen oder rheumatischen Beschwerden werden Ölzubereitungen aus Wacholderbeeren oder Salben für Einreibungen angewendet.

Die Kommission E (Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte) und das BGA nennen nur Verdauungsbeschwerden mit leichten Krämpfen im Magen-Darm-Bereich, Völlegefühl, Aufstoßen und Sodbrennen als Indikation für Wacholder. Die ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy) befürwortet seit 1997 Wacholderbeeren neben der Anwendung bei Verdauungsbeschwerden auch die Einnahme zur Erhöhung der renalen Wasserausscheidung.

Traditionelle Anwendungsbereiche innerhalb Volksmedizin basieren auf ärztlicher Erfahrungsheilkunde, deren Wirksamkeit bisher noch nicht in wissenschaftlichen Studien bewiesen wurde.

Wacholder Dosierung und Einnahme

Die maximale Tagesdosis für das ätherische Öl der Wacholderbeeren beträgt 100 Milligramm. Die Wacholderbeeren können auch pur gekaut werden, dabei sollte die Tagesdosis von 10 Gramm nicht überschritten werden.

Eine Teezubereitung aus Wacholderbeeren besteht aus 1 Teelöffel der frisch gequetschten Wacholderbeeren und 250 ml Wasser. Der Aufguss wird bedeckt 10 bis 15 Minuten ziehen gelassen, anschließend durch ein Sieb abgeseiht und 3x täglich soll eine Tasse getrunken werden.

Eine Teemischung aus gleichen Teilen Wacholder, Liebstöckel, Heuhechel und Süßholzwurzel wird innerlich zur Entwässerung angewendet. Verwendet werden 2 Teelöffel der Mischung, die mit 250 ml Wasser zu einem Tee bereitet werden. Täglich sollen dann 1 bis 2 Tassen Tee getrunken werden.

Eine Selbstbehandlung mit Wacholderbeeren-Tee sollte nicht länger als 4 Wochen andauern, weil eine dauerhafte Langzeiteinnahme Nierenschäden hervorrufen kann.

Für die innerliche Einnahme eines Wacholder-Spiritus werden 3x täglich 20 Tropfen auf ein Stück Zucker geträufelt und verzehrt.

Fertigpräparate aus der Apotheke sollten immer so eingenommen und dosiert werden, wie es in der Packungsbeilage angegeben wird oder wie es der behandelnde Arzt angeordnet hat.

Wacholder Zubereitungen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Wacholder für medizinische Zwecke zuzubereiten. Die einfachste Form der Zubereitung ist das Kauen der getrockneten Beeren, um die Verdauung anzuregen, Sodbrennen zu lindern oder gegen Mundgeruch vorzugehen. Für eine innerliche Anwendung wird auch häufig ein Tee auch Wacholderbeeren zubereitet. Für eine äußerliche Anwendung eignen sich Bäder oder Dampfbäder, benötigt wird für die Zubereitung auch ein Teeaufguss.

Tee-Zubereitung mit der Wacholderdroge

Zur Bereitung eines Teeaufgusses werden 1 Teelöffel der frisch gequetschten Wacholderbeeren mit 250 ml siedendem Wasser übergossen und bedeckt 10 bis 15 Minuten ziehen gelassen. Anschließend wird der Aufguss durch ein Sieb abgeseiht und 3x täglich soll eine Tasse Tee getrunken werden.

Spiritus mit Wacholderbeeren

Einen Spiritus aus Wacholderbeeren kann für die innerliche und äußerliche Anwendung in Form von Einreibungen verwendet werden. Für die Herstellung werden 100 Gramm Wacholderbeeren zerdrückt und mit 500 ml 70%-Alkohol übergossen. Der Aufguss wird unter häufigem Schütteln etwa 14 Tage ausgezogen und anschließend abgeseiht und in eine frische Flasche abgefüllt.

Für die innerliche Einnahme werden 3x täglich 20 Tropfen des Spiritus auf ein Stück Zucker geträufelt und verzehrt.

Badezusatz mit Wacholder

Für ein Vollbad mit Wacholder wird ein einfacher Teeaufguss hergestellt und zum Badewasser hinzugefügt. Zur Bereitung eines Teeaufgusses für ein Vollbad werden etwa 1 Handvoll getrocknete Wacholderbeeren mit 2 Liter kochendem Wasser übergossen und für 10 Minuten abgedeckt stehen gelassen. Ein Vollbad mit Wacholder fördert die Durchblutung und kann sich lindernd auswirken bei rheumatischen Beschwerden. Gibt man etwas Zitrone zum Badewasser hinzu, wirkt sich das erfrischend aus. Rheumabäder sollten nie bei einem akuten Schub durchgeführt werden, weil Bäder den entzündlichen Schub verstärken können. Rheumabäder werden also nur bei chronischen Beschwerden außerhalb eines Schubs empfohlen.

Wacholder Geschichte

Bereits in der Antike wurde der Saft der Wacholderbeeren als diuretisches Heilmittel und Antiseptikum genutzt und als harntreibendes und entzündungshemmendes Mittel verwendet. Der griechische Arzt Dioskurides erwähnt den Wacholder in seinen Schriften als scharfes, urintreibendes und erwärmendes Mittel. Er setzte die Beeren für die innerliche Behandlung von Brustleiden, Husten und Leinschmerzen ein, wie auch bei Bissen von wilden Tieren.

Auch den Germanen waren die wertvollen Eigenschaften des Wacholders bekannt und setzten die Heilpflanze bei Beschwerden im Magen, in den Nieren und in der Leber ein. Auch bei Wurmbefall oder Krämpfen und Schmerzen in der Hüfte nutzten sie die Wirkung des Wacholders. Auch Hippokrates empfahl Wacholder zur äußerlichen Anwendung bei Wunden und Fisteln und innerlich gegen Wasseransammlungen.

Im Mittelalter gehörte der Wacholder zu den wichtigsten Pflanzen in der Heilkunde. In dieser Zeit wurden die Wacholderbeeren in erster Linie als Vorbeugungsmaßnahme gegen die Pest eingenommen. Aber auch bei Husten, Tierbissen, Wassersucht (Ödemen) oder Zahnschmerzen fand die Heilpflanze Verwendung. Räucherungen mit Wacholder wurden durchgeführt, um eine Ansteckung von verschiedenen Krankheiten und Pestepidemien zu verhindern. In den Kräuterbüchen aus dem 16. und 17. Jahrhundert wurde die Anwendung von Wacholder als schweißtreibendes, harntreibendes, verdauungsförderndes und magenstärkendes Mittel erwähnt und zur Behandlung von Wassersucht (Ödemen), Koliken, Steinleiden und Geschlechtskrankheiten empfohlen.

Der Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-1897) empfahl die Wacholderbeeren als ein Mittel gegen Nieren- und Gallensteinen. Schon immer gab es traditioneller Bräuche um den Wacholder. In einigen Regionen in Bayern werden noch heute die Vieh-Ställe mit Wacholderrauch “gereinigt”. An Weihnachtstagen wurden Stalltüren mit den Zweigen des Wacholderbaumes geschmückt um Hexen fernzuhalten. Auf der Insel Rügen ist ein alter Brauch, beim Hausbau einen Wacholderzweig mit in das Fundament zu legen, um sich vor dem Teufel zu schützen und die Bewohner Norddeutschlands legten zur Abwehr von Mäusen angeblich noch heute Wacholdernadeln unter die Dielen ihrer Fachwerkhäuser.

Der Gemeine Wacholder wurde im Jahr 2002 zum „Baum des Jahres 2002“ gewählt. Die Wahl findet jedes Jahr in Deutschland im Oktober statt und wird von der Stiftung „Baum des Jahres – Dr. Silvius Wodarz Stiftung“ und den Fachbeirat „Kuratorium Baum des Jahres“ (KBJ) durchgeführt. Die Weltnaturschutzunion IUCN erwähnt Wacholder in der Roten Liste gefährdeter Arten gelistet, die Pflanze gilt aber noch nicht als gefährdet.

Der Wacholderbaum hat heute eine wichtige Bedeutung als Futterpflanze, besonders für viele Schmetterlingsarten und ist auch eine wichtige Holzquelle zur Herstellung von Möbeln oder zum Schnitzen. Die Wacholderbeeren werden außerdem in der mitteleuropäischen Küche als Gewürz besonders bei Fleischgerichten oder zur Herstellung des Wacholderschnapses oder Gins verwendet. Auch dienen die reifen Wacholderbeeren als Heilmittel und werden bei Blasen- und Nierenbeschwerden sowie bei krampfhaften Magen-Darm-Beschwerden angewendet. Für die arzneiliche Wirksamkeit ist besonders das ätherische Öl verantwortlich.

Wacholder in Kombinationen mit anderen Heilpflanzen

Für eine wassertreibende Teemischung werden folgende Heilpflanzen zu je gleichen Teilen kombiniert: 10 Gramm Wacholderbeeren, 10 Gramm Liebstöckelwurzel, 10 Gramm Hauhechelwurzel und 10 Gramm Süßholzwurzel.

Für eine Tee-Zubereitung werden 2 Teelöffel von dieser Mischung mit 250 ml siedendem Wasser übergossen und etwa 10 Minuten abgedeckt ziehen gelassen. Nach dem Abseihen werden täglich 1 bis 2 Tassen Tee getrunken.

Eine bewährte Rheumatee-Mischung setzt sich aus 30 Gramm Bittersüßstängel, 25 Gramm Holunderblüten, 25 Gramm Weidenrinde, 10 Gramm Sandelholz und 10 Gramm Wacholderbeeren zusammen.
Für die Tee-Zubereitung wird 1 Esslöffel von dieser Mischung mit 150 ml kochendem Wasser übergossen und 10 bis 15 Minuten abgedeckt ziehen gelassen. Täglich werden 3 bis 4 Tassen getrunken.

Bei einem Hexenschuss mit plötzlich auftretenden, stechenden und anhaltenden Schmerzen im unteren Lendenwirbelbereich mit Verspannungen in der Rückenmuskulatur hat sich folgende Teemischung mit einer durchblutungsfördernden, schmerzlindernden und Wärme erzeugenden Wirkung bewährt: 25 Gramm Wacholderbeeren, 25 Gramm Rosmarinblätter, 25 Gramm Melissenblätter und 25 Gramm Weidenrinde.

Bei Muskelkater mit Dehnungsschmerzen in verschiedenen Muskelpartien infolge einer ungewohnten oder zu starken körperlichen Belastung kann eine Teekombination aus 20 Gramm Schafgarbenkraut, 50 Gramm Wacholderbeeren, 15 Gramm Lavendelblüten und 15 Gramm Johanniskraut Linderung verschaffen. Der Tee wirkt durchblutungsfördernd und entgiftend.

Wacholder in der Homöopathie

Das homöopathische Mittel Juniperus communis wird aus den Beeren des Gemeinen Wacholders hergestellt und hat eine große Wirkung auf den Bereich der Harnorgane. Die Hauptanwendungsgebiete in der Homöopathie sind akute oder chronische Nierenentzündungen wie eine Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis) und Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme), die durch eine mangelhafte Harnausscheidung bedingt sind.

Menschen, die Juniperus communis benötigen leiden unter schmerzhaften Harndrang mit nur gering ausfallender Harnmenge. Der Urin kann zudem blutig sein und nach Veilchen riechen. Zudem kann ein Schweregefühl in den Nieren bestehen. Bei älteren Menschen mit schwacher Verdauung und wenig Harnsekretion kann die homöopathische Arznei zum Einsatz kommen.

Für Potenzen, Dosierungen und Einnahme homöopathischer Mittel gibt es keine allgemeingültigen Richtlinien. Für eine Selbstbehandlung werden oftmals die Potenzen D6 bis D12 und als Dosierung 3x täglich 5 bis 15 Tropfen empfohlen. Die Einnahme von Potenzen ab D30, LM- oder Q-Potenzen sowie eine chronische Behandlung sollte immer ein Homöopath oder homöopathischer Arzt anordnen. Im Idealfall sollte die Einnahme homöopathischer Arzneien in Abstimmung mit einem Homöopathen oder homöopathischen Arzt erfolgen.

Verschiedene Wacholdersorten

Die Gattung Wacholder (Juniperus) aus der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae) umfasst etwa 50 bis 70 Arten, die wissenschaftliche Diskussion über die Anzahl der Arten und Unterarten ist aber noch nicht abgeschlossen.

In mitteleuropäischen Raum kommen in freier Natur nur zwei Arten vor: der hier beschriebene Gemeine Wacholder (Juniperus communis) und der giftige Sadebaum (Juniperus sabina), auch bekannt unter den Namen Stink-Wacholder oder Gift-Wacholder.

Weitere Arten sind Juniperus charlottensis, der auf der kanadischen Inselgruppe Haida Gwaii verbreitet ist oder der Kanadische Wacholder (Juniperus depressa), dann gibt es noch eine Varietät aus Nordamerika, den Juniperus jackii oder die japanische Variante Juniperus nipponica, die auf den japanischen Inseln Hokkaido und Honshu wächst. Der Alpen-Wacholder (Juniperus saxatilis) ist sehr weit verbreitet und kommt unter anderem in Europa sowie in Asien, Grönland, Sibirien, Russland, im Kaukasus und in der Mongolei, in China und Indien vor.

Tipps zum Anbau von Wacholder

Der Gemeine Wacholder oder Heide-Wacholder (Juniperus communis) ist ein relativ kleiner, immergrüner Nadelbaum, der zur Familie der Zypressengewächse gehört. Der aufrecht wachsende Baum kann eine Höhe von bis zu 10 Metern erreichen und bis zu 100 Jahre alt werden. Wacholder eignet sich zur Anpflanzung im heimischen Garten und kann je nach Sorte als Hecke, Baum oder Bodendecker angepflanzt werden.

Die Anpflanzung des Wacholderbaumes sollte im Frühjahr im Monat April erfolgen, aber auch im Herbst ist das Anpflanzen noch möglich. Die Pflanze bevorzugt einen sonnigen und trockenen Standort.

Der Wacholder ist eine sehr robuste, eher anspruchslose Pflanze die keine Anforderungen an die Bodenbeschaffenheit stellt. Die Pflanze gedeiht jedoch am besten auf trockenen Böden. Im Idealfall wird der Boden vor der Anpflanzung mit Kompost angereichert.

Bei der Anpflanzung richtet sich der Abstand zwischen den Wacholder-Pflanzen nach der Art. Als immergrüne Schutzhecke sollte auf einen Abstand von etwa 70 bis 100 Zentimeter geachtet werden, als Bodendecker sind auch geringere Abstände möglich.

Zur Vermehrung erfolgt häufig über Stecklinge. Dafür wird ein verholztes Stück im Spätfrühjahr abgeschnitten und von den Nadeln befreit. Danach wird der Steckling in ein lockeres, sandiges Substrat gesetzt und mit Folie abgedeckt. Schon im Spätsommer haben sich Wurzeln gebildet und die Stecklinge können im Garten angepflanzt werden.

Der Wacholder benötigt fast keine Pflege oder Düngung. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden, aber längere Trockenperioden stellen kein Problem für die winterharte Pflanze dar. Die Verwendung von Kompost tut dem Baum grundsätzlich gut.
Ein Rückschnitt sollte entweder im Frühjahr oder im Herbst erfolgen. Wichtig dabei ist, nur die grünen Äste zurückzuschneiden. Dadurch kann zudem ein Schädlingsbefall vermieden werden.

Wacholderbaume werden selten von Krankheiten oder Schädlingen befallen. Der Birnengitterrost benutzt den Wacholderbaum gerne als Zwischenwirt. Die Pilzkrankheit äußert sich dann durch vermehrten Nadelfall oder durch Verfärbungen an den Nadeln. Kleine befallene Stellen können einfach abgeschnitten werden, ansonsten empfiehlt sich die Behandlung mit einem speziellen Spritzmittel (Fungizid).

Wacholder-Produkte aus der Apotheke

In der Apotheke werden viele Fertigpräparate mit den wertvollen Inhaltsstoffen der Wacholderbeeren angeboten. Im Sortiment enthalten sind Produkte für die innerliche Anwendung in Form von Teemischungen, Tabletten, Kapseln, Dragees und Tinkturen. Für die äußerliche Anwendung werden Öle, Badezusätze, Duschgele, Lotionen und Salben angeboten.

Wacholder wird häufig als alleinige Teemischung oder in Kombination mit anderen, harntreibenden Heilpflanzen in Blasen-Nieren-Tees besonders bei Harnwegsentzündungen eingesetzt, um eine vermehrte Harnausscheidung zu unterstützen.

Wacholderbeeren-Präparate aus der Apotheke kommen auch bei Verdauungsbeschwerden wie Aufstoßen, Sodbrennen, Völlegefühl oder Blähungen zum Einsatz.

Für eine äußerliche Anwendung bei Hautproblemen oder rheumatischen Beschwerden werden Ölzubereitungen aus Wacholderbeeren angewendet.

Wacholder-Produkte aus der Apotheke

Aurica Wacholderbeerentee

Aurica Wacholderbeerentee ist ein pflanzliches Magen-Darm-Mittel mit den arzneilichen Wirkstoffen der Wacholderbeeren. Der Tee wird angewendet bei Verdauungsbeschwerden mit leichten Krämpfen im Magen-Darm-Bereich, Völlegefühl und bei Blähungen. Der Tee-Zubereitungen mit Wacholderbeeren eignet sich während der Schwangerschaft oder bei entzündlichen Nierenerkrankungen, da nach längerer Anwendungszeit oder bei Überdosierung Nierenschäden auftreten können.

Roleca-Wacholderöl

Roleca-Wacholderöl ist ein pflanzliches Arzneimittel in Form von Weichkapseln bei Verdauungsbeschwerden und wird eingenommen bei Verdauungsbeschwerden mit leichten Krämpfen im Magen-Darm-Trakt, bei Blähungen und Völlegefühl (dyspeptische Beschwerden). Die Weichkapseln sollten nach den Mahlzeiten und nur unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit eingenommen werden.

Roleca Wacholder extra Kapseln

Roleca Wacholder extra Kapseln ist apothekenpflichtig und rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Die Kapseln werden angewendet zur Behandlung von Formen der Blutarmut (Anämie) und Störungen bei der Blutbildung.

BASIS GLUCON Salbe

BASIS GLUCON Salbe enthält neben Wacholderbeeren unter anderem auch Arnika, Kamille, Vitamin E und Aloe vera. Die Salbe wird äußerlich angewendet und wirkt wohltuend für die Gelenkbereiche an Armen und Beinen. 2 bis 3x täglich wird die Salbe auf die Gelenke aufgetragen und einmassiert.

Kneipp Gesundheitsbad Muskel Aktiv Wacholder

Kneipp Gesundheitsbad Muskel Aktiv Wacholder ist ein wohltuendes Gesundheitsbad mit einem hohen Anteil an wertvollen ätherischen Ölen von Wacholderbeeren, Wintergrün und Rosmarin. Die Inhaltstoffe des Badezusatzes durchwärmen den Körper, lösen Verspannungen und lockern die Muskulatur. Besonders nach körperlicher Anstrengung sorgt die wohltuende Wirkung für die Lockerung der Muskulatur. Die Hautverträglichkeit wurde dermatologisch bestätigt.

Spitzner Wellness Saunaaufguss Wacholder-Zitrone

Spitzner Wellness Saunaaufguss Wacholder-Zitrone sorgt in der Sauna für ein fruchtig-holziges Aroma und eine anregende Wirkung. Der Saunaaufguss Wacholder-Zitrone wirkt mental anregend und stimuliert das Nervensystem.

Die Spitzner Saunaaufgüsse tragen als besonderes Qualitätsmerkmal das Qualitätssiegel des Deutschen Sauna-Bundes e.V. des offiziellen Dachverbands aller angeschlossenen öffentlichen Saunabäder und Saunaproduzenten in Deutschland. Das Qualitätssiegel regelt die Herstellung und die Kennzeichnung sowie die Qualität der Inhaltsstoffe.

SPLAT Special Blackwood Zahncreme

SPLAT Special Blackwood Zahncreme ist eine natürliche Zahnpasta mit dem Geschmack von Wacholder. Die Zahnpasta kommt ohne Fluorid und ohne Peroxid aus. Mit einem Wirkstoffkomplex aus Aktiv-Kohle und Auszügen aus Wacholderbeere soll die Pasta für ein strahlend weißes Lächeln sorgen. Die Zahnpasta soll die Zähne auf natürliche Art und Weise heller machen und auch entzündungshemmend und blutstillend im Mundraum wirken.

Quellen

  • Sabine Kurschat-FellingerR: Kranewitt : Untersuchungen zu den altdeutschen Übersetzungen des nordischen Wacholderbeertraktats. Wellm, 1983, ISBN 3921456266
  • Helmut A. Seidl: Medizinische Sprichwörter : das große Lexikon deutscher Gesundheitsregeln. Books on Demand, 2008, ISBN 9783833423598
  • SBM: Heilkräuter, Wildgemüse. In “Deutsches Ärzteblatt”, 93, 1996, ISSN 0012-1207
  • Josef Hasitschka: Admonter Herbarium : aus alten Kräuterbüchern und Rezepten des Stiftes Admont. Schnell und Steiner, 2001, ISBN 3795414407
  • Freistaat Sachsen: Besonders geschützte Biotope in Sachsen. Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie, 1992, DNB 931083745
  • I. Janků: Ein diuretisch wirksamer Stoff aus Wacholder (Juniperus communis L.). In “Experientia”, 13, 1957, ISSN 0014-4754
  • WZ: Heilkräuter. In “Deutsches Ärzteblatt”, 96, 1999,40, ISSN 0012-1207
  • Heilkräuter und ihre volkstümlichen Namen. In “Ärzte-Zeitung”, 2012, 92, ISSN 0175-5811
  • Michael Freyer: Europäische Heilkräuterkunde : ein Erfahrungsschatz aus Jahrtausenden. Königshausen und Neumann, 1998, ISBN 3826015614
  • Heilkräuter in der deutschen und der südslawischen Volksmedizin. In “Sudhoffs Archiv für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften”, 34, 1941, ISSN 0365-2610
  • Eberhard Teuscher: Biogene Gifte : Biologie – Chemie – Pharmakologie; 60 Tabellen. Fischer, 1994, ISBN 3437307479
  • Heinrich Marzell: Der Zauber der Heilkräuter in der Antike und Neuzeit. In “Sudhoffs Archiv für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften”, 29, 1936, ISSN 0365-2610
  • I. Janků: Das diuretische Prinzip des Wacholders. In “Naunyn-Schmiedeberg’s Archiv für Experimentelle Pathologie und Pharmakologie”, 238, 1960, 1, ISSN 0028-1298
  • Bruno Kremer: Heilpflanzen : [mit Infoscheibe; Extra: Urlaubsgebiete Europas]. Kosmos, 2000, ISBN 3440076997

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